In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Hier geht es um die Einschätzungen zum 1:0-Sieg des TSV 1860 gegen Hansa Rostock am Sonntag Mittag im Sechzgerstadion. Es war der erste Erfolg seit über 16 Jahren und der erste Dreier in der 3. Liga gegen diesen Gegner. Im elften Anlauf.
Bennet (Hansa-Fan und Betreiber des Youtube-Kanals artsy_football):
Die Münchener Löwen halten den Anschluss an die Spitzengruppe, während Hansa nach offensiven Ansagen in Bezug auf den Aufstieg einen weiteren Dämpfer hinnehmen muss. In einer sehr umkämpften Partie auf schwierigem Geläuf präsentierten sich beide Mannschaft auf fußballerisch niedrigem Niveau. Während 1860 vor allem aus dem Mittelfeldpressing kam und auf Umschaltmomente lauerte, agierte Hansa mehr mit dem Ball, doch konnte spielerisch nur wenig anbieten. Beide Teams brachten keine Leistung, die Aufstiegskampf rechtfertigt, auch wenn 1860 seinen Ansatz deutlich besser auf den Rasen brachte. Insgesamt erspielten sich beide Teams kaum Chancen. Während Hansa sich am tiefen Block der Löwen die Zähne ausbiss und in den entscheiden Momenten zu ineffizient war, verpasste Sechzig das Ausspielen zahlreicher guter Kontergelegenheiten. Das Spiel entscheidet ein weiterer fragwürdiger Handelfmeter und wirft mal wieder die Frage nach dem Schiedsrichterniveau in Deutschland auf. Doch auch dieser Elfmeterpfiff darf nicht davon ablenken, dass Hansa insgesamt zu wenig offensive Gefahr kreierte. Insgesamt wäre das – meiner Meinung nach – ein Spiel für ein 0:0 gewesen.
Nicolai Walch (demnächst ausscheidendes Mitglied im Verwaltungsrat):
Kein Arbeitssieg. Vielmehr ein Sieg der Hoffnung, die weder Fans noch Mannschaft aufgegeben haben. Für mich das erste Heimspiel nach dem angekündigten Rücktritt. Das Spruchband in der Westkurve und der große Zuspruch haben mich tief berührt.
Edge (Reakteur bei sechzger.de):
Gemischte Gefühle nach dem Sieg. Der erste Sieg nach 16 Jahren und ich hatte es tatsächlich irgendwie im Gefühl, dass der Bock Hansa umgeschubst wird. Das „wie“ ist aber wieder typisch Sechzge. Der Sieg hätte durchaus höher ausfallen können, die Chancenverwertung war durchwachsen. Daher bedarf es eines zweifelhaften Elfers – der aber aus der Schiri-Perspektive schwer zu sehen war – um auf 1:0 zu stellen und es dieses Mal dann auch über die Zeit zu schaukeln. Drei wichtige Punkte, aber ich lege mich trotz einiger Patzer der Mannschaften über uns fest: Der Aufstiegszug fährt diese Saison wieder ohne die Löwen ab.
Markus Kauczinski (nach dem Spiel bei MagentaSport):
Das war ein Spiel, das von Taktik geprägt war. Das waren jetzt erstmal in der ersten Halbzeit wenig Szenen. Dann in der zweiten Halbzeit war’s ein bisschen offener. Mit dem Tor, glaube ich, hat Rostock dann gedrückt. Wir hatten immer wieder gefährliche Momente. Ein ausgeglichenes Spiel über die ganze Zeit, wo wir einfach diesen Tick auf unserer Seite hatten, um das Spiel auch zu gewinnen. (…) Es geht nicht um Träumen, es geht um harte Arbeit. Die Mannschaft hat sehr diszipliniert heute gespielt und gearbeitet und ein gutes Spiel gemacht in so einem Spitzenspiel. Wir haben die letzten beiden Spiele gewonnen, wir sind ran gerückt, aber es ist ein langer, weiter Weg, der nur über harte Arbeit und über einen Fokus auf seine Leistung geht und den Rest wird man sehen.
