Die Rubrik Der Mann an der Pfeife (oder ggf. auch Die Frau an der Pfeife) stellt unseren Leser*innen den Schiedsrichter (oder die Schiedsrichterin) der jeweils nächsten Partie des TSV 1860 in der 3. Liga vor. Heute geht es an dieser Stelle um Robert Schröder aus Hannover, der das Auswärtsspiel der Löwen beim SSV Jahn Regensburg am Sonntag Nachmittag (16.30 Uhr, im sechzger.de Liveticker) leiten wird.

Schröder, ein erfahrener FIFA Schiedsrichter

Mehr (sogar internationale) Erfahrung war bislang kaum bzw. gar nicht an der Pfeife, wenn die Löwen in dieser Saison in der 3. Liga gegen den Ball traten. Robert Schröder pfiff schon vor über sieben Jahren sein erstes Bundesligaspiel. Es folgten 80 weitere Partien im Oberhaus, zuletzt am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison. Neben einigen Einsätzen in der Qualifikation für die Europapokalwettbewerbe, war er auch schon 63 Mal in der 2. Bundesliga aktiv. Da seine Karriere in der Zweitklassigkeit schon im Jahr 2015 begann, begegnete er dort auch noch dem TSV 1860 zweimal. Dazu weiter unten mehr. In der 3. Liga stehen für Schröder 56 Partien seit Sommer 2013 zu Buche. Seine Premiere in der Drittklassigkeit feierte er übrigens just in Regensburg, allerdings noch im alten Jahnstadion, bei einem 3:5 gegen den Chemnitzer FC.

Karten- und Elfmeterstatistik in der 3. Liga

Der mit 40 Jahren zweitälteste Referee, den die Löwen heuer bislang als Spielleiter zugeteilt bekommen haben (nur in Aachen war mit Robert Kampka ein noch älterer Mann in schwarz im Einsatz), kann was seine Kartenbilanz anbelangt, als durchschnittlicher Schiri bezeichnet werden. Genau vier Gelbe Karten zeigt Schröder durchschnittlich pro Spiel und alle neun Partien eine Gelb-Rote oder eine glatt Rote Karte. In Sachen Strafstöße ist er dagegen schneller, als manch anderer Kollege zur Stelle: Häufiger, als in jedem dritten Spiel zeigt Schröder auf den Punkt.

Sehr erfreuliche Löwenbilanz

Insgesamt erst fünf Spiele des TSV 1860, dreimal in der 2. Bundesliga, zweimal in der 3.Liga pfiff der für den auf den schönen Namen SG Blaues Wunder hörende aktive Schröder in der Vergangenheit. Was angesichts seiner langen Erfahrung eher wenig ist. Die Bilanz sieht dabei – abgesehen von der Premiere – ganz hervorragend aus! Vor ziemlich genau zehn Jahren leitete er in der Arena am Müllberg vor 14.300 Zuschauern an einem tristen Freitag Abend in der Vorweihnachtszeit ein 1:3 gegen den 1. FC Heidenheim. Weniger als drei Monate später war er bei einem 1:0-Sieg für die Löwen auf dem Betzenberg dabei. Ein weiteres Jahr danach, am Freitag, den 5. Mai 2017 siegte Sechzig mit 2:1 in Dresden unter der Leitung von Schröder. Das spätere Abrutschen in die Relegation und den Abstieg in dieser (gegen Jahn Regensburg) konnte der Triumph in Sachsens Hauptstadt freilich auch nicht verhindern. Seine beiden Drittligaeinsätze unter Beteiligung von Münchens Großer Liebe rühren aus dem September 2019 (ein 3:1-Sieg gegen den FCK) und vom 24. April 2022. Gerne erinnern wir uns an diese letzte Begegnung mit Schröder, einen epischen 6:0-Sieg beim MSV Duisburg. Wenn er die Löwen pfiff, kam der FIFA-Schiri übrigens stets mit relativ wenig Verwarnungen gegen sie aus. Nur jeweils einmal (beim Sieg auf dem Betze 2016 zweimal) zeigte er Spielern des TSV 1860 den gelben Karton. Dies darf – wie seine generelle Erfolgsquote in unseren Spielen – auch am Sonntag sehr gerne so bleiben!

Das Unparteiischen-Team 

Unnterstützt wir Robert Schröder in Regensburg an der einen Seitenlinie von Dr. Jan Clemens Neitzel-Petersen (38) aus Hamburg. Er blickt auf 115 Bundesliga-, 63 Zweit- und 80 Drittligaspiele als Linienrichter zurück. Viermal assistierte er dabei gegen 1860, u.a. beim oben angesprochenen 3:1 gegen den FCK, das Robert Schröder als Schiri leitete. Der zweite Assistent ist Robert Wessel (40) aus Berlin. Auch er hat reichhaltige Erfahrungen aus 94 Bundesliga-, 85- Zweit- und sogar 115 Drittligaspielen vorzuweisen. Den Löwen begegnete er dabei viermal. Wessel war beim in dieser Saison bislang einzigen Schiri-Einsatz von Schröder, einem Europaleague-Qualifikationsspiel im dänischen Midjylland auch mit dabei.
Der vierte Offizielle in Regensburg ist schließlich Jonas Krzyzanowski aus Neuburg an der Donau. Er ist mit 23 Jahren der Jungspund im Unparteiischen-Team am Sonntag. Er pfeift als Hauptschiedsrichter seit drei Jahren in der Regionalliga Bayern, in der 3. Liga ist er seit zwei Jahren als vierter Offizieller unterwegs. An seine letzte Begegnung in dieser Funktion mit den Löwen haben wir sehr schlechte Erinnerungen: Es handelte sich um das 1:5 gegen Hoffenheim II zum Wiesnauftakt vor sieben Wochen.

– – – – –
Titelbild: Aufnahme von einem historischen Spiel der Löwen mit Schiedsrichter Robert Schröder. 6:0 siegte 1860 im April 2022 in der Schau-ins-Land-Reisen-Arena in Duisburg.

 

0 0 votes
Artikelbewertung
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Newest
Oldest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments