Mit Spannung ist der 01.09. erwartet worden, die große Überraschung blieb jedoch aus: Die TSV 1860 KGaA geht offiziell in die Insolvenz. Damit ist auch klar: Der Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig hält eine Sanierung offensichtlich für nicht mehr möglich.
Wie aus dem offiziellen Portal für Insolvenzbekanntmachungen hervorgeht, wurde das Insolvenzverfahren über die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA sowie über die TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH eröffnet.
Die entsprechenden Verfahren werden unter den Aktenzeichen 1502 IN 2387/26 beziehungsweise 1502 IN 2389/26 geführt.
Hinweis auf der Seite des Insolvenzverwalters Liebig
Auf der Homepage des Insolvenzverwalters Dr. Max Liebig befindet sich auf der Startseite prominent platziert ein Hinweis für alle Gläubiger der TSV 1860 KGaA. Dort steht in einem gelben Kasten:
Hinweis zum Verfahren TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA:
Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA ist am 01.09.2026 eröffnet worden (Beschluss). Als Gläubiger mit Forderungen gegenüber dem TSV München 1860 GmbH & Co. KGaA werden Sie in Kürze postalisch über die weiteren Schritte für die Anmeldung Ihrer Forderungen informiert und erhalten einen sogenannten GIS-PIN. Die elektronische Eingabe Ihrer Forderung kann sodann mit dem Ihnen übermittelten GIS-PIN über unser Gläubigerinformationssystem erfolgen.
Für allgemeine Fragen finden Sie weitere Informationen in unseren FAQs zum Verfahren.
Spielbetrieb der Fußballmannschaft des TSV 1860 nicht betroffen
Nicht davon betroffen ist die aktuelle Fußballmannschaft des TSV 1860. Der TSV München von 1860 eV hatte vor wenigen Wochen eine neue Gesellschaft für den Spielbetrieb gegründet. Die KGaA hat kein gültiges Spielrecht mehr.
Der TSV 1860 spielt am heutigen Abend im Toto-Pokal daheim im Sechzgerstadion gegen Buchbach, Karten gibt es noch online und an der Tageskasse.
Der Löwe ist wieder zurück beim TSV 1860
Eine erste spektakuläre Nachricht gibt es bereits: Der Löwe ist wieder zurück beim TSV 1860 – zum Artikel.
Mehr in Kürze











Frage: Wenn es heißt, dass die Spielbetriebs-GmbH die U19, U21 und die ehemaligen Spieler der KgaA übernimmt, gilt das dann nicht auch für Reinthaler, Maier?
Nein, nur für die, die Vertrag hatten für die RL und U19, U21
Frage: Wenn es heißt, dass die Spielbetriebs-GmbH die U19, U21 und die ehemaligen Spieler der KgaA übernimmt, gilt das dann nicht auch für Reinthaler, Maier?
Die hatten keinen Vertrag für die Regionalliga und waren dementsprechend bereits mit dem Lizenzentzug vertragslos.
Danke!
Hatte nicht gedacht, dass ich mich mal freue, über eine Insolvenz.
Naja, einige Mitarbeiter werden sicherlich die Kündigung kriegen, das ist leider nicht so schön.
Mir tut es auch leid für alle Mitarbeiter. Aber man muss auch ehrlicherweise sagen: wenn das Unternehmen, für das du arbeitest,
1. Jahr für Jahr Verluste schreibt,
2. faktisch überschuldet ist
3. Zwei untereinander zerstrittenen Gesellschaftern gehört
4. Von einem launischen Geldgeber ohne Business-Plan künstlich am Leben gehalten wird
dann weißt du was auf sich zukommt und legst dir einen Plan B zu.
Hallo zusammen,
was ich weder hier (bisher) noch auf der Homepage von Liebig bzw. im Beschluss des Amtsgerichts verstehe:
Ich habe meine Dauerkarten seinerzeit gekündigt und um Erstattung gebeten. Gemäß dem „vorformulierten“ Text der Szene.
