Martin Wilke aus Merzhausen im Schwarzwald ist der Mann an der Pfeife, wenn die Löwen am Samstag Nachmittag (14 Uhr – im sechzger.de-Liveticker) das letzte Drittligaspiel dieser Saison beim SC Verl bestreiten. Der inzwischen 29jährige begegnet 1860 damit als erster Schiedsrichter bereits zum dritten Mal in der am Samstag zu Ende gehenden Spielzeit.
Die zwei Spiele mit Wilke in der laufenden Saison
Sowohl vor dem 3:1-Heimsieg gegen den MSV Duisburg am 19. Oktober letzten Jahres, dem ersten Spiel von Markus Kauczinski als Löwentrainer, als auch vor dem 2:2 gegen Alemannia Aachen am 31. Januar 2026, durften wir Euch Martin Wilke schon näher vorstellen und verweisen an dieser Stelle auf die beiden hier verlinkten Artikel aus der Rubrik “Der Mann an der Pfeife”. Beim Spiel gegen die Alemannia erwischte Wilke leider einen rabenschwarzen Tag, der vom kicker mit der Note 6,0 abestraft wurde. Eine ganze Batterie an strittigen Entscheidungen und eine chaotische Schlußphase waren zu beklagen. In unseren Stimmen zum Spiel meinte Bernd Winninger danach, er sei “…auf Rafatis Auswertung zur Schirileistung extrem gespannt”. Am Montag diskutierte besagter Babak Rafati auf liga3-online dann tatsächlich satte sechs strittige Szenen aus dem Spiel. Wobei er nur zweimal zur Entscheidung kam, Wilke habe eine Fehlentscheidung getroffen. Im sechzger.de Talk 248 fanden die Gäste kritische, aber gewohnt differenzierte Worte für den Mann an der Pfeife in diesem Spiel.
Erstes Auswärtsspiel der Löwen in 25/26
Nun kommt es also erstmals in dieser Saison zu einem Auswärtsspiel der Löwen unter der Leitung von Martin Wilke. In Summe pfeift er schon zum fünften Mal den TSV 1860, was angesicht von ingesamt erst 23 Partien in der 3. Liga seit Sommer 2024 durchaus bemerkenswert ist. Keinem anderen Verein in dieser Spielklasse begegnet Wilke so häufig. Positiv aus Löwensicht: Verloren haben wir unter seiner Leitung noch nie. Neben den beiden angesprochenen Heimpartien der laufenden Spielzeit war er in der Vorsaison beim 1:0 gegen Hannover II und beim 1:1 auf dem Aachener Tivoli im Einsatz.
Karten- und Elfmeterstatistik
Statistisch gesehen bleibt Martin Wilke mit 128 Gelben Karten in 23 Spielen ein relativ strenger Regelhüter, was Verwarnungen anbelangt. Zu den beiden Ampelkarten, die er in seiner Anfangsphase als Drittligareferee gezeigt hat, ist in dieser Saison hingegen keine einzige mehr hinzugekommen. Im Vergleich zu den Kollegen zückt er entsprechend sehr selten gelb-rot. Schon viermal und damit doppelt so häufig zeigte er allerding die glatt Rote Karte (u.a. schon gegen Raphael Schifferl). Fast doppelt so häufig, wie andere Referees in Liga drei. Und auch die elf Elfmeterentscheidungen, die bislang von Wilke ausgesprochen wurden, sind ein deutlich überdurchschnittlicher Wert. Im Heimspiel der Löwen gegen Aachen Ende Januar gab es sogar gleich zwei davon – einen für die Löwen und einen für die Gäste.
Bekannte Linienrichter
Unterstützt wird Martin Wilke in Verl an den Seitenlinien – wie schon bei den 1860-Spielen gegen Duisburg und Aachen – vom 30jährigen Mathias Heilig aus Klettgau und vom Mike Forster (28) aus Obererdingen bei Karlsruhe. Ein absolut eingespieltes Team: Heilig war bei allen 13 Drittligaspielen von Wilke in dieser Saison als Assistent dabei, Forster fehlte nur zweimal. Für beide ist das Spiel in Verl erst die dritte Begegnung mit den Münchner Löwen. Und die erste, die nicht in Giesing stattfindet.
Vierter Offizieller aus Bremen
Chrisoph Kluge aus Bremen – und damit einziger nicht Baden-Württemberger im Unparteiischenteam für Samstag – ist in der Sportclub-Arena als Vierter Offizieller mit dabei. Der 25jährige begegnete den Löwen als Linienrichter in diesem Kalenderjahr auch schon: Eine Woche nach dem oben angesprochenen 2:2 gegen Aachen beim 1:1 in Osnabrück. Und als Vierter Offizieller war er am 28. September 2024 beim 2:1-Sieg der Löwen im Stadion Rote Erde gegen Borussia Dortmund II mit dabei
Titelbild: Giesing am 31. Januar. Vor dem Spiel gegen Alemannia Aachen gibt es eine Schweigeminute für den verstorbenen Schiedsrichter Eugen Strigel. Martin Wilke und sein Team sowie die Spieler beider Teams haben sich dafür am Mittelkreis versammelt.










