Am Tag nach dem 2:1-Heimsieg gegen den FC Erzgebirge Aue wurde in den Medien eingehend die gut 16-minütige Spielunterbrechung wegen Sichteinschränkungen im Grünwalder Stadion diskutiert. Unter anderem behauptet der BR in einem Artikel auf seiner Webseite, dass die Spielunterbrechung aufgrund des wiederholten Einsatzes von Pyrotechnik in der Westkurve erfolgte. Das ist faktisch schlicht und einfach falsch.
Diesige Bedingungen vor dem Spiel
Wie das Foto vom Giesinger Berg zeigt, war es schon vor Spielbeginn diesig, also leicht neblig. Eine Wetterlage, die man unter anderem von den Frühlingsmonaten am Gardasee kennt. Dabei ist jedoch nur die Fernsicht beeinträchtigt. Das Spiel konnte ohne Probleme angepfiffen werden.
Im Laufe der ersten Halbzeit zogen dann immer mehr Nebelschaden ins Grünwalder Stadion. Die Sicht war zwar nicht optimal aber für den Spielbetrieb völlig in Ordnung.
Dies änderte sich dann im zweiten Durchgang. So wurde die Partie nach 53 Minuten von den Schiedsrichtern unterbrochen, wie auch bei uns im Live-Ticker nachzulesen ist. Von einem Tor war das andere Tor nicht mehr zu erkennen. Dies war der Grund für die Unterbrechung.
Pyro-Einsatz erst in der Unterbrechung
Erst als die Spieler bereits in der Kabine waren, kam in der Westkurve Pyrotechnik zum Einsatz. Über die Sinnhaftigkeit kann man sicherlich streiten. Im Worst-Case hätte dies auch in einem Spielabbruch gipfeln können. Denn die Sicht wurde durch den entstehenden Rauch natürlich nicht besser, wie dieses Foto dokumentiert. Das Bild wurde von der Haupttribüne aus aufgenommen.
Partie wird zu Ende gespielt
Doch die künstlich erzeugten Nebelschwaden verzogen sich relativ schnell wieder und so konnte die Partie nach exakt 16,5 Minuten Unterbrechung wieder aufgenommen und ordnungsgemäß zu Ende gebracht werden. Diese Entscheidung traf das Team der Schiedsrichter. Auch wenn die Kritik von Aues Marcel Bär nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Der Ex-Löwe sagte im Interview bei MagentaSport, die Sicht sei beim Abbruch besser gewesen, als bei Wiederaufnahme. Wie die Sichtverhältnisse waren, als die Schiedsrichter wieder anpfiffen, zeigt dieses Bild.
Spiel-Unterbrechung wegen natürlichem Nebel!
Festzuhalten bleibt, auch wenn der Pyro-Einsatz wie schon erwähnt durchaus die Gefahr eines Spielabbruchs beim Stand von 2:1 für Sechzig mit sich brachte, die Spielunterbrechung erfolgte einzig und alleine wegen natürlich entstandenem Nebel, der vom Auer Mühlbach her ins Stadion zog! Pyrotechnik kam vor der Unterbrechung nicht zum Einsatz und auch nach dem Spiel war es noch mehr als nur neblig rund um das schönste Stadion der Welt und da zündete längst niemand mehr Pyro-Technik. Manchmal würde es also nicht schaden, selbst im Stadion zu sein, wenn man berichten möchte…
BR passt Artikel nach Hinweis an
Nachdem der Bayerische Rundfunk durch die Presseabteilung von 1860 unter Anderem durch diesen Artikel auf die offensichtlichen Fehler in seiner Berichterstattung hingewiesen wurde, änderte er den Artikel nun wahrheitsgemäß ab.
Dass das Spiel aufgrund des Nebels unterbrochen wurde kann man richtig stellen. Aber bei der Aktion lediglich die Sinnhaftigkeit zu hinterfragen finde ich schwach. Sau blöd wars! Pyro schön und gut aber in dieser Situation einen Spielabbruch, im wahrsten Sinne des Wortes, zu befeuern, ist ein Unding. Das hat mit Support nichts zu tun.
Da hatte Bär auch nicht Unrecht.
Vor dem Spielabbuch war die Sicht von F2 zum anderen Strafraum deutlich schlechter, man konnte zwar die Spieler noch erahnen, aber die Ballposition nur erraten. Beim Abbruch selber war es bereits deutlich besser.
Ein Oranger Ball hätte dem Spiel gutgetan.
Nach Genuss der Magenta-Zusammenfassung bin ich auch froh, dass ich die Aue-Spieler in den dunklen Trikots vor der dunklen Bandenwerbung an der Ostkurve nicht recht erkennen konnte. Die Schlussphase war ja noch schlimmer, als es mir im Stadion schon erschien…
Dass das Spiel aufgrund des Nebels unterbrochen wurde kann man richtig stellen. Aber bei der Aktion lediglich die Sinnhaftigkeit zu hinterfragen finde ich schwach. Sau blöd wars! Pyro schön und gut aber in dieser Situation einen Spielabbruch, im wahrsten Sinne des Wortes, zu befeuern, ist ein Unding. Das hat mit Support nichts zu tun.
Die falsche Angabe im BR-Artikel lässt Rückschlüsse darauf zu, wie die dortige Sportredaktion solche Texte vermutlich generiert.
Da hatte Bär auch nicht Unrecht.
Vor dem Spielabbuch war die Sicht von F2 zum anderen Strafraum deutlich schlechter, man konnte zwar die Spieler noch erahnen, aber die Ballposition nur erraten. Beim Abbruch selber war es bereits deutlich besser.
Ein Oranger Ball hätte dem Spiel gutgetan.
Das glaube ich auch!
Nach Genuss der Magenta-Zusammenfassung bin ich auch froh, dass ich die Aue-Spieler in den dunklen Trikots vor der dunklen Bandenwerbung an der Ostkurve nicht recht erkennen konnte. Die Schlussphase war ja noch schlimmer, als es mir im Stadion schon erschien…
Danke Thomas, dass werden aber die Wutbürger (die bei woanders24 besser aufgehoben wären) nicht in der Kopf bekommen.