Reicht das jetzt schon um Gläubiger zu sein, oder muss ich mich nochmals separat melden?
Die werden doch kaum an ~6.000 Leute jetzt Briefe verschicken, oder?
Weiß da schon jemand mehr oder kennt sich im Insolvenzrecht besser aus? 😌
Alle Dauerkartenbesitzer werden direkt angeschrieben und haben bis 31.10.2026 Zeit, sich als Gläubiger der KgaA einzutragen.
Am 1.12.2026 ist laut Beschluss dann eine Gläubigerversammlung in der kleinen Olympiahalle. Dort wird allen Gläubigern der Stand der KgaA mitgeteilt.
Das wird a heiße Veranstaltung werden. Eine Handvoll Geschäftsleute und ein paar tausend grantinge Fans
Nein, bis zum 20.10.
Siehe Beschluss Amtsgericht.
https://inso-liebig.de/wp-content/uploads/2026/09/1502_IN_2387_26_Abschrift_Beschluss_v_01_09_2026.pdf
Interessant dazu auch der Artikel von BR24 Sport. Darunter u.a.:
Ein Beispiel für ein Insolvenzverfahren bei einem Fußballverein gibt der 1. FC Kaiserslautern im Sommer 2020. Der damalige Insolvenzverwalter Dirk Eichelbaum erklärte gegenüber BR24Sport die Folgen eines Insolvenzverfahrens für die Spieler wie folgt: “Wenn das Verfahren eröffnet wird, dann besteht ein Sonderkündigungsrecht sowohl für den Insolvenzverwalter als auch für den jeweiligen Spieler oder für alle Arbeitnehmer. Er kann mit einer Frist von drei Monaten dann kündigen. Also auch ein Spieler kann mit dieser verkürzten Frist kündigen, auch wenn er noch einen Dreijahresvertrag hätte beispielsweise.”
Sollten die Spieler, die noch bei der KGaA unter Vertrag stehen, von diesem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, wären sie in drei Monaten ablösefrei auf dem Markt verfügbar und könnten innerhalb der nächsten Transferperiode von einem neuen Verein verpflichtet werden.
In deinem Szenario wären sie dann allerdings bis zum Winter arbeitslos, dass wird so niemals passieren.
Das realistischste Szenario für mich ist, dass sich die Spieler auf einen neuen Vertrag bei der GmbH einigen und anschließend dem Insolvenzverwalter eine einvernehmliche Vertragsauflösung anbieten. Daher gehe ich davon aus, dass die GmbH in den nächsten 1-2 Wochen etliche neue Verträge verkünden wird.
Gemäß der Aussagen von Alper ist das mit den Spielern relativ fix.
Interessant wird es, neben den zahlreichen Gläubigern, auch wie es weiter verläuft mit den verstrickten Verträgen der KGaA (Erbpacht TG, Merch GmbH, Ausrüsterware, …)
Der Freiheit wieder ein Stück näher gekommen.
fiedler. erdogan und fassmann bleiben tatsächlich. das ist super. sie haben ja zuvor schon das spielrecht genutzt, also kein transfer im sinne vom bfv. nur gibts nun kein insolvenzgeld mehr.
und die betrogenen dauerkartenkäufer müssen sich am 1.12. in die kleine olympiahalle begeben in der hoffnung auf teilerstattung aus der insolvenzmasse… also nochmal 3 monate geduld üben…
Ich hätte mir noch einen offensiven “Knaller” gewünscht, wenn man das in der Regio überhaupt sagen kann. Z.B. Cello Bär oder Rabihic.
Aber gut, jetzt müssen es die vorhandenen Jungs richten.
“…die betrogenen dauerkartenkäufer müssen sich am 1.12. in die kleine olympiahalle begeben in der hoffnung auf teilerstattung aus der insolvenzmasse…”
Ist das jetzt von Dir so eine Idee, oder woher hast Du das?
