Das Bundeskartellamt hat seine finale kartellrechtliche Bewertung abgeschlossen und die 50+1 Regel offiziell für zulässig erklärt. Gleichzeitig sieht die Behörde aber auch Nachholbedarf bei einigen Vereinen und Konstrukten.

50+1 grundsätzlich kartellrechtlich zulässig

In einer Pressemitteilung teilt das Bundeskartellamt mit: “Das Amt hat unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zum Sportkartellrecht endgültig keine grundlegenden Bedenken gegen die 50+1-Regel.” Laut Rechtssprechung des Europäischem Gerichtshof sind Regeln, die den Wettbewerb einschränken, kartellrechtlich erlaubt – vorausgesetzt, sie dienen einem berechtigten Gemeinwohlinteresse und werden lückenlos sowie systematisch angewendet.

Darauf aufbauend kommt das Bundeskartellamt zu folgender Einschätzung: “Die Regel beschränkt zwar den wirtschaftlichen Wettbewerb um Investitionen im Profifußball. Das Ziel der Vereinsprägung und der Mitgliederpartizipation ist aber geeignet, eine Ausnahme von kartellrechtlichen Verboten zu rechtfertigen.” Gleichzeitig rügt das Bundeskartellamt aber auch bestehende Ausnahmefälle in Hinblick auf die lückenlose Durchsetzung der 50+1 Regel.

Ausnahmefall Leipzig

Die Methoden des Konstrukts aus Leipzig sind bekannt: Stand März 2024 hat diese Verfälschung eines Vereins zwar etwa 1.100 Mitglieder, von denen aber nur 23 stimmberechtigt sind. Diese stimmberechtigten Mitgleider stehen zudem alle in enger geschäftlicher Beziehung zum Unternehmen Red Bull. Eine stimmberechtige Mitgliedschaft wird nicht angeboten. Eine offentsichtliche, aber leider derzeit funktionierende Umgehung des Geistes der 50+1 Regel.

Ausnahmefälle Leverkusen & Wolfsburg

Sonderregeln für Werksvereine wie Bayer Leverkusen oder den VfL Wolfsburg, denen aufgrund jahrzehntelanger Förderung Mehrheitsübernahmen gestattet wurden, verstoßen nach Auffassung des Kartellamts ebenso gegen das Prinzip gleicher Wettbewerbsbedingungen. Auch bei der geplanten Neuregelung des Bestandsschutzes sieht die Behörde deutlichen Nachbesserungsbedarf.

Die TSG Hoffenheim fiel offiziell 2023 aus dieser Sonderregelung raus, als Mäzen Dietmar Hopp die Stimmrechtsmehrheit an den Mutterverein zurückgab. Inoffiziell hat sein Wort aber durch seine langjährige Rolle und dem Besitz eines Großteils der Kapitalanteile an der TSG Hoffenheim aber immer noch großes Gewicht.

Fehlende Umsetzung der 50+1 Regel bei Abstimmungen

Auch bei der eigenen Regeltreue sieht das Bundeskartellamt deutliche Mängel aufseiten der Bundesliga (ehemals DFL): Bei der umstrittenen Investorenabstimmung im Dezember 2023 versäumte es die Liga, die Einhaltung von 50+1 konsequent zu überprüfen. Obwohl bekannt war, dass der Mutterverein von Hannover 96 seinem Geschäftsführer Martin Kind eine Nein-Stimme angewiesen hatte, kontrollierte die DFL die Umsetzung dieses Weisungsrechts nicht. Unvergessen ist der Auftritt von Martin Kind in der Sendung Hart aber Fair, wo er sich bezüglich seines Abstimmungsverhaltens um Kopf und Kragen geredet hat.

Da das funktionierende Weisungsrecht des Muttervereins das Fundament von 50+1 bildet, stellt eine solch einfache Umgehung der Regel durch erklärte Gegner von 50+1 wie hier Martin Kind eine Gefährdung von 50+1 dar.

