Nach dem zweiten Heimsieg der Löwen in Folge am ersten Wiesn-Sonntag gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg äußern sich bei uns in den “Stimmen zum Spiel” – wie gewohnt – die an dem Ereignis mittelbar oder unmittelbar Beteiligten. Um das Oktoberfest geht es dabei interessanterweise bestenfalls am Rande. Ganz offensichtlich ist Fußball mit dem TSV 1860 in Giesing für alle immer ein Volksfest, egal zu welcher Jahreszeit.
Stefan Kranzberg (sechzger.de Redakteur):
Nach ein paar Spielen auf der Pressetribüne endlich mal wieder in der Stehhalle auf dem gewohnten Platz neben Bernd Winninger. Tatsächlich fand ich die Stimmung zu Beginn a bisserl mau, aber mit dem Fallrückzieher von Deniz ging ein Ruck durchs Publikum und auch die Stehhalle ist erwacht. Alles in allem ein verdienter Sieg, der auch höher hätte ausfallen können, wenn man die Konterchancen mal vernünftig ausspielen würde. Ein würdiger Abschluss an der Tankstelle mit neuen Bekannten aus Skandinavien und im Bamboleo. Vielleicht kommt gegen Ansbach erstmals mein Sohn mit ins Grünwalder Stadion. Hoffentlich klappt das!
Tunay Deniz (mit Tor und Torvorlage danach bei BR24):
Ich glaube heute haben wir genau das gezeigt, was der Trainer von uns gefordert hat. Eine klare Nummer auf jeden Fall. 2:0 gewonnen, souverän. Wir versuchen natürlich jetzt hier zu Hause die Siege auch einzufahren und es tut auf jeden Fall sehr sehr gut zum Wiesn-Wochenende.
Felix Weber (2:0-Torschütze in der ‘Mixed Zone’):
…vor allem jetzt mal ein Standard-Tor. Ich glaube, in Fürth hatten wir zwölf Ecken, da kam keine gut oder wir haben keine gut verwertet. Das haben wir jetzt gut trainiert diese Woche und war natürlich gut, dass es jetzt gleich geklappt hat.
Paul Österrreicher (Fan von Rapid Wien):
Das zweite Heimspiel in zehn Tagen in München besucht und diesmal die Perspektive komplett gedreht: von der Kurve ging es diesmal mit einer kleinen Rapid-Delegation in den VIP-Bereich und auf die Haupttribüne. Die Alm ist ein toller angenehmer Ort und zur Wiesnzeit der passendste VIP-Bereich für 1860 überhaupt. Beim Stadionbesuch in München freue ich mich am meisten den alten Flair des Stadions aufzusaugen und genieße die positive Stimmung. Das Spiel gegen die Zweite von Nürnberg startete etwas schwierig, aber endete mit verdienten drei Punkten für die Löwen. Besonderen Dank möchte ich an meinen Freund Gernot richten, der mich nach drei Spielen und drei Siegen sicher bald wieder einladen wird. Sechzig München immer eine Reise wert. Auf die Löwen!
Alper Kayabunar (Trainer 1860 bei BR24):
Es freut mich sehr für die Fans, dass wir sie belohnt haben, dass sie zufrieden nach Hause gehen – oder zufrieden dann auf die Wiesn. Aber vor allem freut es mich für die Jungs, weil wir uns viel vorgenommen haben, wieder ein paar Sachen angepasst haben. Weil einige Sachen funktioniert haben, wie ein Standardtor, was wir die Woche besprochen haben. (…) Das ist uns jetzt oft passiert, dass wir dann den Ausgleich kassiert haben. Es war ein Thema, was wir besprochen haben, dass wir auch mal so eine Situation aushalten und nicht ungeduldig werden. Aber immer wieder versuchen, einen Auslöser zu finden. Das wollten wir einfach verbessern und deswegen freut es mich, dass es heute geklappt hat.
