Erinnerungskultur wird bei den Löwen aktiv gelebt. Der TSV 1860 München wird am kommenden Samstag im DFB-Pokal mit einem eigens für dieses Spiel modifizierten Trikot auflaufen. Mit diesem speziellen Jersey setzt der Verein ein starkes Zeichen und erinnert an die Opfer des rassistischen Attentats am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ).
„München erinnern!“ auf dem Rücken
Konkret prangt auf dem Rücken der Spieler der Schriftzug „München erinnern!“. Und um den neun Opfern des furchtbaren OEZ-Attentats vom 22. Juli 2016 ein Gesicht und einen Namen zu geben, sind die Vornamen der Ermordeten – Armela, Can, Dijamant, Guiliano, Hüseyin, Roberto, Sabina, Selçuk und Sevda – ebenfalls auf dem Trikot verewigt.
Die Vornamen sind direkt unter dem Logo „München erinnern!“ und unterhalb der Rückennummer der Spieler platziert.
Tiefe Verbundenheit der Löwen-Familie
Dass dieses Gedenken für den TSV 1860 München eine ganz besondere und traurige persönliche Dimension hat, liegt nicht zuletzt an Guiliano Kollmann. Er war einst Juniorenspieler der Löwen und wurde bei dem Anschlag kurz vor dem geplanten Beginn seiner Ausbildung aus dem Leben gerissen. Die Erinnerung an ihn wird im Umfeld des Vereins aktiv hochgehalten: Im vergangenen Jahr schufen Löwenfans am Vereinslokal Bamboleo in der Tegernseer Landstraße ein Wandbild. So wird er, und das Andenken an ihn, für alle im Viertel sichtbar. Das Trikot mit seinem Namen und denen der anderen acht Opfer ist nun die konsequente Fortsetzung dieses Gedenkens.
Hohe Hürden für die DFB-Freigabe erfolgreich genommen
Da es sich am Samstag um ein Spiel im DFB-Pokal handelt, griffen besonders strenge Regularien. Der DFB lässt im Pokalwettbewerb grundsätzlich keine werblichen oder anderweitigen Sonder-Modifikationen auf dem Trikotrücken zu. Deshalb muss am Samstag die aus dem Ligabetrieb bekannte Aufschrift „Football for the People” von der Spielkleidung weichen.
Die DFB-Regularien ermöglichen jedoch ein freiwilliges Engagement der Vereine für eine gemeinnützige oder wohltätige Organisation. Um diese formelle Hürde zu nehmen, haben die Verantwortlichen des Vereins einen enormen Aufwand betrieben. Ein 16-Seiten umfassender Ausnahmeantrag musste beim Verband eingereicht werden. Dieser Einsatz hat sich gelohnt: Der Antrag wurde bewilligt, die Aktion findet ganz offiziell statt.
Erinnerung lebt weiter
Bereits in der jüngeren Vergangenheit hatte die Löwen-Familie bewiesen, wie wichtig ihr das Gedenken an die Opfer von München ist. So fand kürzlich erst das 2. Gedenkturnier zur Erinnerung an die Opfer des OEZ-Attentats statt. Zudem liefen die Löwen im vergangenen November in einem Heimspiel mit der Botschaft „SECHZIG GEGEN RASSISMUS“ auf der Brust auf. Der ehemalige Hauptsponsor „die Bayerische“ verzichtete dafür auf seinen Schriftzug. Die getragenen Trikots aus diesem Spiel wurden anschließend versteigert und der komplette Erlös an die Initiative „München erinnern!“ gespendet. Die aktuelle Trikotaktion der Ersten Mannschaft ist nun ein weiterer, enorm reichweitenstarker Schritt, um ein klares Zeichen gegen Rassismus und Hass sowie für eine lebendige und empathische Erinnerungskultur zu setzen.
Die sechzger.de-Redaktion unterstützt diese sowie weitere Aktionen der Erinnerungskultur selbstverständlich ausdrücklich.











Soviel wie zurzeit Richtig läuft beim Verein, muss ich schon langsam sagen das ich damals ja dermaßen falsch gelegen bin was die Verantwortlichen im Verein angeht.
Ich war immer der festen Überzeugung (so ehrlich will ich sein), das der e.V. eher die schlechte Arbeit macht und Ismaik tatsächlich nur etwas Respekt benötigt, aber naja was willste machen wenn man nur DB24 ALT liest und deswegen nur diese einseitige Meinung hat.