Dennoch: Bundeskartellamt beabsichtigt nicht gegen 50+1 vorzugehen

Trotz diesen Baustellen sieht das Bundeskartellamt aber keinen Grund gegen die 50+1 Regel vorzugehen: “Die 50+1-Regel erfüllt aktuell bei der weit überwiegenden Zahl der Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga das Gemeinwohlziel, breiten Bevölkerungsschichten mitbestimmende Partizipationsmöglichkeiten am Profifußball in Deutschland zu verschaffen. Das Bundeskartellamt sieht deshalb derzeit keinen Anlass, gegen die Anwendung der 50+1-Regel vorzugehen.”

Wie tiefgreifend die Entscheidung ist, zeigt ein Zitat aus der Mitteilung des Bundeskartellamts. Eine Abschaffung der Regel würde „die derzeit bestehenden Partizipationsmöglichkeiten in den Vereinen ausschalten“ und die Profiligen „vollständig für Investoren öffnen“ – wofür die Kartellhüter explizit „kein öffentliches Interesse“ erkennen können. Eine deutliche Absage an Gegner von 50+1 wie Martin Kind, Hasan Ismaik und Konsorten.

Bundesliga (ehemals DFL) ist nun in der Pflicht

Die Bundesliga hat nun den klaren Auftrag, bestehende Schlupflöcher zu schließen, Sonderrechte abzubauen und die eigene Regeltreue bei Abstimmungen strikt einzuhalten, um 50+1 endgültig rechtssicher zu gestalten.

Der Auftrag an Fans ist auch klar: Die Entscheidungsträger konsequent an die angesprochende Umsetzung erinnern und sie – falls sie es nicht tun – mit kreativen Protesten dazu motivieren.

 

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Loewe60

Das ist die Entscheidung einer ( wichtigen) Behörde…, keine Entscheidung des EuGH.. oder kennt jemand eine solche ?

Loewe60

Wenn das Weisungsrecht des Muttervereins das Fundament bildet, wie war es dann unbeanstandet möglich, daß HAM/Ismaik in der KGaA über den Aufsichtsrat das Budget bestimmen konnte ? Wer hat solche Verträge gemacht ? Der e.V ? Welche Personen ?

Leonie60

frag lieber wer hat sich dahingehend erpressen lassen, sowas zu unterschreiben.
Geld, Vertrag oder Insolvenz. Insolvenz damals halt schwierig, weil die Gemeinnützigkeit nicht gesichert war.

50+1 gilt für den Verband als durchgesetzt, wenn der EV das Weisungsrecht hat. Ob da ein AR vorher was bestimmt ist irrelevant, andererseits hätte man dem EV als Mitgesellschafter Treuverpflichtung vorwerfen können, wenn man zB den GF anweist, das Geld nicht auszugeben und damit zu versuchen aufzusteigen.

EchterLoewe

Hallo was bringt uns die 50+1?
Wir geben dem Investor die Schuld an allem und stehen jetzt nach dem Zwangsabstieg bei fast 0 da. Da wurde jetzt auch gute Arbeit geleistet damit wir eine Mannschaft haben und am Liga Betrieb Teil nehmen können aber das war ja auch das mindeste sonst wäre es noch schlimmer gekommen.
Aber was bringt uns 50+1 wenn an allem der Investor Schuld ist, wenn doch der Verein Stimmmehrheit hat. Konnte da nicht gegen gesteuert werden bzw. warum wird das Wappen verkauft? Da muss der Verein ja zu stimmen

Benson

Ich fürchte du musst ein bisschen was nachholen. Dir fehlen weite Teile der Geschichte.

_Flin_

Am Ende des Tages hats uns gebracht, dass wir den schlechtesten Investor aller Zeiten losgeworden sind. Dass er überhaupt da war, ist die Schuld vom KHW und dem AA-Grössenwahn. Und dass er so lange getrieben hat, was er getrieben hat, zeigt, dass 50+1 ein stumpferes Schwert ist, als die Meisten meinen.

Ansonsten empfehle ich, Dich zu informieren. “Warum wird das Wappen verkauft?” ist eine Frage, die so schlicht Unsinn ist.

tsvmarc

Alles an KHW festzumachen ist nicht richtig.

