Der TSV 1860 München empfängt am Samstag um 14:00 Uhr die SpVgg Ansbach im Grünwalder Stadion und ist dabei schon fast zum Siegen verpflichtet, will man den Anschluss an die Tabellenspitze der Regionalliga Bayern nicht abreissen lassen. In der Löwenrunde wurde die erste Saisonniederlage in Burghausen noch einmal aufgearbeitet. Zudem blickte Trainer Alper Kayabunar nach vorne auf die nächste Aufgabe. Zudem blickte Trainer Alper Kayabunar nach vorne auf die nächste Aufgabe. “Die Wut ist sehr groß”, sagte Kayabunar bezugnehmend auf die erste Saisonniederlage, die man gegen Ansbach vergessen machen will.
Personalupdate: Vier Fragezeichen im Kader
Ob die Löwen gegen Ansbach erneut umstellen müssen, entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining am späten Freitagvormittag. Wie Kayabunar berichtete sind mit Dressel, Eberwein, Eicher und Fassmann insgesamt vier Spieler angeschlagen und damit fraglich. Entwarnung konnte er hingegen bei Fiedler und Erdogan geben, die morgen beide mit an Bord sein werden.
Kayabunar: „Die Wut ist sehr groß“
Die jüngste Niederlage in Burghausen trotz streckendweise drückender Überlegenheit sei frustrierend gewesen. „Die Wut ist sehr groß“, sagte der Löwen-Coach und fügte an: „Die erste Niederlage war vermeidbar. Wir haben phasenweise richtig gut gespielt, haben von der 20. bis zur 76. Minute keine Chance zugelassen. Die Probleme haben wir detailliert besprochen. Wir gehen mit einem guten Gefühl in das Spiel am Samstag.“. Dennoch hätten auch alle Statistiken nach dem Spiel gezeigt, dass die Löwen „eindeutig das bessere Team“ waren, das Problem sei die Chancenverwertung gewesen, so Kayabunar, zumal man neun klare Chancen in der Box gezählt hatte.
Doppel-Wechsel war verletzungsbedingt
Auf Nachfrage von sechzger.de erklärte er noch einmal die Gründe für den Doppelwechsel in Burghausen kurz vor dem zweiten Gegentor: „Erst war Damian [Dordan] an der Außenlinie und musste wegen Krämpfen runter. Wir haben den Wechsel vorbereitet, dann hat Felix Weber signalisiert, dass er Probleme mit dem Oberschenkel hat und runter muss. Es musste schnell gehen, weil wir ja nur drei Wechselfenster haben und wir hatten aufgrund der Ausfälle keine anderen Möglichkeiten“. Warum er sich für Bell und gegen Estermann entschieden hatte erklärte der Sechzger-Coach folgendermaßen: „Wir beobachten Ludwig intensiv, aber er hat noch kein Spiel in der ersten Mannschaft gemacht, daher haben wir uns in der schwierigen Phase für Julian Bell entschieden.“
Aufbauarbeit bei Niederlechner
Gerade Florian Niederlechner klebte in Burghausen das Pech regelrecht am Schlappen. Dazu sagte Kayabunar: „Flo kennt solche Situationen, er weiß, dass er viele Möglichkeiten hatte. Wir haben noch einmal darüber gesprochen. Er will der Mannschaft unbedingt helfen.“. Eine Option für die Spitze sei, sofern er denn spielen kann, auch Eberwein. „Wir haben das zu Beginn der Saison ja gespielt, er fehlt uns natürlich in der Offensive. Ich hoffe, dass er eine gute Einheit hat“, erklärte Kayabunar.
Die Bedeutung des breiten Kaders
Eine starke Leistung attestierte der Löwen-Coach Keeper Bachmann, der den verletzten Eicher vertreten hatte und dies möglicherweise auch gegen Ansbach wieder tun wird. „Er hat ein gutes Debüt gegeben bei einem ersten Spiel in der ersten Mannschaft. Das klingt natürlich blöd, wenn wir drei Gegentore kassieren, aber er hat seine Sache gut gemacht“, sagte Kayabunar. Die Breite im Kader, gerade im defensiven Mittelfeld, sein wichtig für die Mannschaft und das Trainerteam. „Wir haben gerade dort eine große Auswahl. Dennis Dressel ist als Kapitän im Spiel mit und gegen den Ball sehr wichtig für uns. Aber auch Damian hat vor der Abwehr viel Stabilität reingebracht und dasselbe gilt auch für Eric [Uhlmann].“, fügte der Sechzger-Übungsleiter an. Im Vergleich zu Burghausen will sein Team gegen Ansbach mit besserer Chancenauswertung zum Erfolg kommen. „Wir hatten in Burghausen viele Chancen, das sind Muster, die wir uns im Training erarbeitet haben. Die Qualität der letzten Bälle und der Abschlüsse sind entscheidend“, erläuterte Kayabunar.
Gegnereinschätzung: Ansbach in guter Form
Die SpVgg Ansbach liegt mit zehn Punkten zwar im hinteren Tabellendrittel, holte aber alle seine Punkte aus den letzten vier Spielen und ist damit in guter Form. Entsprechend dürften die Löwen gewarnt sein vor den weitgehend unbekannten Gästen. „Sie sind schwer in die Saison gekommen, haben aber jetzt zehn Punkte geholt. Ich habe schon oft gegen Ansbach gespielt. Sie sind sehr gut im Umschaltspiel und haben eine gefestigte Regionalliga-Mannschaft, die weiß, wo ihre Stärken liegen.“
Verfolgt das Spiel bei uns im Live-Ticker
Die Begegnung im Grünwalder Stadion ist seit einigen Tagen ausverkauft. Unter den 15.000 Zuschauern werden auch etwa 600 aus Ansbach sein. Alle die nicht vor Ort mit dabei sein können, haben natürlich wieder die Möglichkeit, das Spiel morgen ab dem Vormittag bei uns im Live-Ticker zu verfolgen.