Warum sollten die Dauerkartenkäufer schlechter behandelt werden als andere Gläubiger?
mein beitrag mit den entsprechenden links wurde entfernt – warum auch immer. geh auf die seite https://inso-liebig.de/ und du kommst direkt weiter. interessant auch, das rainer kmeth im gläubigerausschuss verteten ist, neben stadt, finanzamt, arbeitsagentur …
Ganz ehrlich, das ist mir zu viel Spekulation und freie Interpretation.
das steht da schwarz auf weiß im beschluß des amtsgerichts. einfach den links folgen…
Wenn die Angestellten Forderungen haben (zB ausstehende Gehälter) soll ein Arbeitnehmervertreter im Gläubigerausschuss sitzen. Ich nehme mal an, das ist Kmeth
Schuldet die KGaA demneV nicht auch Geld? NLZ-Finanzierung und so? Rainer Kmeth steht da halt, weil er Pressesprecher ist. Denk ich.
Ist das so? Könnte denn nicht irgendein anderer Verein jetzt reingrätschen, der ebenfalls nur auf die Insolvenz wartete? Trau dem Frieden noch nicht
Woher weißt du das? Ist das sicher?
Die ganzen Wochen hat so manch ein wutschnaubender Clown auf Mordor 24 darauf gehofft, dass heute der Tag des jüngsten Gerichts kommt. Was für eine Genugtuung für mich, dass der Plan bis jetzt aufgeht und sich deren Hoffnungen nicht erfüllt haben. Aber ich bin mir sicher, dass diese Ewiggestrigen jetzt Dr. Gauweiler als nächsten Hoffnungsschimmer ihrer Untergangsfantasien ausrufen werden. Der Kampf geht weiter, auch wenn wir eine wichtige Etappe gewonnen haben.
1. War doch klar, dass es so kommt.
2. HI hat den Darlehensvertrag gekündigt. Damit hat er das ganze Chaos ausgelöst. Es ist gut, dass dieser Mann für immer hier weg ist. Ich will nur noch meine Ruhe von dem.
3. Das ist der wichtigste Punkt: wie kann man seinem eigenen Verein Schaden wünschen?
Einfach nicht lesen, gut ist.
Vielleicht hoffte ja der ein oder andere wutschnaubende debil24-Clown auf ein Tag des jüngsten Gericht wie am 30.Januar 1933 Da glaubte ja auch der ein oder andere danach an eine bessere Welt.
Es geht zumindest neben dem Platz nach Plan. Sehr gut. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass dieses Elend endlich beendet ist!
Sehr gut.. 👍
Sind eigentlich die gemieteten Spieler von der KgAa auch über das heutige Datum hinaus für uns verfügbar?
Sind mit dem Beginn des Insolvenzverfahrens deren Verträge mit der KgAa nichtig?
Falls ja, sind die Spieler dann ab heute vereinslos und können woanders unterschreiben ?
Die Verträge laufen erstmal alle ganz normal weiter. Da aber das Insolvenzgeld jetzt wegfällt, müsste der Herr Liebig bzw. die KGaA diese Kosten wieder übernehmen. Dadurch, dass jetzt aber das Insolvenzverfahren eröffnet ist, ist es offiziell, dass keine Sanierungsmöglichkeiten mehr bestehen und somit alle Verträge und Kosten abgewickelt werden müssen. Das bedeutet im Endeffekt, dass die Verträge der Spieler ziemlich zeitnah aufgelöst werden und die Spieler dann neue Verträge unterschreiben können.
“Das bedeutet im Endeffekt, dass die Verträge der Spieler ziemlich zeitnah aufgelöst werden und die Spieler dann neue Verträge unterschreiben können.”