Kraiburger

Okay, let´s the party started …

_Flin_

Mei, haben genug Leute für das Stadion gestimmt. Und der Ziffzer hat die Anteile verscherbelt und den Mietvertrag unterschrieben. Und die Mannschaft ist sportlich abgestiegen, nach der Korruptionsaffäre.

Am Ende des Tages geht die Verantwortung auf die 25 Jahre lange Misere primär auf KHW und die Arena Entscheidung zurück. Und ganz konkret auf die sagenhaft schlechten Verträge und das Fehlen der zugesicherten “Abstiegsversicherung”.

Gepaart mit den ganzen Satzungsänderungen, die letztendlich 1860 zu einer Abnickbude gemacht haben, geführt von Präsidenten mit überschaubarer Befähigung für das Amt. Den Teil mit der Insolvenz hätten wir auch schon früher haben können, stattdessen haben wir noch 15 Jahre am Tropf von Schwester Ratchet drangehängt.

Und jetzt sind wir nach 25 Jahren Siechtum insolvent, weil wir statt Ende mit Schrecken immer den Schrecken ohne Ende gewählt haben.

tsvmarc

Genau, deswegen habe ich ja geschrieben: Alles.

Leonie60

hat ja auch keiner behauptet alles, aber ursächlich ist einfach KHW. Hätte man damals stattdessen das GWS nach Schwabl umgebaut …

Posicelli

Doch, es war der Beginn des Niedergangs.
Und es gibt ein Wort dafür: Größenwahn!

Leonie60

Das Wappen wurde nicht verkauft. Wildmoser hat es bei Ausgliederung der Profifußball Abteilung mit an die KGaA übertragen. Von dort wurden das kommerzielle Nutzungsrecht 2011 für 20 Jahre an Ismaik verkauft/verliehen. Nach 20 Jahren (2031) würde es zurück fallen.
Da die KGaA insolvent ist wird dieser Vertrag hinfällig werden.

EchterLoewe

Ja das habe ich falsch formuliert, meint damit man steht jetzt an einem Punkt an dem man sein eigenes Wappen, zwar vorübergehend, nicht selber kommerziell Nutzen kann.

Roloe

Das ist natürlich richtig. Nur kann man das den jetzigen Vereinsverantwortlichen nicht zum Vorwurf machen. Diese und alle in Zukunft Folgenden – und auch die Mitglieder – tragen die Verantwortung, dass so etwas nicht noch einmal passiert.

Leonie60

50+1 regelt, dass die Muttervereine die GFs ihrer ausgegliederten Profifußball Abteilungen stellen und diese per 50+1 in bestimmten Fällen anweisen können.
Dass das bei 60 durch Kooperationsvertrag, Sanierungsvereinbarung, HAM Seite Mehrheit im AR und Beirat ergänzt war und, dass man bereits von Anfang an sehr oft das gemacht hat, was Hasan wollte (aus Gründen – zB Schneider oder Geld) sollte bekannt sein.
Der Investor ist nicht an Allem schuld aber es war von Anfang an nahezu unmöglich mit ihm vernünftig zusammen zu arbeiten.

Kraiburger

Herzlich Willkommen bei sechzger.de

hier wird seit 2021 umfassend informiert. Für sämtliche Informationen, die du dir in den vergangenen 15 Jahren nicht selbst eingeholt hast, übernehmen weder dieser Plattform, noch deren Nutzer irgendwelche Verantwortung!

Aber um auf deine Frage zu antworten:
50+1 schützt deutsche Vereine und dessen Vereinswesen vor der Übernahme durch kapitalorientierte Heuschrecken, Konsortien mit Gewinnerzielungsabsichten oder sonstigen Egomanen. Kapitalorientierten Heuschrecken, Konsortien mit Gewinnerzielungsabsichten oder sonstigen Egomanen ist diese bundesweite Regel ein Dorn im Auge. Daher versuchen sie stets, diese Regel auszuhöhlen.

