In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen.
Neben der Niederlage gegen den TSV Buchbach haben wir unseren Gästen diesmal auch Platz für ihre Gefühlswelt nach den gestrigen News gegeben.
Thomas Spiesl (sechzger.de Redakteur):
Erstmal das Wichtigste vorab, trotz der Niederlage war der Dienstag ein sehr guter Tag für 1860! Aber das hat jetzt nichts mit dem Spiel zu tun. Die Stimmung war etwas ungewohnt, eine Stunde vor dem Spiel war alles nur halbvoll. Beim Match selbst wagte Coach Alper Kayabunar eine Rotation, die in Anbetracht von drei Spielen in sechs Tagen auch unabdingbar war. Etwas überspitzt gesagt stand eine U19 mit Kapitän Dennis Dressel auf dem Feld. Die Jungs haben alles probiert, haben sich reingehaut, waren engagiert. Aber es hat am Ende nicht gereicht gegen eine sehr ausgebuffte Mannschaft aus Buchbach, die keineswegs eine “Feierabendtruppe” ist, sondern in der zahlreiche erfahrene Regionalliga-Spieler stehen. Nach vorne fehlte den Löwen die Präzision, der letzte Pass kam nicht an. Und hinten machte man leider zu viele einfache Fehler.
Das Aus im Toto-Pokal ist schade, aber die Chance diesen zu gewinnen wäre in Anbracht der Drittligisten im Wettbewerb ohnehin nicht groß gewesen. Es gibt ja noch die Chance über die Regionalliga, sich als beste erste Mannschaft für den DFB-Pokal zu qualifizieren.
Peter Schaefer (Vizepräsident TSV 1860 München):
Sicherlich schmerzt das Ausscheiden aus dem TOTO Pokal, dennoch dürfen wir einfach nicht vergessen, dass wir eine extrem junge Mannschaft haben, die in dieser Konstellation erst seit wenigen Wochen trainiert bzw. spielt und sich noch finden muss. Dass wir durch die Regionalliga marschieren, dürfen und können wir nicht erwarten. Daher bitte ich um Geduld und Nachsicht mit Mannschaft und Trainerteam. Wenn wir die Mannschaft sich entwickeln lassen und hinter ihr stehen, werden die positiven Ergebnisse von selbst kommen.
Alper Kayabunar (Trainer TSV 1860):
Wir hatten in der 1. Halbzeit viel Ballbesitz, ohne zwingend in die Box zu kommen. Insgesamt haben wir zu viele Geschenke verteilt, die Buchbach eiskalt ausgenutzt hat. Es war extrem bitter, dass wir ach dem Anschlusstreffer kurz nach der Pause sofort wieder nach einem individuellen Fehler ein Gegentor bekommen haben. Das hat die Moral gebrochen.
Die Rotation war definitiv notwendig. Das darf keine Entschuldigung sein. Dafür haben andere ihre Chance bekommen.
Sven Zurawka (Trainer TSV Buchbach):
Wir kamen schlecht rein, weil einige Jungs doch sehr nervös waren. Wir konnten dann Nadelstiche setzen, haben im tiefen Block wenig zugelassen. Ich muss meinen Jungs ein Kompliment machen. Sie haben in der 2. Halbzeit nur eine Großchance zugelassen. Mit dem Auftritt heute bin ich sehr zufrieden.
Dominik Heckmair (Verwaltungsrat TSV 1860 München)
Der 1. September 2026 wird dem Löwenfan noch lange in Gedächtnis bleiben. Nicht aufgrund der Niederlage im Toto Pokal gegen Buchbach , sondern weil sich dieser Tag wie ein zweiter Gründungstag für den TSV 1860 anfühlt.
Mein Eindruck vom Spiel war, dass man eine engagierte Mannschaft gesehen hat die 48 Stunden nach dem letzten Spiel wieder alles reingeworfen hat. Leider haben wir im Moment wenig Spielglück.
Wie eingangs erwähnt wird der Tag aber nicht deswegen in Erinnerung bleiben, sondern weil am 1. September ein entscheidender Schritt in die Eigenständigkeit und Freiheit vom TSV 1860 erfolgte. Diese historische Dimension hat man aus meiner Sicht an allen Ecken von Giesing gestern gespürt.
An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an alle die das möglich gemacht haben!
Wir sind der Verein!
Lukas (Löwensympathisant aus NRW):
Das 1:3 gegen Buchbach und damit das Aus im Toto-Pokal war sportlich natürlich ein enttäuschender Abend. Gerade gegen einen Gegner aus der eigenen Liga hätte man sich sicherlich mehr erhofft. Trotzdem habe ich aktuell das Gefühl, dass man bei 1860 einzelne Ergebnisse fast ein bisschen losgelöst von dem betrachten muss, was gerade rund um den Verein passiert.
Denn ausgerechnet an diesem Tag hat Sechzig etwas zurückbekommen, das wahrscheinlich deutlich wichtiger ist als das Weiterkommen im Toto-Pokal: den Löwen. Dass das Wappen und damit ein großes Stück Identität wieder zum Verein zurückgekehrt sind, hat für mich eine enorme Symbolkraft.
Ich verfolge Sechzig als Sympathisant schon länger, aber gerade die vergangenen Monate haben mein Interesse an diesem Verein noch einmal deutlich verstärkt. Nach all den turbulenten Jahren hat man momentan das Gefühl, dass sich bei 1860 etwas verändert und der Verein Stück für Stück wieder mehr zu sich selbst findet. Dazu gehören wahrscheinlich auch solche Abende wie gestern gegen Buchbach, an denen sportlich eben nicht alles funktioniert.
Deshalb bleibt für mich vom gestrigen Tag trotz der Niederlage vor allem etwas Positives hängen. Auf dem Platz hat Sechzig ein Pokalspiel verloren, aber abseits des Platzes seinen Löwen zurückbekommen. Und vielleicht beschreibt genau dieser Gegensatz ganz gut, wo 1860 gerade steht.
Sportlich liegt noch viel Arbeit vor ihnen. Aber der Löwe ist wieder da.











Machen wir das beste draus..Niederlage.Das ist Sport.Unsere junge Mannschaft braucht halt noch etwas Zeit…Was ist nach dem SCHWARZEN MITTWOCH alles passiert und wo stehen wir Heute..Hätte ich damals nie geglaubt,wo wir jetzt stehen🙄 Gestern dieser wunderbare Tag..Wir haben unseren Löwen wieder,und alles andere.60 ist einfach ein geiler Verein,unser Präsident ein super Typ😉 Vielleicht werden wir noch einige Überraschungen erleben ,warten wir ab,was noch so kommt.AUF DIE LÖWEN 💙