Die Rubrik Der Mann an der Pfeife (oder ggf. auch Die Frau an der Pfeife) stellt unseren Leser*innen den Schiedsrichter (oder die Schiedsrichterin) der jeweils nächsten Partie des TSV 1860 in der 3. Liga vor. Heute geht es hier um Lukas Benen aus Nordhorn. Der 32jährige Volkswirt kümmert sich am Mittwoch (18.60 Uhr – im sechzger.de Liveticker) um die Partie zwischen den Löwen und der Viktoria aus Köln auf Giesing Höhen. Sein erster Einsatz in der 3. Liga in dieser Saison.
Die meisten Einsätze in Liga 3
Wenn Benen am Mittwoch Abend um 18.60 Uhr die Partie im Sechzgerstadion anpfeift, wird er damit aber die insgesamt meisten Einsätz seiner Karriere in der 3. Liga auf dem Konto haben. Insgesamt dann 58. 57 Mal kam er in der Regionalliga Nord, 26 Mal in der Oberliga Niedersachsen und 14 Mal in der 2. Bundesliga zum Einsatz. Mit bislang 259 gezeigten Gelben Karten in der 3. Liga (durchschnittlich viereinhalb pro Spiel) liegt er im Mittel genau in dem Bereich der Kollegen, die unsere Löwen bislang in dieser Spielzeit gepfiffen haben. Gelb-Rot zeigt der Mann aus dem Südwesten Niedersachsens eher selten (bislang erst viermal). Glatt Rot zückte er im Schnitt in jedem sechsten Spiel, was leicht überdurchschnittlicher Häufigkeit entspricht. Achtmal zeigte er in seinen 57 Drittligaspielen auf den Elfmeterpunkt.
Erfolgsgeschichte: Lukas Benen und der TSV 1860
Seit dem Sommer 2019 ist Lukas Benen in der 3. Liga an der Pfeife aktiv und gleich an seiner zweite Partie auf dieser Ebene waren die Löwen beteiligt. Mit dem 3:1-Sieg gegen Carl-Zeiss Jena am 14. September 2019 hatte der Norhorner keinerlei Probleme. Bemerkenswert: In dieser Partie kam er ohne jede Verwarnung per Karte aus und verdiente sich vom kicker die Note 2,0. Auch in der Folgesaison war es ein 3:1-Sieg des TSV 1860, den Benen pfiff. Am 3. April 2021 siegten die Löwen während der Corona-Pandemie in Lotte gegen den KFC Uerdingen. Bei dieser Partie war übrigens der einzige Medienvertreter aus München, der live vor Ort war ein Redakteur von sechzger.de!

Schon einmal Viktoria Köln
Die schöne Serie von einem gepfiffenen Spiel der Löwen pro Saison (das jeweils erfolgreich für 1860 endete) setzte sich auch in 2021/22 fort. Am 30. Januar war er beim 1:0-Sieg beim morgigen Gegner Viktoria Köln vor – weiterhin pandemiebedingt – nur 750 Zuschauern, darunter aber rund 250 Löwenfans, am Start. Gut ein Jahr später leitete er schließlich ein 1:0 gegen den SC Freiburg auf Giesings Höhen. Der ersten Punktverlust für 1860 München unter Schiedsrichter Benen erfolgte erst in seinem fünften Spiel unter Beteiligung der Löwen. Ein 1:1 in Lübeck an einem kalten Dienstag Abend Ende Januar 2024. Die insgesamt nur fünf Drittligapartien, die der für Vorwärts Nordhorn aktive Referee in der vergangenen Saison pfiff, fanden alle ohne Beteiligung der Löwen statt. 2024/25 war er insgesamt zehnmal in der 2. Bundesliga im Einsatz.



Linienrichter und vierter Offizieller
Unterstützt wird Benen morgen Abend an der einen Seitenlinie von Julius Martenstein aus Cölbe im Landkreis Marburg. Der Hesse stand in der letzten Saison einmal als vierter Offizieller in Benens Unparteiischen-Team. Auf der anderen Seite wird Fynn Kohn aus Husum das Fähnchen schwingen. Zum insgesamt vierten Mal in Zusammenarbeit mit Benen. Erstmals war dies übrigens bei der oben schon angesprochenen Partie der Löwen in Lübeck der Fall. Der vierte Offizielle heißt auf Giesing Höhen morgen Abend Johannes Wagner. Wir gehen davon aus, dass es sich dabei um einen gebürtigen Rostocker handelt. Und nicht um jenen bfv-Schiri aus Ingolstadt, der das jünste Totopokalspiel der Löwen in Illertissen als Hauptschiedsrichter leitete.
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Titelbild: Schiedsrichter Lukas Benen im Gespräch mit einem Uerdinger Spieler. Löwe Niklas Lang beobachtet, wie ein Kollege behandelt wird.











Das mag ein wenig subjektiv sein, aber ein wenig hab ich den Eindruck, dass seitdem ihr die Schiris so in den Focus rückt, diese auch nur noch scheiße pfeifen.
Kann natürlich auch sein, dass ich mittlerweile auch anders auf die Schiris schaue, weil ich nach Sichtung eurer Rubrik einen “persönlicheren Blick” auf die Herren in schwarz habe. Vielleicht war der Kollege gestern ja gar nicht so scheiße?