Ein sehr gutes Beispiel an der Notwendigkeit dieser Regel ist ein Regionalligaverein aus dem Münchner Stadtteil Giesing. Dort hat ein Teilhaber einer Fußballgesellschaft 15 Jahre lang versucht, auf Verein, Mitglieder und Umfeld Druck auszuüben um die vollständige Macht über den Verein mit seinen zwischenzeitlich knapp 30.000 Mitgliedern zu erlangen. Dabei war es ihm auch genehm, das sportliche Aushängeschild des Vereins zweimalig in die vierte Liga zu schießen. Sie glauben, diese Geschichte ist gelogen? Dann muss ich Sie enttäuschen!

Kraiburger

Freut mich wirklich sehr für die Vereine, die mit diesem Thema zu kämpfen haben.

Wir gehören ja gottseidank nicht dazu!

Dennis M.

Kleiner Auszug aus einem anderen Portal:

“Der TSV 1860 hat die Differenzen mit seinem bisherigen Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik auf seine Weise „gelöst“ und den Kooperationsvertrag gekündigt. Die Folgen sind bekannt: Zwangsabstieg, Millionenverluste und die wahrscheinliche Abwicklung der gemeinsamen Fußballfirma.”

-> War es nicht eher so, dass Ismaik die Differenzen mit dem TSV 1860 auf seine Weise gelöst hat, indem er den Darlehensvertrag gekündigt hat? Der Zwangsabstieg etc waren dann die Folgen dieser Kündigung. Der oben zitierte Absatz aus db24 entspricht daher nicht der Wahrheit. Die Kündigung des Kooperationsvertrages kam nach der Kündigung des Darlehensvertrages. Sollten irgendwelche Leute vom BVB, VfB, Saarbrücken, Kaiserslautern, Hannover, sonstigen Vereinen oder auch etliche Löwenfans, die evtl nicht so in der Thematik stecken und nur sporadisch informiert sind auf solche Artikel stoßen, dann wirft das ein schlechtes Bild auf den Verein, obwohl der Ablauf nicht der Wahrheit entspricht.

Ich bin ehrlich: falls 60 von seinem Hausrecht Gebrauch macht, könnte ich es immer mehr verstehen. Sie hätten langsam auch genug Gründe dazu, die so einen Schritt rechtfertigen und evtl sogar legitimieren.

Wer seinen Herzensverein für einen unzuverlässigen Geldgeber so in den Dreck zieht liebt meiner Meinung nach seinen Verein nicht. Dass OG hier nicht mehr gerne gesehen ist (oder wohl schon lange nicht) kommt nicht aus dem Nichts.

Last edited 1 Monat zuvor by Dennis M.
Benjisson

Wer die “Wahrheit” sucht egal zu welchem Thema wird bei Mordor24 nicht fündig.

Dennis M.

Es gibt halt sowohl von anderen Vereinen als auch dem eigenen Verein bestimmt einige Leute, die aufsteigen solche Artikel stoßen und dann mal lesen. Das wirft kein gutes Licht auf den Verein.

Dennis M.

die auf solche Artikel..*

Jetzt wurde der Satz geändert. Viel besser wurde er trotzdem nicht.

AlexLionSince91

Wenn es nach dem Kommerzblogger ginge, dürfte Infantino vermutlich auch Teile der Weltmeisterschaft an private Investoren veräußern. So denken offenbar auch seine Freunde, Großkopferte und deren Büttel.

Ah, verstanden. Du meinst, dass der gesamte Text sprachlich geschliffener und zugleich aggressiver werden soll – inklusive des Punktes mit der Nationalmannschaft. Etwa so:

Manchester United ist ein konkretes Beispiel dafür, dass man ohne die 50+1-Regel nicht automatisch besser dasteht: Trotz eines finanzstarken privaten Eigentümers und enormer Einnahmen versank der Klub über Jahre in sportlicher Krise, während die Fans gegen die Eigentümer und deren Geschäftsmodell protestierten.

In seiner Vorstellungswelt geht es den Vereinen offenbar immer dann gut, wenn es auch den Investoren gut geht – frei nach dem neoliberalen Trickle-down-Prinzip. Und selbstverständlich soll davon dann auch die deutsche Nationalmannschaft profitieren. Als würde mehr Kapital in den Händen privater Investoren automatisch für bessere Vereine und am Ende für eine stärkere Nationalmannschaft sorgen. Das ist nicht nur naiv, sondern eine ziemlich radikal-neoliberale Vorstellung vom Fußball.

