Michael Schrodi, Vorsitzender der Bundestags-Löwen, unterstützt den TSV 1860 seit jeher und besucht die Spiele seines Vereins, wann immer die Zeit es zulässt. Zudem spendete der Fanclub vor der Saison 1.860 Euro an Münchens große Liebe: “Wir Bundestagslöwen-Mitglieder stehen hinter dem Kurs der Eigenständigkeit, der eine große Chance für einen strukturellen Neuanfang und eine nachhaltige Neuausrichtung des Vereins bietet.” Heute tippt Schrodi für sechzger.de das Ergebnis der Partie gegen den FC Bayern II.
Michael Schrodi: Daumendrücken in der Ferne
Diesmal kann der 49-Jährige zwar berufsbedingt leider nicht selbst im Grünwalder Stadion dabei sein, seine Gedanken kreisen aber bereits um das Spiel:
“Das ist vielleicht sogar besser, weil meinn Blutdruck dann zu sehr steigen würde. Ich fiebere aber mit Sicherheit am Livestream mit, wünsche der Mannschat alles Gute, viel Erfolg und eine super Stimmung.”
Und wie geht’s aus?
“Es wird bestimmt eine enge Kiste, aber ich tippe auf ein 2:1 für uns. Tore durch Weber und Erdogan. Es gibt nichts Schöneres, als den Verein aus der Seitenstraße zu besiegen.”
Erfolgreicher Politiker und Fußballer
Dass Schrodi sich nicht nur theoretisch mit Fußball auskennt, ist seiner Vita abzulesen. Über die Stationen SV Lochhausen, FC Bayern München und SC Olching landete er mit 18 Jahren schließlich beim FC Pipinsried. Von dort wechselte er nach zwei Jahren zum SC Fürstenfeldbruck und spielte für diesen und den FC Ismaning insgesamt neun Jahre in der Landes- und Bayernliga, sowie im DFB Pokal sogar gegen Borussia Dortmund. Ganz nebenbei ist der gebürtige Münchner auch noch der Neffe des ehemaligen Löwenspielers Georg “Schorsch” Metzger…
Der SPD-Politiker, der seit 2017 dem Deutschen Bundestag angehört und seit vergangenem Jahr das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister der Finanzen bekleidet, hatte sich bereits im Juni im sechzger.de Interview zu den Entwicklungen bei den Löwen geäußert:
“Die Bilanz der vergangenen 15 Jahre ist verheerend und im Grunde ein riesengroßes Missverständnis. Schon mit dem ersten Präsidenten, Dieter Schneider, gab es nach gut einem halben Jahr ein tiefes Zerwürfnis. Hasan Ismaik ging es wohl nie um eine gedeihliche, gemeinsame Entwicklung des Profifußballs beim TSV 1860. Vielmehr wollte er Macht ausüben, die 50+1-Regel angreifen und selbst im Verein – respektive in der Profiabteilung – das Sagen haben, anstatt mit sportlicher Kompetenz und gemeinsam mit dem Mutterverein den Erfolg zu suchen. Er hat immer nur so viel Geld gegeben, um das Konstrukt KGaA am Leben zu erhalten, aber nie, um eine wirklich positive Entwicklung zu fördern. Damit hat er sich selbst und seinem Investment massiv geschadet, aber natürlich auch dem Verein, den Fans und den zahlreichen Präsidenten, die er in dieser Zeit verschlissen hat. Sie alle hatten – mit einer unrühmlichen Ausnahme, an deren Ende 2017 der Abstieg in die vierte Liga und ein riesiger Schuldenberg standen – mit seinen Drohgebärden und finanziellen Androhungen zu kämpfen. Zieht man also einen Schlussstrich, bleibt festzuhalten: Es ist gut, dass die Zeit dieses Investors nun vorbei ist.”











Sehr interessanter Beitrag!
Off topic: Da ich keine Klicks für den Falschparker mache, die Frage: Hat sich der ehemalige Kreditgeber in letzter Zeit mal wieder zu Wort gemeldet?
Nein, war schon länger nichts mehr zu lesen.
Wenn ja, wär’s eh nur Geschwurbel gewesen…
Genauso wie der Kreditgeber damals von der Seitenstraße aus dem Hut gezaubert wurde, genauso wird er jetzt wieder untertauchen.
Seine Mission “Sechzig so lange in der AA über Wasser zu halten wie notwendig” hat er ja erfüllt.