Einen Tag vor dem Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus konnte sich Löwen-Trainer Patrick Glöckner über ein volles Haus im Presse-Container freuen. Er gab ein Verletzungs-Update und verriet, dass Stürmer Patrick Hobsch nach abgesessener Sperre in die Startelf zurückkehren wird. Zudem wird es mindestens eine weitere Änderung in der Startelf gegenüber dem unglücklichen 0:1 beim VfL Osnabrück geben.

Hobsch gegen Cottbus in Startelf

Fehlen werden den Löwen gegen Cottbus neben dem gesperrten Wolfram (noch ein Spiel Sperre nach unberechtigtem Platzverweis gegen die Vorstadt) noch die kranken oder verletzten Schifferl, Schröter, Bangerter und Bähr. Dafür steht Rückkehrer Hobsch von Beginn an auf dem Feld. Wieder im Kader dabei sein wird Gevorgyan, der kürzlich in Osnabrück sein Drittliga-Debüt gefeiert hatte.

Gerüstet für die Englische Woche

“Wir sind gerüstet für die Englische Woche”, sagte Glöckner. Das Team habe in den letzten fünf Spielen das abgerufen, was man sich vorgenommen hatte. Auch die Trainingswoche sei “sehr fokussiert” gewesen. “Wir freuen uns auf das Spiel gegen Cottbus bei bestem Wetter in einem ausverkauften Stadion”, sagte Glöckner weiter. Sieben Punkte, wie in der letzten Englischen Woche, würden die Löwen sehr gerne annehmen. Dies sei auch möglich, obwohl Cottbus “eine grandiose Saison” spielt. Die Sechzger haben “Respekt vor dem Gegner”. Aber man sei in der Formtabelle der letzten fünf Spiele auf Platz zwei und werden sich vor niemandem verstecken. “Wir gehen mit breiter Brust ins Spiel”, sagte Glöckner weiter.

Sieben Spieler mit vier Gelben Karten

Die Hausherren sind sensibilisiert, denn sieben Spieler haben bereits vier Gelbe Karten gesehen und würden bei einer weiteren Verwarnung im nächsten Heimspiel gegen Sandhausen (Mittwoch 18:60 Uhr) fehlen. “Die Spieler wissen, wann sie wie hingehen können, aber wir können darauf keine Rücksicht nehmen. Gelbe Karten spielen bei unserer Aufstellung keine Rolle”, verriet der Löwen-Coach.

Beide Trainer erwarten ein 50-50-Spiel

Wie sein Kollege Pele Wollitz erwartet auch Glöckner ein 50:50-Spiel. “In den letzten beiden Spielen haben sie jeweils durch einen Elfmeter mit 1:0 gewonnen. Sie haben vorne aus wenig viel gemacht und das Glück erzwungen. Auch wenn sie sich vorne nicht so viele Chancen rausgespielt haben. Die letzten zwei Spiele von Cottbus waren nicht so souverän, aber erfolgreich. Das ist ganz normal, in dieser Liga kann jeder jeden schlagen und es gibt einfach mal ein Spiel, das eher holprig ist”, zeigte sich der Löwen-Coach gut informiert über den nächsten Gegner.

“Fehlentscheidungen gleichen sich aus”

Über den nicht gegebenen klaren Strafstoß in Osnabrück, als Reich klar gefoult wurde, ärgert sich der TSV-Trainer noch immer: “Das nervt total, wir wurden um den Lohn gebracht, ein mögliches Tor zu machen. So etwas verändert das Spiel. Aber über die Saison gleicht sich so etwas immer aus.”. Die beiden jüngsten Heimsiege gegen Dortmund (1:0) und die Vorstadt (2:1) hätten der Mannschaft “enorme Sicherheit” gegeben, berichtete der Löwen-Dompteur. “Es geht immer um die Art und Weise, wie wir auftreten. Unsere Abläufe sind klar und nach jeder guten Aktion geht das Publikum voll mit”, sagte Glöckner weiter.

Hobsch als Waffe in der Box einsetzen

Daraus, dass Hobsch gegen Cottbus im Angriff starten wird, machte er kein Geheimnis. “In der Box ist er einer der gefährlichen Spieler der Liga. Wir müssen schauen, dass wir ihn dort einbinden, aus dem Spiel und über Standardsituationen”, forderte Glöckner. Die Ausgangslage sieht er für beide Clubs ähnlich: “Beide Seiten haben einen gewissen Druck, wir werden schauen, wer mehr Gier mitbringt.”.

“Schön wenn man sich Legendenstatus aufbauen kann”

Auf Frage von sechzger.de erklärte Glöckner, dass er sich als Coach bereits mit Wollitz duelliert hatte, als dieser in Magdeburg an der Linie stand. “Es ist schön, wenn man sich an einem Standort einen gewissen Legendenstatus aufbauen kann. Er hat mit der Mannschaft Rückschläge weggesteckt und für sich sicherlich alles richtig gemacht. Ich finde es gut, wenn ein Trainer offen und ehrlich ist, das Herz auf der Zunge trägt”, sagte Glöckner über seinen Kollegen.

Mit der Entwicklung zufrieden

Mit der Entwicklung seines Teams seitdem er an der Seitenlinie steht zeigte sich Glöckner zufrieden: “Das Team hat die Spielidee gut verfestigt, ich freue mich, dass sie das so gut angenommen haben. Für die Kürze der Zeit bin ich damit zufrieden. Was im Umfeld passiert blende ich aus und fokussiere mich auf meine Aufgabe.”. Großen Respekt zeigte er vor dem nächsten Gegner und erklärte: “Es ist ein gutes Gesamt-Konstrukt. Sie haben sich über zwei Jahre in der Regionalliga eingespielt, die Automatismen stimmen und die Spieler passen zusammen. Und sie haben vorne drin richtig starke Mentalitätsspieler.”.

Aus Fehlern lernen – ein normaler Prozess

Auf die Frage von sechzger.de, wie Reich seinen Patzer beim Spiel in Osnabrück weggesteckt habe, berichtete der Löwen-Coach: “Jedes Tor ist immer auf einen Fehler zurückzuführen. Er hat das gut weggesteckt. Als junger Spiele hat er natürlich viele Höhen und Tiefen, in der Schule oder auf dem Platz. Er selbst fühlt sich hinten rechts wohler, aber es ist immer gut, wenn man unter dem Spiel die Positionen tauschen kann. Er kann in der Viererkette oder im Mittelfeld spielen”.

Ott als “sehr gutes Talent”

“Er ist ein junger Offensivspieler, der eher körperlos spielt aber immer wieder geniale Momente hat. Er ist ein sehr gutes Talent, braucht aber noch etwas Zeit. Leider brauchen wir im Abstiegskampf zu oft Erfahrung und Robustheit, um ihn noch öfter einzusetzen”, sagte Glöckner über Ott, der in Osnabrück nach seiner Einwechslung ein gutes Spiel gemacht hatte. Für die Startelf kündigte er außer Hobsch noch weitere Änderungen an: “Wir beurteilen neben dem letzten Spiel auch die Trainingswoche und schauen auf den nächsten Gegner”, erklärte der Chefanweiser der Sechzger.

Spiel im Live-Ticker auf sechzger.de

Man darf also gespannt sein, auf welche Seite das Match morgen auf Giesings Höhen laufen wird. Wer nicht im natürlich ausverkauften Grünwalder Stadion mit dabei sein kann, hat natürlich wieder die Möglichkeit, die Begegnung in unserem Live-Ticker zu verfolgen. Wir berichten wie gewohnt ab den Morgenstunden aus Münchens schönstem Stadtteil.

 

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