In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen.
Heute dreht sich alles um das Unentschieden der Löwen in Vilzing.
Edge (sechzger.de Redakteur):
Was soll man sagen – gemischte Gefühle bei mir irgendwie. Einerseits möchte ich nicht gleich wieder in diese Anspruchshaltung verfallen, andererseits fällt es mir doch zunehmend schwer, mit den Ergebnissen “leben” zu können. Vor allem aufgrund der Tatsache, wie diese immer zu Stande kommen und dass wir schon häufig jetzt eine Führung nicht übers Ziel bringen. Meine These war ja, dass sich die junge Mannschaft daheim vielleicht schwerer tut, weil es doch etwas anderes ist, vor 15.000 Leuten zu spielen, als vor 250 am Trainingsgelände. Nach den Siegen in Memmingen und Aubstadt war die Hoffnung, dass es vielleicht auswärts besser läuft. Diesmal war es aber eben wieder Auswärts und “nur” vor 2.500 Zuschauer*innen.
Wiederum sind wir noch am Anfang der Saison und auch noch ungeschlagen, und ja, Vilzing steht auch oben in der Tabelle, aber es war nicht so, dass die überlegen waren. Es fehlt natürlich auch noch vielen an Erfahrung und Abgezocktheit und man sollte die Mannschaft jetzt natürlich noch nicht noch mehr unter Druck setzen. Dennoch war ich am Freitagabend sehr enttäuscht. Es war bitter, gerade, dass der Ausgleich auch noch durch Ziereis fiel. Ich bin auch traurig für die Mannschaft, die sich mal wieder nicht belohnt hat. Ich hoffe, sie stecken den Kopf nicht in den Sand und kämpfen weiter wie Löwen – Freitag geht’s wieder bei Null (zu Null) los!
Alper Kayabunar (Trainer TSV 1860):
Das tut unfassbar weh, wenn du wirklich mit der allerletzten Aktion das Tor kassierst. Aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir haben so viele Möglichkeiten, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Viele Torchancen, wo wir einfach den Ball nicht reinbringen und dann zitterst du halt bis zum Schluss. Wir müssen das einfach besser wegverteidigen. Es kann nicht sein, dass der Spieler, von dem wir wissen, wie gefährlich er ist, alleine in der Box steht. Wir sprechen es immer wieder an. Das letzte Gegentor hat auch nichts mit Einspielzeit zu tun. Du musst schon die Flanke verhindern, darfst dann den Gegenspier in der Box nicht verlieren.
Ich glaube, dass wir einen guten Plan hatten. Wir erzielen die Führung und haben in der 1. Halbzeit einige Abschlussmöglichkeiten, wo wir das zweite Tor nicht machen. Und dann gehen wir durch das Tor von Tunay erneut in Führung, verpassen es dann, das dritte nachzulegen.
Peter Gratz (sechzger.de Redakteur):
Was soll man da sagen. Rund 1500 Löwenfans feiern in Vilzing ein Fußballfest und es sieht fast über die ganze Spielzeit so aus, als ob die Mannschaft mitspielt. Engagiert losgelegt, schnell in Führung gegangen und weiter Chancen erarbeitet. Den Ausgleich dann noch mit einem Tor des Jahres Kandidaten vergessen gemacht, es konnte kaum schöner sein. Und dann ist man wieder einmal nicht bis zum Abpfiff konzentriert und lässt die gewisse Cleverness vermissen, die man auch von Spielern Anfang zwanzig erwarten kann. Was für eine Enttäuschung! Dieser Ausgleich hätte sowas von nicht sein müssen!
Auch wenn es einige Stunden nach Abpfiff noch schwerfällt, muss man der Mannschaft noch Zeit zur Entwicklung geben und nicht schon jetzt beginnen drauf zu hauen. Mein Glaube an Mannschaft und besonders das Trainerteam sind weiter ungebrochen. Auf geht’s Löwen, kämpfen und siegen!
Christian (Löwenfan, in Vilzing live dabei gewesen):
Es ist vollkommen klar, dass in dieser Saison immer wieder Rückschläge geben wird. Wenn man sie dann aber erlebt, fühlt es sich trotzdem jedes Mal scheiße an. In der letzten Sekunde noch den Ausgleich zu kassieren, ist natürlich mega bitter – vor allem, weil wir die Partie schon viel früher mit einem weiteren Tor hätten „killen“ müssen. Wieder bringen wir ein Spiel nach einer Führung nicht nach Hause. Der Sieg wäre verdient gewesen, wir waren die bessere Mannschaft.
Dadurch steigt der Druck im nächsten Heimspiel natürlich. Mit einem Sieg wären wir weiterhin ungeschlagen und damit schon auf Kurs. Sollten wir aber erneut nur unentschieden spielen oder sogar verlieren, dürfte es im Umfeld langsam ungemütlich werden. Für mich persönlich steht aber fest, dass ich diese Mannschaft zu 1860% unterstützen kann, die hängen sich alle ausnahmslos rein und haben Bock für den Löwen zu spielen!
Schade ist auch, dass dieses Wahnsinnstor von Deniz durch den Last-Minute-Ausgleich ein Stück weit an Wert verliert. Es wäre einfach schön gewesen, wenn es am Ende das Siegtor gewesen wäre.
Erwähnen möchte ich außerdem noch Flo Niederlechner: Der hat mir gegen Vilzing gut gefallen.











Der Ausgleich kann immer und in jeder Liga passieren
Schade ist das wir nicht das 2 te Tor 🥅 machen
Bzw. nicht gierig genug darauf waren
…du meinst sicherlich das zweite nach dem ersten, also insg das dritte … gebe Dir recht, Chancen waren da … leider sieht es aktuell so aus, dass die Mannschaft bei Führung gegen Ende Nervenflattern kriegt … da sehe ich auch keinen Fehler beim Trainer … da müssen die Jungs – wie auch immer – cooler werden.
👍
sehe ich nicht so, Bell war gegen seinen Gegenspieler total unterlegen, der hätte dringend die Hilfe des IV gebraucht der war dauernd zu weit weg, schlussendlich wenn es nicht funktioniert muss der Trainer reagieren, dieses Tor darf nicht passieren egal ob in der letzten Minute oder davor, genau so wie das erste, leider ist es immer wieder das gleiche, außer gegen Memmingen aber da hatten die auch einen Rabenschwarzen Tag, da wird sich der Trainer wohl noch was überlegen müssen mit unserer Hintermannschaft
Nervenflattern ? Eher Konditionsmängel, das wird alles wohl erst nach der Winterpause besser, hoffentlich nicht zu spät, dann gibt es eine hoffentlich vernünftige Vorberreitung, die ja leider vor der Saison nicht möglich war