Hoffentlich macht der Verein weiterhin so nh gute Arbeit, damit die letzten TSV Ismaiks Ultras endgültig ruhig sind und man gemeinsam eine gescheite Zukunft aufbauen kann🙌
Football for the People und DFB passen halt nicht zusammen. München ERINNERN und TSV München von 1860 e.V. passen perfekt – die Trikotaktion ist ein Zeichen der Solidarität und hilft hoffentlich den Angehörigen. Für das Image des Vereins ist das Gold wert: Wir sind die Vorreiter gegen die vollständige Kommerzialisierung des Volkssports Fußball (Football for the People) und wir sind gegen jede Form von Ausgrenzung, Gewalt und Rassismus (München erinnern!). Ich bin stolz Mitglied und Fan dieses Vereins zu sein!
ELIL & Football for the People
Voll deiner Meinung.
Und dafür braucht es einen 16-seitigen Ausnahmeantrag! Unglaublich!
Super Aktion 👍 60 ist einfach der beste Verein 💙
Super, dass sich 1860 da so engagiert. Das freut mich und bestätigt mich immer wieder, Fan von 60 zu sein.
Ich finde es zwar völlig unverständlich weshalb die Werbung am Rücken in der Liga erlaubt ist und im Pokal nicht (dachte immer beim DFB und beim BFV sind die Leute ähnlich gestrickt…), aber diese Aktion ist echt ganz großes Kino, Respekt!
in den ersten zwei Ligen ist Rückenwerbung mW immer verboten.
Zum 10. Jahrestag daran zu erinnern, finde ich angemessen. Starke Geste! Zumal auch der biografische Bezug zum TSV 1860 München besteht.
Hat sich erledigt. Hab es eben nachgelesen.
Steht eigentlich für jeden lesbar oben im Text. Giuliano Kollmann, ehemaliger Spieler im Nachwuchs wurde dort getötet.
👍👍
Weiter so Löwen-Marketing und Sozialkompetenz!
Sechzig München bleibt einzigartig.
Sehr stark, Löwenstark, macht mich noch stolzer auf unseren Verein 🦁👍🦁
Super Löwen!!!
Da können sich die protzigen Seitenstrassler mal eine Scheibe abschneiden.
Das ist doch kein Wettbewerb. Ich möchte auch nicht, dass die sich bei uns irgendwas abschneiden …
starke sache!
das “football for the people” nicht aufs trikot darf ist erbärmlich vom dfb.
Das hat nichts mit “Football for the People” direkt zu tun. Dass wir Fans den Platz auf dem Trikot gekauft haben, ist eine Giesinger Sondersituation. Egal welcher andere Sponsor da auch immer auf dem Rücken gestanden hätte, das Trikot wäre im DFB-Pokal trotzdem werbefrei zu halten gewesen. Ich glaube, Sandhausen musste mal eine saftige Geldstrafe bezahlen, weil sie dagegen verstoßen haben.
Ich möchte hier einen Beitrag von einem User mit dem Namen „Werner Beinhart“ aus einem einschlägigen kommerziellen Blog kommentieren, da mir das dort verwehrt ist. Zu diesem Zweck am Anfang der Beitrag als volles Zitat:
„Jemand leugnet den rechtsradikalen Charakter des Attentat in München im OEZ vor zehn Jahren, ich brauche eine sehr scharfe Antwort darauf: Werner Beinhartvor 9 Minuten
Na logisch wars wieder ein rechtsextremistischer Anschlag eines Deutsch-Irakers. Wann fängt eigentlich die Regierung mal an, das Kind beim Namen zu nennen und unterscheidet das tatsächlich korrekt und führt eine 3. Möglichkeit ein mit “rassistische Anschläge”, die dann raus aus dem Bereich links + rechts ist? Wenn ein Linker sein Sonnenrad malt, dann zählt es auch als rechtsextremistischer Anschlag, was völliger Schwachsinn ist.“
(Zitat Ende)
Werner, dein „Deutsch-Iraker“-Einwand geht schon am Kern vorbei: Der Täter war ein in München geborener Deutsch-Iraner. Und vor allem: „rassistisch“ und „rechtsextrem“ sind keine Gegensätze. Rassismus ist ein mögliches Motiv bzw. Bestandteil rechtsextremer Ideologie.
