Während ich diesen Text schreibe, strahlt die Sonne durch das Fenster und nährt die Vorfreude auf das morgige Spiel. Es steht ein richtiges Traditionsduell an, gegen einen neuen Lieblingsgegner der Löwen. Seit ihrer Rückkehr in den Profifußball hat der TSV 1860 noch nie gegen die Kaiserstädter verloren und wir hoffen das dies auch morgen so bleiben wird. Auch wenn sich die gut 1500 Gelb-Schwarzen sicher etwas anders wünschen, wenn sie ihrem Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e.V. hinterher reisen!

Aktuelles – die Ausgangssituation

Zum ersten Mal in dieser Rückrunde gehen die Löwen als klarer Favorit in die anstehende Partie. Die Alemannia steht aktuell auf Rang 15 der Tabelle, was sich in 24 Punkten – 2 Punkte auf einen Abstiegsplatz – und einer Bilanz von 7-3-11 ausdrückt. Die exakt gleiche Bilanz weist der Jahn aus Regensburg auf, die Aachener müssen sich aber aufgrund des schlechteren Torverhältnisses von -8 (31:39) hinter den Oberpfälzern einreihen.

Die als offensivschwach geltenden Westdeutschen haben also genau so viele Tore erzielt wie die Löwen, nur die Defensive steht weniger stabil. Interessanterweise würde man vom öffentlichen Bild der Alemannen das genaue Gegenteil vermuten. Doch es heißt aufpassen, da die Kaiserstädter am letzten Spieltag mit einem Auswärtssieg in Hoffenheim für einen Achtungserfolg sorgen konnten. Davor musste man sich aber Osnabrück klar mit 0:3 geschlagen geben. Die Tests im Trainingslager liefen in Ordnung (Niederlage gegen Bochum, Sieg gegen Jena), im Dezember holte man aber nur magere zwei Punkte.

Außerdem sammelte der ATSV bisher bei sämtlichen Auswärtsspielen unterhalb Aachens die die volle Punkteausbeute ein. Dagegen sprechen könnten einige Verletzungssorgen im Kader. So fallen unter anderem die Stammkräfte Lorch und Heister aus, auch Mika Hanraths ist noch nicht wieder matchfit.

Wintertransfers

Noch vor dem Winter wurde in Aachen auf der Trainerbank rochiert. Als Nachfolger von Benedetto Muzzicato leitet nun der aus Regensburg bekannte Mersad Selimbegovic das Training am Tivoli. Sonst stand der Winter unter dem Motto Griechenland. Der erste Neuzugang war Innenverteidiger Petros Bagalianis (24) von AE Larisa (1. Liga GRE), danach nahm man Testspieler Fotios Pseftis (22) per Leihe mit Kaufoption unter Vertrag. Der griechische Torhüter kommt vom FC Lugano (1. Liga SWZ) und ist mittlerweile die Nummer 1 in der Kaiserstadt.

Dies liegt vor allem daran, dass Gladbach die Leihe von Jan Olschowsky (24, TW) beendet hat und ein Platz im Torhüterteam freigeworden ist. Olschowksy war in seiner zweiten Saison am Tivoli die klare Nummer 1 und hinterlässt nun eine Lücke. Diese wurde spontan mit viel Routine aufgefüllt. Manuel Riemann (37) ist ab sofort Teil des Kaders und soll als Ersatz für Pseftis fungieren. Der exzentrische Mühldorfer war bislang vereinslos und hat mit dem VfL Bochum schon Bundesliga gespielt.

Das Hinspiel

Das Hinspiel hielt für die vielen mitgereisten Sechzger eine späte Erlösung bereit. Vor dem Spiel zeigte die Karlsbande eine große Choreografie zu ihrem 15-jährigen Bestehen.          In der ersten Hälfte taten sich die Löwen gegen eine mutig aufspielende Alemannia sehr schwer, die Gastgeber konnten sich aber zu selten wirklich gefährlich durchsetzen.

 

Ein ähnliches Bild zeigte sich in der zweiten Hälfte, wobei die Löwen mehr dagegen hielten. Nach der Gelb-Roten-Karte gegen Gaudino in der 64. Minute hatte der TSV 1860 aber Übergewicht und erspielte sich mehr Chancen. Spät in der Partie erzielte dann der eingetauschte Hobsch die Führung, die Philipp dann in der Nachspielzeit noch etwas glücklich auf 2:0 erhöhte. Großer Jubel unter den Löwen – warum dieser Sieg so viel bedeutete, war niemandem ganz klar, es fühlte sich aber super an!

 

Der 22. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr TSV Havelse 1912 – FC Erzgebirge Aue
Samstag 14:00 Uhr 1. FC Saarbrücken – VfL 1899 Osnabrück
14:00 Uhr FC Viktoria Köln 1904 – SV Waldhof Mannheim 07
14:00 Uhr FC Energie Cottbus – TSG 1899 Hoffenheim II
14:00 Uhr TSV 1860 München – Aachener TSV Alemannia
14:00 Uhr FC Hansa Rostock – FC Ingolstadt 04
16:30 Uhr 1. FC Schweinfurt 05 – SSV Jahn Regensburg
Sonntag 13:30 Uhr SSV Ulm 1846 Fußball – MSV 02 Duisburg
16:30 Uhr SC Verl 1924 – VfB Stuttgart 1893 II
19:30 Uhr Rot-Weiss Essen – SV Wehen Wiesbaden

 

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