Last edited 1 Monat zuvor by AlexLionSince91
Dennis M.

Im Kommentarbereich gibt’s auch einige, die andere Meinungen zu einigen Themen haben… zugegebenermaßen mittlerweile erst.

Last edited 1 Monat zuvor by Dennis M.
Joerg

Teile ? Alles !

Benson

Ich glaub du hast da einen Teil deiner Unterhaltung mit der KI drin gelassen.

Leonie60

Das geht jetzt genau seit 2017 und der ersten 4, nachdem er sich mit Hasan auf Ibiza getroffen hat und der ihm eine nicht unerhebliche Menge seiner Bücher abgekauft hat. Davor gibt es einige Ismaik kritische Artikel und mit der Wahrheit hat er es vorher auch genauer genommen.

Dennis M.

Ok, interessante Informationen. Woher weißt du das mit dem Treffen auf Ibiza?

Ok, du hast Recht, habe mich ausführlich informiert gerade im Internet. Mir war das gar nicht bewusst. Eventuell, weil es für mich einfach keine Relevanz hat.

Last edited 1 Monat zuvor by Dennis M.
Leonie60

hat er selbst drüber berichtet

Vorstopper

Also ich finde seine Berichterstattung eigentlich nicht informativ und er arbeitet halt mit Verdrehung von Fakten, billiger Polemik, sowie mit der Orthographie eines Drittklässlers. Gebracht hat es außer einer haßerfüllten Atmosphäre gar nichts. Es tritt regelmäßig bei Wahlen genau das Gegenteil von dem ein, was sich er und seine plärrende Minderheit wünscht. Von daher finde ich den Ansatz des Userd , OG nicht zum Märtyrer zu machen durchaus interessant.
Andererseits, was er Ehrenamtlichen und Engagierten im Verein wie, Robert Reisinger, Stephan Tempel, Nicolai Walch und zuletzt auch Gernot Mang angetan hat, ist menschlich unter aller Sau, zutiefst niederträchtig und nicht zu verzeihen. Leider scheint das nicht auszureichen um ihn aus dem Verein auszuschließen.
Deshalb befürworte ich zumindest die derzeitigen Maßnahmen, ihn nicht mehr auf die Spieltagspressekonferenz zu lassen und er darf auch nicht mehr filmen an der 114.

Dennis M.

“Gebracht hat es außer einer haßerfüllten Atmosphäre gar nichts.”

-> Ist auch so. Aber genau das schadet meiner Meinung nach 1860. Aber vielleicht ändern sich jetzt mit dem Neuanfang auch einige Dinge.

“Deshalb befürworte ich zumindest die derzeitigen Maßnahmen, ihn nicht mehr auf die Spieltagspressekonferenz zu lassen und er darf auch nicht mehr filmen an der 114.”

-> Ist es ihm untersagt oder kommt er freiwillig nicht zur PK?

Vorstopper

Meines Wissens wurde ihm die Zugangsberechtigung entzogen.

Dennis M.

Käme zumindest nicht aus heiterem Himmel, wenn dies so wäre..

_Flin_

Genaugenommen kam die Kündigung des Kooperationsvertrages nach dem Lizenzentzug, nicht nach der Kündigung des Kreditvertrags. Und die Ursache des Lizenzentzugs war, dass der Anteileigner zum wiederholten Male seiner Hauptpflicht aus dem Vertrag nicht nachgekommen ist. Diese bestand darin, die finanziellen Mittel für den Spielbetrieb bereit zu stellen, falls die Gesellschaft das nicht kann.

Dass Griss behauptet, der Zwangsabstieg sei eine Folge der Kündigung des Koopvertrags, ist schlicht eine dreiste Lüge. Und es ist nicht nur eine Unwahrheit, weil er die Reihenfolge der Ereignisse ganz genau kennt.

Loewe2004

Gut so, auch wenn die finale Entscheidung lange Zeit gedauert hat
Sowie eine abendfüllende und tiefgreifende Lektüre für den Ex-Investor und seinem Gefolge zum gescheiterten Investment bei unserem Löwenverein!