Beim OEZ-Anschlag geht es auch nicht um irgendein nachträglich aufgeklebtes Etikett. Die Tat wurde nach einer langen Fehlbewertung inzwischen als rechtsextrem und rassistisch eingeordnet; die Bayerische Polizei führt sie ausdrücklich unter PMK-rechts. Neun Menschen wurden ermordet, darunter überwiegend Jugendliche mit familiären Wurzeln in der Türkei, im Kosovo, in Griechenland sowie ein Rom.
Und dein Sonnenrad-Beispiel ist eine typische Nebelkerze: Natürlich macht ein einzelnes Symbol noch keinen Anschlag automatisch „rechts“. Entscheidend sind Tat, Täterideologie, Opferauswahl, Vorbereitung und Kontext. Genau deshalb wird eine Tat nicht dadurch unpolitisch, dass der Täter zufällig auch psychisch auffällig war.
Das eigentlich Absurde ist also nicht die Bezeichnung „rechtsextremistisch“. Das Absurde ist, zehn Jahre später noch so zu tun, als sei die politische und rassistische Dimension des OEZ-Anschlags eine bloße Erfindung der Regierung. Selbst die Behörden haben ihre ursprüngliche Bewertung inzwischen korrigiert.
Man kann über Begriffe diskutieren. Aber wer angesichts der inzwischen dokumentierten Erkenntnisse weiterhin so tut, als sei „rassistisch“ eine dritte Kategorie außerhalb von rechter Ideologie, verwechselt Kategorisierung mit Tatsachen.
Kann sowas nicht da drüben bleiben, in dem anderen Blog? Mit solchen Leuten macht eine Diskussion keinen Sinn. Wie auch immer deine Antwort ausfällt, sie wird diesen Menschen nicht abholen. Schon gar nicht hier.
Ich weiss nicht, ob es sinnvoll ist, den Müll vom anderen Blog jetzt auch hier zu verbreiten.
Einfach mal nicht mehr lesen dort, das ist auch super für die eigene Psyche und verpassen tut man auch nix.
Deine Antwort finde ich allerdings gut, aber warum hier?
Vielleicht hast du recht, vielleicht sollte man den Dreck drüben lassen. Aber in einem Anflug von Empörung wollte ich auf diese Weise antworten und natürlich musste ich dann den Original Beitrag zitieren, damit man überhaupt weiß, worum es geht.
Und wieder hast Du die KI gebraucht um einen Beitrag in einem Firum zu schreiben! Und die Belege dafür lieferst Du gleich mit. Ohne Worte…. Ich denke Du wurdest mit zurecht dort gesperrt.
Im MSV Duisburg Forum z.B. sind jegliche Bilder oder Beiträge die auch nur mit Unterstützung der KI erzeugt wurden absolut verpönt und ein NoGo und werden augenblicklich gelöscht.
Ah, das reicht, um bei db24 blockiert zu werden (OG, der nicht mal erkennt, wenn er als Gastbeitrag ellenlange ChatGPT Texte zugeschickt bekommt), aber rassistische Usernamen, strafrechtlich relevante Beleidiungen und Bedrohungen nicht? Spannend, wenn das die Moderationspraxis wäre.
Ähm es ist kein Verbrechen, sich beim Formulieren von KI unterstützen zu lassen. Wenn ich unterwegs bin, diktiere ich meinem Telefon die Argumente, lasse es dann noch mal ins Reine schreiben. Entscheidend ist, ob die Ideen und Argumente und Inhalte vom Verfasser selbst stammen. Bei kommerziellen Inhalten gelten ohnehin andere Maßstäbe als bei einem privaten Forumsbeitrag! Aber jeder, wie er mag. Das gilt auch für deine Technikfeindlichkeit.Übrigens viel Spaß in deinem MSV-Forum. Bevorzuge im Ruhrgebiet RWE 😉
Das ist dein Problem? KI? Und kein Wort zum ursprünglichen Post und deines Freundes von Mordor24. Eigentlich ziemlich symbolisch und entlarvend
Es ist dein gutes Recht und deine Entscheidung, wenn du dir den Rotz bei Mordor24 geben willst. Nicht gut finde ich es aber, das hier wiederzugeben.
Chapeau Löwen!
Ehrenlöwen!
Starke Aktion!
Sehr starke Nummer. Der Verein vergisst nicht.
Vieles ist plötzlich möglich, was vorher allenfalls angekündigt wurde. (Benefizspiele etc.)
Starke Aktion. Vielen Dank an alle Organisatoren für ihren unermüdlichen Einsatz!
Löwenstark!