In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute beschäftigen sich die Statements mit dem 2:2 des TSV 1860 gegen Alemannia Aachen am Samstag Nachmittag auf Giesings Höhen.
Bernd Winninger (die TAKTIKTAFEL):
Was soll man dazu sagen? Das Spiel war eins aus der Kategorie Grottenkick. Die Leistung beider Teams möchte ich als limitiert bezeichnen. In vielen Situationen fehlten den Löwen einfach die Anspielstationen. Es war streckenweise einfach kollektiv zu wenig Bewegung im Mittelfeld. Es halfen über weite Strecken nur Standards, um zu den wenigen Chancen zu kommen. Man merkt zwar, dass der Wille da ist. Die Fähigkeit es besser zu machen, fehlte leider. Auf der anderen Seite waren es genau solche Spiele, die unter anderen Übungsleitern verloren wurden. So bin ich doch zufrieden, den Punkt zu haben. Einen Sieg hätten die Gäste auch nicht verdient. Auf Rafatis Auswertung zur Schirileistung bin ich mal wieder extrem gespannt.
Markus Kauczinski (nach dem Spiel bei MagentaSport):
Das ist ein gerechtes Ergebnis. Wir haben heute nicht mehr verdient. Wir hatten Probleme, Aachen zu greifen, die haben uns zwischendrin schön durcheinander gewirbelt. Wir haben dann einfach viel zu viele Bälle verloren, leichte Bälle verloren, Risiko gespielt, wo man keines muss. Das war dann einfach insgesamt auch nicht gut genug, um zu gewinnen.
Sigurd Haugen (der Mann mit der Maske nach dem Spiel bei MagentaSport):
I think, maybe overall a bit disappointing offensively. You know, I think we should create a little bit more against this team, but maybe we don’t deserve a win, but I think from the chances… yeah, they have this crazy shot and many situations against us. I think maybe a draw is fair. But if we want to climb the table, we need three points. A draw get’s you nowhere!
Thomas Enn (Reakteur bei sechzger.de):
Es war ein gerechtes Unentschieden in einem chaotischen Spiel. Beide Mannschaften hatten wenig Ordnung im Spiel und keine spielerischen Mittel, um aus dem Spiel heraus Chancen zu kreieren. Bei Sechzig war der Spielaufbau ungenügend, da von hinten heraus viel zu viele Fehlpässe gespielt wurden. Die Löwen hätten den Gegner viel höher attackieren müssen, um ihrerseits Fehler im Spielaufbau der Alemannen zu erzwingen. Wie zum Beispiel vor dem Elfmeter zum 2:1. Nach dem vierten sieglosen Spiel in Folge kann man sich wohl abschminken, vorne nochmal eingreifen zu können.
Mersad Selimbegovic (Trainer Aachen bei MagentaSport):
Das war sehr, sehr gut in vielen Belangen. Schade, muss ich echt sagen, dass wir nur mit einem Punkt heimfahren, denn wir waren die bessere Mannscaft. Sechzig hat wieder aus wenig viel gemacht. Das ist genau, was ich gesagt habe: Die sind in der Lage, aus wenig viel zu machen. Wir haben natürlich auch kräftig mitgeholfen, vor allem beim zweiten Gegentor. Aber die Moral, dass wir wieder zurück gekommen sind und wirklich dann auf den dritten gedrückt haben. Aber Punkt ist Punkt. Den nehmen wir mit.
Sebastian (Löwenfan aus der Westkurve):
Ehrlich gesagt weiß ich nicht so recht, was ich vom gestrigen Auftritt halten soll. Auf dem Papier sollte das eigentlich eine klare Sache für unsere Löwen sein, aber so wirklich in Tritt wollen wir nicht wirklich kommen. Spielerisch fand ich das teilweise leider ziemlich schwach und erschreckend zu sehen, wie unkreativ wir die meiste Zeit beim Spielaufbau sind. Wenn die Taktik daraus besteht, nur hohe, weite Bälle zu schlagen, dann können wir uns definitiv auf ein weiteres Jahr dritte Liga einstellen obwohl ich nach wie vor der Meinung bin, dass mit diesem Kader mehr drin sein sollte. Es beginnt bei den Verteidigern und zieht sich übers Mittelfeld, sodass die Stürmer einfach nicht mit den richtigen Bällen gefüttert werden, oder aus dem Zentrum gezogen werden, dazu teilweise amateurhaftes abwehrverhalten, sodass man auch Glück hatte, nicht noch ein, zwei Tore mehr zu kassieren.
Positiv sind die Aktionen der Fanszene in Bezug auf einen Stadionneubau in Giesing mit Blick auf die kommende Wahl zu bewerten. Hier geht es nicht um Fußballromantik oder Wunschdenken, sondern es ist die Realität, dass ein Sechzger-Neubau mit reellen Dimensionen etwas positives für diesen Verein sein wird! Einen Neubau auf der grünen Wiese oder sonst wo halte ich für nicht sinnvoll und unrealistisch. Es scheint, als ziehen aktuell alle Protagonisten an einem Strang und nun gilt es die Weichen zu stellen, und wirklich alle Möglichkeiten auszuschöpfen, solange diese einmalige Chance auf eine echte Heimat besteht!











“Das war sehr, sehr gut in vielen Belangen. Schade, muss ich echt sagen, dass wir nur mit einem Punkt heimfahren, denn wir waren die bessere Mannscaft.”
Also wie der Aachener Trainer zu dieser Meinung kommt ist mir schleierhaft.
Das war in vielen Belangen von beiden Mannschaften sogar für Drittligaverhältnisse schlecht. Und einen Sieg hat deshalb auch keines der beiden Teams verdient.
Auffällig war mal wieder wie wichtig ein Haugen für uns ist. Er gibt uns viel mehr Tiefe. Gefühlt hat Aachen sich dann auch bisschen mehr zurück gezogen und nicht mehr so hoch gepresst. Das tut uns gut. Hoffentlich hat er bald wieder 90min im Tank.
Die Tatsache, der manchmal wirklich extrem unterschiedlichen Einschätzungen des Geschehens macht viel vom Reiz aus, die Stimmen hier zusammen zu tragen.
Der Aachener Trainer hat doch Recht!
Seine Mannschaft war schneller, giftiger und hatte mehr und bessere Torchancen.
Worin er irrt: Gut war an dem Spiel NIX!
Zuletzt haben wir gegen vermeintlich gute Mannschaften Unentschieden gespielt und jetzt gegen eine vermeintlich schwächere Mannschaft…
Werde aus der Mannschaft nicht schlau…
Meiner Meinung nach liegt der Fehler in der Analyse der letzte Saison… schon letztes Jahr hatten wir keinen guten Spielaufbau und jetzt ein Jahr später kämpfen wir immer noch mit dem selben Problem.