Wer dachte, dass das Kapitel Hasan Ismaik beim TSV 1860 München Geschichte sein würde, muss sich nun eines Besseren besinnen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, reichte Ismaik nun wegen der Insolvenz der KGaA Schadenersatzklage ein.

Bild: Ismaik lässt Gauweiler Schadenersatzklage einreichen

Der Bild zu Folge hat Imsaiks Anwalt Dr. Peter Gauweiler beim Landgericht München I eine Schadenersatzklage gegen die Verantwortlichen des TSV 1860 München e.V. eingereicht. Gegen wen sich die Klage genau richtet, ist bisher nicht bekannt. Die Bild-Zeitung zitiert Ismaik folgendermaßen: „Meiner Ansicht nach wurde die Insolvenz von den Verantwortlichen von 1860 pflichtwidrig herbeigeführt. Auch die Gründung des zweiten Unternehmens und die damit verbundenen Handlungen betrachte ich als Teil dieses sittenwidrigen Vorhabens, und jeder, der diese Handlungen genehmigt oder dazu beigetragen hat, sollte zur Rechenschaft gezogen werden.“ Es ist also davon auszugehen, dass sich die Klage persönlich gegen die Verantwortlichen des e.V. richtet.

Klage noch nicht zugestellt

Aktuell ist die Klage den Beklagten noch nicht zugestellt. Offenbar wurde der Streitwert in der Angelegenheit noch nicht festgelegt. Dementsprechend konnte auch der Kostenvorschuss des Klägers noch nicht berechnet und hinterlegt werden. Da Ismaik in den Vereinigten Arabischen Emiraten (also außerhalb der EU) lebt, können die Beklagten eine Sicherheit für Prozesskosten verlangen. Auch diese scheint von Ismaik noch nicht gestellt worden zu sein. Das Präsidium gab uns gegenüber zum aktuellen Stand keine Stellungnahme ab.

Wie kam es zur Insolvenz?

Am 3. Juni verstrich eine Frist des DFB zur Hinterlegung einer Sicherheit in Höhe von 2,7 Mio. €, ohne dass Hasan Ismaik den entsprechenden Betrag auf dem Konto des DFB hinterlegte. In der Folge musste 1860 zum zweiten Mal in der Ismaik-Ära zwangsabsteigen. In der Folge kündigte die Bayerische ihren Vertrag als Hauptsponsor und ein Großteil der Jahreskartenbesitzer forderte das Geld für die bereits gezahlten Jahreskarten für die dritte Liga zurück. Am 1. September war es dann soweit und die KGaA ging offiziell in Insolvenz.

 

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12 Comments
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TirolerLoewe

Ich vertraue mal auf die Aussage unseres Präsidenten dass alles rechtlich geprüft und wasserdicht ist. Irgendwann haben wir die Sache überstanden.

Aymen1860

Wenn er meint. Der e.v.  prüft ja ebenfalls seine Ansprüche gegen Ismaik. Irgendwann ist die Sache dann ausgestanden. 

 

Stephan Tempel

War doch klar, dass das noch kommt. Sind die letzten Zuckungen.

Was will er denn? Hat alles selber zu verantworten und der einzige „Schaden“ ist, dass er nicht mehr jedes Jahr ein paar Millionen hinterherschieben muss.

Zum Schluss hat Gauweiler ein paar Kröten mehr auf dem Konto, Hasan ein paar weniger – und wir sind bestens unterhalten worden.

Leid tut es mir nur für Zeit, Geld und Nerven unserer ehrenamtlichen Vereinsvertreter. Danke für euren Einsatz.

BenTen

Ist denn heute schon der 1. April?

D.Pest

Muss gerade an ein Sprichwort denken:

„Nicht ärgern, wenn dir ein Vogel auf den Kopf kackt, sei froh dass Kühe nicht fliegen können.“

 

age

Welche RA seitens HI hier involviert sind, wäre interessant zu wissen.
Auserdem, wie ist der Stand im Insolvenzverfahren?
Hier ist ja auch die Frist der Insolverzforderungen am 20.10.26 verstrichen.

Last edited 45 Minuten zuvor by age
age

stimmt, merci, hab ich überlesen 🙁

Daniele60

SadS

Gregor_Deutelmoser

Wenn er direkt auf die Personen zielt, hat zumindest der e.V. in Sachen Finanzplanung / Rückstellungen nichts zu fürchten.

Erfolgsaussichten halte ich für gering und auf den angeblichen Schaden bin ich gespannt.

Realbavarian

Hasan will Respekt in Form  von 85 Millionen…welch ein Uli Freund…

Realbavarian

Ist ja seine  angebliche Investition..soweit  ich weiß