Andreas Wolf (Trainer Nürnberg II in der Pressekonferenz):
Erstmal Glückwunsch zum Sieg. Ich glaube am Ende auch ein verdienter Sieg. Mich ärgern nur zwei Aktionen. Das ist die erste Halbzeit, wo Robin den langen Ball spielt und wir eigentlich durch sind und unser Spieler wird da gehalten. Da fehlt so bisschen die Erfahrung, einfach zu fallen. Dann gibt’s vielleicht die eine oder andere Karte. Und dann beim Elfmeter ist‘s – finde ich – eine fifty-fifty-Situation, die er ja dann pfeift und somit nimmt er auch ein bisschen Einfluss aufs Spiel. Aber am Ende war es einfach zu wenig von uns. Sechzig hat auf die Fehler von uns gewartet, gelauert. Die haben sie ausgenutzt, die haben wir ihnen auch dann gegeben. Leider! Und nach vorne haben wir zu wenig Durchschlagskraft gehabt. Dementsprechend dann am Ende auch verdient mit 0:2 verloren.
Andi Beserich (Allesfahrer & Vorstand der Lechspitzlöwen):
Spätsommer, Sonne, Sechzig! Alles war angerichtet für einen überragenden Sonntag. Auch wenn uns zweite Mannschaften generell selten liegen, war ich heute echt positiv gestimmt. Ich war heute in drei Generationen bei den Löwen. D‘Mam, d‘Oma und i! Und was soll ich sagen? – Die ersten 15 Minuten waren ziemlich wacklig, danach wurde sich in der ersten Halbzeit weitesgehend neutralisiert. Die Halbzeitansprache von Alper hat anscheinend gewirkt, weil heute hatte ich spätestens nach dem 2:0 das Gefühl, dass wir uns nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Weiter geht’s, das war noch lange nicht alles!
Eric Uhlmann (nach seinem Startelfdebüt in der ‘Mixed Zone’):
Ich bin sehr glücklich! Vor allem: Das erste Mal über neunzig Minuten nach sehr sehr langer Zeit. Ich hab’s gut überstanden und bin extrem stolz auf die Mannschaft. (…) Seitdem ich jetzt da bin, ist das Motto Zu-Null-Spielen ganz hoch bei uns im Thema und deswegen sag ich’s nochmal: Ich bin mega-stolz, dass wir die Bälle reingehauen haben und die Null verteidigt haben.
Patrick (Löwenfan und “Teilzeit-Nürnberger”):
Sechzig gegen Nürnberg. Ein Spiel, auf das ich mich schon lange gefreut habe, erst recht als ich erfahren habe, dass Teile der aktiven Fanszene mit nach München kommen. Leider wurde ich aber ein wenig enttäuscht, als ich dann im Stadion sah, das es keinen Support auf der Gastseite gab. Nun aber zum Spiel: In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, konnten aber leider zu wenig draus machen und vom letztjährigen Meister der Regionalliga kam meiner Ansicht nach auch erschreckend wenig gefährliches vor unser Tor. Der Treffer direkt nach Wiederanpfiff war dann verdient, auch wenn‘s einen Elfmeter dazu brauchte. Kurz hatte ich die Befürchtung. dass es wieder nicht reichen würde, haben wir doch die letzten Spiele immer den Vorsprung hergegeben. Aber wie jeder weiß, waren wir nach Ecken bekanntlich immer stark und so war ich dann auch ein wenig entspannter und siegessicherer, zumal von Nürnberg weiterhin nichts gefährliches kam. Verdienter Sieg genauso wie Nürnberg am Samstag beim KSC.
Peter Schaefer (Vizepräsident & erneut frisch gebackener Papa):
Gestern durften wir zum Wiesn-Auftakt das aus meiner Sicht beste Spiel unserer Mannschaft in dieser Saison mit einem 2:0-Heimsieg gegen die zweite Mannschaft vom Glubb bejubeln. Bei Nürnberg II standen übrigens sechs Profis des Zweitligakaders in der Startelf. Hier kann man sehen, dass eine Elf, die nicht eingespielt ist, auch mit namhaften Verstärkungen nicht sofort funktioniert. Die Löwen haben den Glubberern aber auch mit hoher Zweikampfintensität und Galligkeit keine Freude an diesem Spiel gegeben. Geben wir dieser Mannschaft und unserem Coach Alper noch Zeit und Vertrauen, dann werden wir noch viele Spiele sehen, die uns Freude bereiten.