Ich gehe mal davon aus dass die Spieler der KgaA somit bei Auflösung ihrer KgaA Verträge offiziell vereinslos sind und deshalb auch nach dem Deadline Day noch neue Verträge unterschrieben können. Sicher bin ich mir aber natürlich nicht. Weiß da wer mehr?
Schwierige Frage. Dadurch, dass es ja kein wirklicher Transfer ist, sondern der Spieler weiterhin bei 1860 bleibt, denke ich, dass es auch nach dem 01.09. noch möglich sein wird – notfalls per Sondergenehmigung. Ansonsten ist die Frage schwierig zu beantworten und man findet folgende Passagen:
Aber das ist vom DFB. Beim BFV habe ich bisher nichts dazu gefunden.
Warum ist es kein Transfer? Ein Spieler wechselt von der Firma KGaA zur SpielbetriebsGmbh.
Das sind zwei verschiedene Fußballunternehmen!
Naja, das Spielrecht hat im Prinzip der eV, der es dann an seine Fußball Firma weitergibt. Ein richtiger Transfer im eigentlichen Sinne (Vereinswechsel) ist das in meinen Augen nicht. Aber das müsste man wohl mit dem BFV klären
Richtig Lizenznehmer ist der e.V. und der bleibt bei Wechsel KGaA=>GmbH neu, ja gleich 😉
aber sie bleiben doch da, wo das löwen-spielrecht besteht. also kein transfer. alternativ bliebe nur vereins- und einkommenslosigkeit bis zur nächsten transferperiode.
ich habe den eindruck, das paula und probst ihr handwerk verstehen und der öffentlichen wahrnehmung stets ein paar schritte voraus sind.
Ich würde das so interpretieren, dass Spielberechtigung und arbeitsrechtliche Themen zwei getrennte Themenkomplexe sind.
Arbeitsrechtlich läuft das nach dem üblichen Schema des Insolvenzrechts ab. Ab jetzt gibt es kein Insolvenzrecht mehr, der IV wäre verpflichtet, die Spieler aus der Insolvenzmasse weiter zu bezahlen, was aber zu Lasten der Masse geht, weil sie für die KGaA gar keine Einnahmen mehr generieren könnten, ergo erfolgt schnellstmöglich eine Vertragsauflösung und sie können einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben. Theoretisch kann dieser überall sein: beim VfB Stuttgart, umgeschult als Autoverkäufer bei Opel Häusler oder natürlich auch bei der TSV 1860 SpielbetriebsgmbH.
Was die Spielberechtigung angeht, sieht die Sachlage anders aus: alle bisherigen Leihspieler der KGaA haben für diese Saison als solche eine gültige Spielberechtigung des BFV für die TSV 1860 SpielbetriebsgmbH, dabei spielt es keine Rolle, wenn der dahinter liegende Arbeitsvertrag jetzt ab dem 1.9. bei einem anderen Arbeitgeber ist als zuvor. Rein Vereins-technisch wechseln sie jetzt nicht.
Anders würde es aussehen, wenn z.B. Fiedler doch noch zum VfB wechseln wollte. Das würde heute noch Ablöse für die KGaA bringen und er würde eine Spielgenehmigung des DFB bekommen, wenn er vor der Deadlinefrist wechselt, ab morgen würde er diese aber nicht mehr bekommen, weil er ja nicht vereinslos ist, sondern eine Spielberechtigung für die Sechzger hat. Somit hat der VfB (oder jeder andere Verein, der sich für einen der anderen Spieler interessiert) kein Interesse mehr, diesen Spieler nach der Deadline-Frist verpflichten zu wollen, auch wenn die Hürde Ablöse dann wegfiele.
Das kommt evtl drauf an was da genau ausgehandelt worden is bei den Leih- bzw Mietspielern.
Vielleicht wurden da ja im Vorfeld bis zum heutigen Tag dann schon Festverträge ab 1.9. mit der Sp.betr.-Gmbh ausgehandelt.