Die Rubrik Der Mann an der Pfeife (oder ggf. auch Die Frau an der Pfeife) stellt unseren Leser*innen den Schiedsrichter (oder die Schiedsrichterin) der jeweils nächsten Partie des TSV 1860 in der 3. Liga vor. Heute beschäftigen wir uns mit Felix Prigan aus Deizisau im württembergischen Landkreis Esslingen, der das Spiel der Löwen beim FC Hansa Rostock (morgen, 18:60 – im sechzger.de-Liveticker) leiten wird.
Schon recht viel Erfahrung
Mit insgesamt 141 – auf transfermarkt.de gelisteteten – gepfiffenen Spielen weist der 26jährige Felix Prigan schon einiges an Erfahrung als Referee auf. Die höchste Spielklasse, die er persönlich kennenlernen durfte, ist die 2. Bundesliga, in der er in dieser und vergangener Saison insgesamt 15 Partien leitete. Ein Spiel weniger zählt seine Drittligabilanz aus den Spielzeiten 23/24 (zehn) und 24/25 (vier). In der aktuellen Saison ist sein Einsatz morgen in Rostock die Premiere.
Zweimal die Löwen gepfiffen
Spiele des TSV 1860 München hat der Schwabe, der offiziell für den TSV Deizisau pfeift, bereits zweimal begleiten dürfen. Jeweils auf Giesings Höhen. Zum einen das 3:1 gegen Viktoria Köln am 6. April 2024, in dem er zwei Gästespielern – aber keinem Löwen – Gelbe Karten zeigte. Zum anderen das – sportlich allerdings bedeutungslose – 0:2 gegen Arminia Bielefeld zum Saisonfinale gut einen Monat später. Hier kam er die ganze Partie über mit einer einzigen Gelben Karte aus, die er Arminia-Legende Fabian Klos – quasi als Abschiedsgruß – in dessen letztem Profispiel unter die Nase hielt. Einem Spieler des TSV 1860 hat Schiedsrichter Prigan also noch nie eine Karte gezeigt. Mal sehen, ob diese Serie morgen in Rostock hält.
Prigan kein großer Karten-Spieler
Auszuschließen ist das nicht. Schließlich ist Felix Prigan keiner, bei dem die Verwarnungen besonders locker sitzen. In seinen bislang insgesamt 14 Drittligaspielen hat er ingsesamt nur 53 Gelbe Karten gezeigt. 3,78 durchschnittlich pro Spiel. Nur zweimal zog er Gelb-Rot und einmal glatt Rot. Allein zwei dieser drei Platzverweise erfolgten übrigens in einer Partie. Beim 2:1 des FC Ingolstadt gegen Rot-Weiss Essen im November 2023. Die sechs von Prigan in der 3. Liga verhängten Strafstöße (also fast jedes zweite Spiel einer) sind hingegen ein relativ hoher Wert.
Linienrichter aus dem hohen Norden
Unterstützt wird der Schiedsrichter morgen Abend im Rostocker Ostseestadion von Eric Müller aus Bremen. Er stand zuletzt beim grandiosen 3:0 der Löwen in Mannheim im April bei einem unserer Spiele an der Seitenlinie. Die andere Fahne hat Fynn Kohn aus Husum in den Händen. Seine letzte Begegnung mit Sechzig hatte er am 8. Februar beim 1:1 gegen Ingolstadt. Der vierte Offizielle ist schließlich Alexander Roppelt aus Lübeck. Sein letzter Berühungspunkt mit 1860: Ein Einsatz als Linienrichter beim 2:2 gegen Osnabrück im Oktober letzten Jahres in München. Für das Viererteam, das der DFB in den hohen Nordosten entsendet, ist die Zusammenarbeit eine Premiere. Man hat noch nie zuvor in dieser personellen Konstellation ein Spiel geleitet.
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Titelbild: Im orangenen Schiri-Trikot. Felix Prigan bei seinem letzten Kontakt mit den Löwen am 18. Mai 2024 beim letzten Heimspiel auf Giesings Höhen gegen Arminia Bielefeld.










