„Wo bleibt die Stadionwurst und das Bier?!“ – Löwen-Hopping zum Testspiel in Belek
Das war eine der Fragen, die ich mit am häufigsten hören durfte, bei meinem Ground-Ausflug nach Belek (Türkei), um Münchens großer Liebe im Trainingslager bei einem Testspiel zusehen zu dürfen. Die Münchner Löwen beendeten ihre Trainingslagerwoche mit einem Spiel gegen die Schweizer Mannschaft des FC Winterthur mit einem erfolgreichen 4:1 Sieg. Kommen wir aber zurück zur Anfangsfrage, was hatte der Suesi Sportpark zu bieten und wie konnte man sich die gegebenen Umstände vorstellen? Da ich zufällig sowieso in meinem Winterquartier in Antalya zu Besuch war, nutze ich die Chance am 09.01.2026 den Weg nach Belek auf mich zu nehmen um die Sechzger zu sehen. Wo am Vortag noch Starkregen und Unwetter zugange waren, schien am Freitag unbewölkt die Sonne.

Die Anreise zum Suesi Sports Center

Am Flughafen vorbei, raus aus der Stadt und durch die anatolische Prärie in Richtung Belek. Bewaffnet mit Kaffee und guter Laune bog man mitten im Nirgendwo auf einen Feldweg ab, fuhr ein paar Minuten durch eine sehr landwirtschaftlich geprägte Gegend und kam mitten aus dem Nichts an einer „hoch“-modernen Sportanlage an. Viele Fans der Löwen waren bereits vor Ort, sogar einige Schweizer hatten sich bis hierher verirrt um ihre Mannschaft zu unterstützen. Der Rasen sah super gepflegt und gut bespielbar aus, zudem gaben uns zwei kleine Tribünen die Möglichkeit zum Sitzen. Durch die Größe der Anlage kam man den Spielern auch sehr nahe und konnte durchaus auf ein Autogramm, Trikot oder kurzes Gespräch hoffen. Die Spieler gaben sich wie gewohnt sehr bodenständig und menschlich.

Verpflegung vorhanden aber ohne Bier

Verpflegung? Vorhanden, aber ungewohnt für den typischen Stadionbesucher auf Giesings Höhen. Enttäuscht trabten einige Fans von den Umkleiden zurück, „Keine Stadionwurst, kein Bier, nur Kaffee und Tee“. Kaffee und Tee booten sich jedoch an, durch einen eiskalten Wind und überdachte Sitzplätze, fror der gemeine Löwen-Fan ziemlich. Mit warmen Getränken ausgestattet, war eine Tribüne mit rund 60 Löwenfans voll besetzt. Alle warteten auf den Beginn eines spannenden Spiels. Die Stimmung glich jedoch nicht einem Pokalfinale, sondern eher dem Hofbräuhaus, was dem Anlass jedoch deutlich eher entsprach und es umso witziger machte ,dieses Spiel anzusehen. Für die sehr durstigen, bot es sich an, zur Pause schnell zur Tankstelle zu fahren und die Getränke-Reserven für den Rest des Spieles wieder aufzufüllen (dem schloss ich mich an).

Ordentliche Leistung der Löwen

Die Elf um Kevin Volland war nun also bereit und auf dem Platz versammelt, der Anpfiff fiel und schwupps, 1:0 für die Löwen! Ein Raunen folgte durch das „Stadion“, daraufhin unterstützten die Zuschauer mit Fangesängen wie „Wir steigen auf, wir steigen auf …“, oder „3. Liga nie mehr, nie mehr nie mehr …“. Der starke Gegenwind sorgte außerdem für mehr als unberechenbare Bälle, auch eine Gegebenheit mit der man umgehen können muss. Dementsprechend waren die Flanken beiderseits mehr als ungefährlich. Wer mehr zum Spiel-Geschehen wissen will, kann sich gerne den Spielbericht auf Sechzger.de durchlesen. Dieses wurde zu dem auch von LöwenTV übertragen.

Das Fazit zum Löwen-Hopping

So folgte auf 3x angenehme und sehr faire 45 Minuten, der Schlusspfiff. Erwähnenswert ist außerdem, dass das bis dahin zufriedenstellend Schiedsrichtergespann zum 3. Drittel ausgetauscht wurde. Die neue Besetzung glich eher einer AH-Mannschaft als Schiedsrichtern, aber was solls, auch diese Herren hatten damit die Gelegenheit einmal die Löwen pfeifen zu dürfen. Es war ein sehr angenehmes und witziges Erlebnis, ich hätte nicht mit solch zahlreicher Anwesenheit der Löwenfans gerechnet, was äußerst lobenswert zu erwähnen ist!

Vorfreude auf Essen

Ist ja schließlich nicht die Auswärtsfahrt mal eben ums Eck. Die Mannschaft präsentierte sich meiner Meinung nach sehr vernünftig, auf sowie neben dem Platz und machte damit Hunger auf mehr. Jetzt freu ich mich allerdings auf das nächste Heimspiel gegen die Rot-Weißen aus Essen und zu dem möglicherweise auf ein Hopfen-Kaltgetränk. Bis dahin, alles Gute euer, Deniz von den Fettbeidln aus dem Flieger zurück nach München.

 

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