Seeloewe

Endlich gibt es eine klare Aussage zu 50+1 vom Kartellamt. Allerdings muß das auch für alle gelten, als erstes Leipzig aber auch Wolfsburg und Leverkusen, denn langjährige Unterstützung darf keine Vorschriften aushebeln.
Trotz meiner Abneigung zeigen die an der Seitenstraße daß man auch mit 50+1 dauerhaft ganz vorne in Europa mitspielen kann, aber die haben auch schon lange echte Macher und Experten an den entscheidenden Stellen, auch wenn sie unsympathisch sind.

age

Legal reich wurden nur wenige und bei dieser Kommerzfirma
sollte die schamlose Ausnutzung inkl. der Installation eines sog. “Investors” bei Sechzig, nur um ~100 Millionen Fördermittel für eine Arena zu erhalten und den Stadtrivalen klein zu halten, nicht unerwähnt sein.

Klimaloewe

Das Märchen vom klein halten kann ich angesichts der Inkompetenz und hybris unserer Funktionäre nicht nachvollziehen. Mir ist lieber, man konzentriert sich auf sich selbst und lässt andere ihres tun

age

Ich möchte den ganzen Schmarrn nicht nochmals aufarbeiten, den offensichtlich hast du eine ganze Menge nicht mitbekommen.

Aber überleg mal, z.B. wer hat Kapitalaufstockung blockiert, wer wollte Erbpachtvertrag nicht ändern, wer will die Einnahmequelle Merch noch immer nicht an den Verein rückübertragen, wer hatte die Mehrheit im AR, hat das Budget bestimmt und hat die KGaA immer weiterverschuldet, wer hat die Profis zweimal in Liga 4 geschickt, wer hat Sechzig innerstädtisch und überregional blamiert und den Verein sowie Funktionäre torpediert?.

So jetzt erkläre uns mal, was das mit Inkompetenz und Hybris unserer Funktionäre zu tun hat.

D.Pest

So, so..die roten Klatschpappen haben also Macher und Experten am Start. Meinst du den Steuerhinterzieher oder den Rolexschmuggler, die gerne und ungefragt ihre „Ratschläge“ an andere Vereine als „der Weisheit letzter Schluss“ anbiedern.. Darauf kann ich getrost verzichten. 
Allerdings muss ich zugeben, dass mich drüben das Rotbäckchen zu meinem Namen inspiriert hat. Er hatte Anfang der 2000er mal gesagt, wenn man mit jemand von Sechzig redet, hat man nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Voila!

Posicelli

Wir sind ein “Verein”, die, von denen Du sprichst haben mit einem Fußball Verein nichts zu tun. Das ist ein Unternehmen mit dem Ziel Geld verdienen.
Egal wie, auch wenn es zwielichtig ist.
Moral und Anstand nur theoretisch vorhanden.

Klimaloewe

Genau genommen ist die Gmbh auch ein Unternehmen mit gewinnerziehlungsabsicht…

Kraiburger

Hat aber mit dem TSV 1860 München e.V. nur einen einzigen Shareholder, an den ausgeschüttet werden darf. Und dabei handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein.

Unsere damalige kgaa hatte einen weiteren gewinnerzielungs-Shareholder am Popo, und die Schmutz AG wird von 3 Dax-Großkonzernen getrieben. Let’s call it a difference!

Benson

Da gibt es weitaus bessere Beispiele als Fröttmaning. Das ist selbst ein Investorenclub.

Die können halt auf Grund ihres CL-Abos und der damit einhergehenden astronomischen Bewertung schon mit dem Verkauf von 10% richtig Asche machen und müssen keinen Investor in die Nähe eines dominierenden Anteils lassen. Trotzdem haben sie den CEO eines der Investoren zum AR-Vorsitzenden und Präsident gewählt.

Der Trick ist zu verkaufen wenn man oben auf ist – oder gar nicht.

Florian Berger

Die Seitenstraße musste, als sie die Weltauswahl 74 hatten, von Adidas gerettet werden erst 79 kam U.H.. Auch sie hätten ohne Sponsoren keine Macher gehabt.