Bei der klaren Niederlage ihrer Mannschaft haben Fans von Energie Cottbus die Toiletten im Gästebereich des Grüwalder Stadions demoliert. Bilder, die sechzger.de zugespielt wurden, zeigen das Ausmaß der Zerstörung.
Fans von Energie Cottbus zerstören Trennwände der Toiletten
5:1 hieß es aus Sicht des TSV 1860 München am heutigen Samstag im Duell mit Energie Cottbus. Die Revanche für das Hinspiel, als die Löwen mit demselben Ergebnis aus FCE-Sicht wieder nach Hause geschickt wurden, ist damit geglückt. Zudem wandern drei wichtige Punkte im Abstiegskampf auf das Konto der Löwen. Der Aufsteiger muss hingegen einen herben Rückschlag im Kampf um den Aufstieg in die 2.Bundesliga hinnehmen – und es kommt noch dicker.
Fans von Energie Cottbus haben die Toiletten im Gästebereich des Grünwalder Stadions demoliert. Auf Fotos ist zu sehen, dass nahezu alle Trennwände aus den Verankerungen gerissen wurden und nur noch lose auf dem Boden liegen. Zudem wurden in einer zweiten Toilette massenhaft Aufkleber geklebt. Die Zerstörungswut in den deutschen Stadien, die traurige Ausmaße erreicht hatte, nimmt damit weiterhin kein Ende. Bekannteste Beispiele waren zuletzt die Fans von Dynamo Dresden und Hansa Rostock. Aber auch Anhänger von Greuther Fürth zerstörten beim Frankenderby in Nürnberg Teile der sanitären Anlagen. Hansa Rostock hatte sich nach den Ereignissen zu Wort gemeldet und droht den eigenen Fans sogar mit einem Gästeverbot in fremden Stadien, sofern sich die Zustände nicht wieder normalisieren sollten.
Aufgrund der anstehenden Englischen Woche bleiben für die notwendigen Reparaturarbeiten im Grünwalder Stadion nur wenige Tage Zeit. Bereits am kommenden Mittwoch ist der SV Sandhausen im Grünwalder Stadion zu Gast. Anpfiff ist um 18:60 Uhr. Bei dieser Partie werden im regulären Gästeblock allerdings Fans des TSV 1860 München Platz nehmen, da aus Sandhausen nur wenige Anhänger erwartet werden.














Kann ja sein (und ein wenig hoffe ich das auch), dass ich vollkommen auf dem falschen Dampfer bin.
Nachdem ich vor vorletzte Woche die neue netflix-Serie “Adolescence” angesehen habe, in der es massgeblich um den negativen Einfluss von socialMedia auf Jugendliche geht, war ich ein wenig angetriggert. Ich hab mich bislang mit meinen 46 Jahren eigentlich für “immer noch jung” gehalten und dachte mir, ich wäre mit viel Verständnis und Einfühlungsvermögen für Jugendliche einerseits, aber auch für den Umgang mit sozialen Medien ausgestattet.
Pustekuchen.
Die Serie selbst zeigt, welch schrecklichen Einfluss instagram und Konsorten auf Heranwachsende haben. Klar ist, dass es eine dramatische TV-Produktion ist und möglicherweise nicht überbewertet werden sollte. Aber nach etwas herumgoogeln hat es sich für mich so dargestellt, als sei das mutwillige Zerstören von Toilettenanlagen eine “TikTik-Challenge”, bei der Heranwachsende gegeneinander antreten um Likes einzuheimsen. Fame für 5 Minuten auf Kosten anderer.
Das Internet sagt, dass das Phänomen an Schulen, Fußballstadien und U-Bahn-Klos gleichermaßen auftritt und kein ultraspezifisches Ding ist.
Um ehrlich zu sein. So ein Scheißdreck geht mir nicht in den Kopf: Ich hau doch nicht mutwillig alles kurz und klein, nur um ein paar hochgestreckte Daumen im internet zu ergattern. Sind denn alle völlig bescheuert geworden?
Ich stell mir halt nur die Frage, wie man gegen so einen Schwachsinn ankämpft. Dumme Ideen, FakeNews und politische Missbildung gibt es im Internet ja genug. Da ist ja schön langsam mit Aufklärungsmaßnahmen und Vernunft kein Kraut mehr gewachsen, das weiß ich.
Aber irgendwie übersteigt das mittlerweile auch mein Verständnis. Gegen soviel gezielt produzierte Radikalität ist doch kein Anrennen mehr möglich, oder? Und das ist jetzt nicht nur auf solche Scheißhausdemolierer gemünzt, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem.
Alle irre geworden!
Das lässt sich doch mit einer Entschuldigung und 1000€ aus der Welt schaffen.
Memmingen 2.0 lol
Warst Du in Memmingen dabei?
Ganz ohne die blau getönte Vereinsbrille: In Memmingen ging es um Schmierereien & Aufkleber. Hier reden wir – wie leider inzwischen jede Woche – über die systematische Zerstörung von Sanitäranlagen. Da wurden Wände niedergerissen etc. Die Toilettenschüsseln haben wohl nur überlebt, weil sie aus Metall sind.
Scheinbar warst du ja in Memmingen dabei, da du es so genau weißt.
Ziehst du da grad ernsthaft einen Grenze, was an Sachbeschädigung ok wär und was nicht?
Oder wie soll man deinen unsachlichen Post verstehen?
Ich finde durchaus, dass man da unterscheiden sollte. Das heißt jetzt nicht, dass das was in Memmingen war (ich war nicht dabei) so in Ordnung gewesen wäre. Aber das was Cottbus gemacht hat, oder auch zuletzt Rostock in Aachen, das ist halt schon nochmal ne andere Kategorie. Und wenn da einer anfängt das zu vergleichen (“Memmingen 2.0 lol), dann finde ich es auch in Ordnung, dass ein anderer das ein wenig differenziert. Das bedeutet ja nicht automatisch, dass man das was in Memmingen gemacht wurde komplett runterspielen oder als “in Ordnung” darstellen will.
Wurde es ja auch hier nicht. Ganz im Gegenteil.
Wenn unsere speziellen “Fans” jede Woche fremdes Eigentum von Vereinen, der DB, dem ÖPNV, Städten und Gemeinden zerstören, ist es völlig egal, ob das durch Schmierereien, Aufkleber, Graffitis, zerstörten Sitzen etc. geschieht, oder ob dieselben geistig minderbemittelten aus Cottbus WC-Anlagen kaputt machen.
Es sind alles völlig sinnbefreite Sachbeschädigungen von Irren, die weder verharmlost, noch mit Whatboutismus relativiert werden sollten. Schon gar nicht aus der Redaktion!
Im Gegenteil, alle echten und normalen Fans sowie Fanclubs sind aufgerufen, sich von solchen Zerstörern zu distanzieren, sie auszuschließen und im Wiederholungsfall zu melden.
Ich sehe es auch so, dass es offensichtlich mittlerweile einen Contest gibt, wer mehr Dinge mutwillig und sinnlos beschädigt.
Es gegeneinander aufzuzählen, dass “die Beschädigungen der Unseren ja im Vergleich nicht so schlimm waren” hilft hier nicht weiter, sondern stachelt möglicherweise nur noch an.
Ich glaub aber auch nicht, dass man hier mit Vernunft oder mit Schuldzuweisungen (“Immer die Ossis”) nicht weiter kommt, auch wenn ich tatsächlich keine Idee habe wie man damit umgeht.
Richtig.
Deswegen habe ich “unsere” nicht ausgenommen, die sind kein Deut besser.
Die einzige Chance, das Zerstören durch Wenige zu unterbinden, sind die Vielen, die nur zuschauen, anstatt dieses Gschwerl davon abzuhalten. Vor allem die Fanclubs und Ultras sind hier gefordert.
War nicht anders zu erwarten!
Zuasperrn beim nächsten Moi für diese Pi***r, dann kennan’s in d’Hosn scheißn.