Nachdem am Dienstag Abend schon die ersten vier Teams aus der Top-8 der 3. Liga (die sich alle noch berechtigte Hoffnungen auf einen Aufstieg in die 2. Bundesliga in gut zwei Monaten machen dürfen) im Einsatz waren, wollten am Mittwoch Abend vier weitere Mannschaften aus dieser Tabellenregion ihre Platzierungen mindestens verteidigen. Drei von ihnen gelang das auch.

Zusammenfassung der Mittwochspiele

Über Nacht auf Platz fünf, nach den Mittwochspielen wieder zwei Plätze zurückgefallen. So sieht die tabellarische Bilanz für den TSV 1860 nach dieser Englischen Woche aus. Am SV Wehen Wiesbaden, der in Saarbrücken am Mittwoch Abend mit 0:2 unterlag, konnten die Löwen vorbeiziehen. Die Hessen verloren außerdem ihren Mittelfeldspieler Niklas May per Platzverweis, was zur Folge haben dürfte, dass May beim Spiel des SVWW in Giesing am übernächsten Spieltag nicht mitwirken wird. Der MSV Duisburg verteidigte zwar – das war schon zum Anpfiff klar – durch ein 0:0 im nebligen Ingolstadt den Relegationsplatz drei. Die Verfolger sind aber näher gerückt und auch für Sechzig beträgt der Abstand zu Rang drei nur noch drei Punkte. In der Tabelle direkt hinter den Zebras liegt nun Hansa Rostock, das sich beim 3:1-Sieg im Hannoveraner Niedersachsenstadion gegen den TSV Havelse keine Blöße gab. Punktgleich mit den Hanseaten ist weiterhin Rot-Weiss Essen, dass sich gegen Waldhof Mannheim mit 1:0 durchsetzen konnte. Überschattet wurde die Partie an der Hafenstraße jedoch von einer rund 45minütigen Unterbrechung. Grund hierfür war ein Böllerwurf aus dem Gästeblock, der Essens Torhüter Felix Wienand – wohl mit einem Knalltrauma – schwer verletzte. Er wurde, noch bevor die Partie wieder angepfiffen und zu Ende gespielt wurde, in ein Krankenhaus gebracht.

Trauer um Georg Koch

Nachdenklich und betroffen dürften viele Beobachter die Vorkommnisse in Essen auch angesichts einer traurigen Nachricht gemacht haben, die die Fußballwelt am Mittwoch erreichte. Der ehemalige Torwart Georg Koch erlag im Alter von nur 54 Jahren einem Bauchspeicheldrüsenkrebsleiden, das vor zwei Jahren bei ihm diagnostiziert worden war. Der gebürtige Bergisch-Gladbacher, der bei allen seinen Vereinen direkt zum Publikumsliebling avancierte, bestritt in seiner Karriere insgesamt 213 Erst- und 165 Zweitligaspiele in Deutschland, den Niederlanden, Kroatien und Österreich. Die letzte Station seiner Karriere, die im professionellen Fußball 1992 bei Fortuna Düsseldorf begonnen hatte, war der österreichische Rekordmeister Rapid Wien. Kochs letztes Spiel als Profi, ein Wiener Derby zwischen Rapid und der Austria – und dies ist der Bezug zu den Vorkommnissen des gestrigen Abends in Essen – endete nach einem Böllerwurf aus dem Austria-Fanblock für Koch mit einem Knalltrauma und Kreislaufzusammenbruch. Er musste ausgewechselt werden und stand in Folge der Verletzungen danach nie mehr als Profi auf dem Fußballplatz.

Rückblick Aue

Mit einem harten Schnitt wenden wir uns an dieser Stelle wieder dem Tagesgeschehen zu. Redaktionell bescherte uns und unseren Leser*innen der gestrige Mittwoch einige Artikel zur Aufarbeitung des 2:1-Erfolgs gegen Erzgebirge Aue.

Fotogalerie

Die Fotogalerie war nach dem Nebelspiel vom Dienstag Abend diesmal wahrscheinlich besonders sehenswert.

Stimmen zum Spiel

Auch in den Stimmen zum Spiel ging es natürlich um die Unterbrechung in Giesing. Aber auch um die unterschiedlichen Einschätzungen zum Gesamtereignis.

Aufklärung der Spielunterbrechung

Und schließlich durften wir – als kleines Fanportal – am Mittwoch mal dem großen Bayerischen Rundfunk helfen. Dieser hatte in einer ersten Version eines Spielberichts über das Duell mit Aue behauptet, die Löwenfans hätten mehrfach Pyrotechnik verwendet und dadurch die Spielunterbrechung ausgelöst. Jeder, der am Dienstag Abend auf Giesings Höhen dabei war, hat natürlich gesehen, dass die Reihenfolge der Ereignisse eine andere war. In unserem Artikel klärten wir den Sachverhalt auf und – siehe da – wenig später beschrieb auch der BR die Abläufe korrekt. Geht doch!

Weitere aktuelle Artikel auf sechzger.de

Eine Erklärung der deutschen Fanszenen, in der die weiterhin nicht existente Transparenz von Verbänden gegenüber Fans und Vereinen in Bezug auf Anpassungen von Stadionverbotsrichtlinien kritisiert wird, dokumentierten wir am Mittwoch ebenso, wie wir über eine Studie des Ticketportals SeatPick berichteten, das die Spielstätte mit dem besten Fanerlebnis in Deutschland gekürt hat. Das Ergebnis hat uns in der Redaktion ehrlicherweise nicht wirklich überascht. Wer diesen Beitrag bei der Fülle von Artikeln morgens vielleicht übersehen hat: Hier ist er nochmal zu finden.

 

Damit geht Ihr bestens informiert, vielleicht etwas nachdenklich, aber hoffentlich guter Dinge in diesen Donnerstag, an dem wir natürlich – wie gewohnt – so richtig mit der Vorberichterstattung des Spiels in Köln beginnen, das ja dann beriets am morgigen Freitag im Sportpark Höhenberg auf dem Programm steht. Englische Wochen – echter Stress für Fußballfans und Fanreporter…

 

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