Daniel Brinkmann (Trainer Rostock in der PK nach dem Spiel):
Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir das Spiel heute nicht gewinnen konnten bzw. auch keinen Punkt mitgenommen haben. Ich finde, aufgrund der Spielanteile hätten wir das absolut verdient gehabt, weil die Mannschaft sehr viel investiert hat. Das ist nicht leicht gegen eine Mannschaft, die -mit sehr vielen sehr guten, intelligenten Spielern in der eigenen Hälfte – dann viel verteidigt, da so die Lücken zu finden. Aus den Lücken müssen wir dann was machen, da müssen wir auch selbstkritisch dann sein. (…) Insofern ist es dann äußerst tragisch, wie das Spiel entschieden wird, ohne da jetzt näher von meiner Seite aus drauf eingehen zu wollen. Wir wollen trotzdem selbstkritisch sein und kucken, wo wir die Dinge besser machen können, allerdings muss ich auch ganz klar sagen: Ich hab eine Mannschaft gesehen, die total auf dem Platz gelebt hat, die alles probiert hat. (…) Jetzt haben wir dafür gesorgt, dass eine weitere Mannschaft sich oben noch in den Kreis einmischt. Das ist dann so. Aber es werden sich viele Mannschaften noch Punkte wegnehmen.
Ahmet Gürleyen (Innenverteidiger Hansa Rostock mit dem vermeintlichen Handspiel vor dem Elfmeter-Siegtreffer für die Löwen, bei MagentaSport):
Das ist nicht das erste Spiel, das wir so gestalten – sag ich mal – heute. Heute ist noch ein anderer Mann dafür verantwortlich, wieder mal. Also, ich weiß nicht… keine Ahnung. Mir fehlen langsam die Worte, wirklich. Es gibt jede Woche… Entschuldigung, es gibt irgendeine Scheiße jedes Mal. Man hat langsam keinen Bock mehr. Man reißt sich jeden Tag den Arsch auf. Wir kommen so gut ins Spiel rein. Sechzig in der ersten Halbzeit: Die machen gar nichts, Alter. Wir machen das komplette Spiel und dann kommt so eine billige Entscheidung, wirklich. Ich weiß auch nicht, was der Schiedsrichter gemacht hat. Er hat mich eine Sekunde angekuckt, bevor er entschieden hat. Hat auf irgendeine Stimme gewartet. Weiß ich nicht, keine Ahnung. Auf einmal zeigt er dann voll auf den Punkt. Muss wirklich nicht sein. Katastrophe!
Thore Jacobsen (Kapitän Elfmeterschütze zum 1:0, bei MagentaSport):
Enorm geiles Gefühl! Richtiger Brustlöser. Wie gesagt, die letzten Wochen, Anfang des Jahres waren einfach schwer für uns, waren nicht die Ergebnisse, die wir uns erhofft haben. Deswegen hat man am Ende die Euphorie einfach gemerkt im Stadion, wie wichtig es für alle war. Für die Fans, aber auch für uns natürlich intern im Team. Und daran können wir jetzt auf jeden Fall anknüpfen.











Was heult der Gürleyen rum? Wie war das noch bei Hansa gg Aachen?
Ahmet Gürleyen, für den trifft der Spruch zu: “Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!”
Es ist ein Foto veröffentlicht, da zerrt Gürleyen am Trikot und gleichzeitig tritt er auf den Unterschenkel des am Boden kniehenden Haugen.
Da trifft zu, was Gürleyen gesagt hat: “Ich weiß auch nicht, was der Schiedsrichter gemacht hat.” denn das Foulspiel hätte nmM wie die nicht zutreffend geahndete Attacke von Voglsammer mit Platzverweis “belohnt” werden müssen. Gürleyen scheint ein (auf dem Spielfeld) ziemlicher Rüpel zu sein, denn er hat diese Saison bereits sechs gelbe und eine rote Karte kassiert.