Neue Liga – alte Rubrik. Trotz Zwangsabstiegs in die Regionalliga Bayern wollen wir an der in der vergangenen Saison begonnenen Tradition festhalten und unsere geneigten Leser*innen vor den Spielen des TSV 1860 ein wenig über die Vita des oder der im folgenden Spiel eingeteilten Unparteiischen informieren. Heute geht es hier um Markus Huber aus der – eigentlich mehr nach Norddeutschland klingenden – Gemeinde Wurmannsquick, der das zweite Auswärtsspiel der Löwen in der noch jungen Saison 2026/27 in der Regionalliga Bayern pfeifen wird. Der Markt Wurmannsquick liegt übrigens im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn und derzeit rund dreieinhalbtausend Einwohner.

Huber pfiff bislang nur die Amas

Der aktuell noch 37jährige Huber (er wird eine Woche nach dem Spiel in Memmingen 38), der für seinen Heimatverein SSV Wurmannsquick pfeifft (unbeding mal die Website des Vereins besuchen, das Wappen ist sehenswert!) hat seit Sommer 2015 insgesamt 96 Spiele in der Regionalliga Bayern gepfiffen. Dabei begegnete er zwar nie der ersten Mannschaft des TSV 1860, pfiff aber immerhin sechmal die Amas. 2016/17 noch in der Regionalliga Bayern (ein 0:0 in Ingolstadt) und ab September 2017 jeweils fünf Heimspiele in der Bayernliga Süd. Zuletzt am 23. April 2024 ein 4:1 gegen den TSV Nördlingen. Seine Bilanz mit den Löwen lautet: Zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen. Wollen wir hoffen, dass sich dies am Freitag in die positive Richtung entwickelt. Als Linienrichter war Markus Huber zwischen 2018 und 2021 auch in der 3. Liga aktiv. Unter anderem bei einem 3:0-Sieg der Löwen gegen Unterhaching im Juni 2020 auf Giesings Höhen. Allerdings Corona-bedingt vor leeren Rängen.

Verwarnungsstatistik von Huber

Insgesamt sind auf transfermarkt.de 243 Fußballspiele hinterlegt, die Huber als Hauptschiedsrichter geleitet hat. In diesen zeigte er nicht weniger als 1028 Gelbe, 45 Gelb-Rote und 48 glatt Rote Karten. 92 Mal verhängte er einen Strafstoß. Mit diesen Zahlen bewegt er sich in Sachen Verwarnungen absolut im Durchschnitt. Platzverweise und Elfmeter zeigt er aber damit jeweil in etwa jedem fünften Spiel, was fast doppelt so häufig ist, wie der allgemeine Schnitt in den obersten Ligen sechs Deutschlands. Auf den Elfmeterpunkt deutet er auch ein wenig öfter, als andere, ist aber mit seinen Werten nicht so weit weg von den Kollegen. Die junge Löwenmannschaft sollten gewarnt sein, dass Ihr beim Tabellenführer am Freitag Abend ein durchaus strenger und erfahrener Regelhüter begegnet.

Linienrichter 

Unterstützung erhält Markus Huber an den Seitenlinien von Christoph Stühler (36) aus Oesdorf im oberfränkischen Landkreis Forchheim und von Elias Küffner (27) aus Auerbach in der Oberpfalz. Stühler bringt die Erfahrung aus fast 100 Spielen als Schiri auf Landesliga-Ebene mit nach Memmingen. Als Assistent hat er 165 Einsätze in der Regionalliga Bayern auf dem Buckel. In der Saison 17/18, in der die erste Mannschaft der Löwen schon einmal auf Geheiss von Hasan Ismaik ein Jahr in dieser Spielklasse absolvierte, war Stühler Ende September 2017 beim 3:0-Auswärtssieg gegen den FC Unterföhring, das im Sportpark Heimstetten ausgetragen wurde, mit dem Fähnchen aktiv.
Der etwas jüngere Mitstreiter Küffner blickt auf 20 Spiele in Landesliga und Landespokal in seiner Karriere als Schiri zurück. In der Rolle, die er auch am Freitag Abend bekleiden wird, hat er bislang 33 Mal bei Spielen der Regionalliga Bayern mitgewirkt.

Vierter Offizieller

Das auch am Spielfeldrand alles gesittet abläuft soll Felix Gärtner als Vierter Offizieller sicherstellen. Der Mann, dessen exaktes Alter im Internet nicht zu ermitteln ist, ist der einzige Nicht-Bayern im Unparteiischengespann für das Spiel zwischen dem FCM und dem TSV 1860. Er kommt aus Dauchingen im baden-württembergischen Schwarzwald-Baar-Kreis. Entsprechend beschränkt sich seine Erfahrung als Teil eines Unparteiischenteams weitgehend auf den badischen Raum. Berührungspunkte mit den Münchner Löwen sind bislang keine vorhanden. Zeit werd’s…

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Titelbild: Juli 2019 auf dem Trainingsgelände an der Grünwalderstraße. Soeben hat Markus Huber (in der Bildmitte) das Spiel der 1860-Amas gegen den SV Donaustauf abgepfiffen. Die Gäste haben mit 2:1 gewonnen.

 

 

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