Die Amas des TSV 1860 treten am Samstag Nachmittag (15 Uhr, BSA Heinrich-Wieland-Straße) in der Bayernliga Süd beim Tabellenletzten Türkgücü München an. Für U21-Trainer Alper Kayabunar ist es ein besonderes Spiel, kehrt er doch an seine alte Wirkungsstätte zurück, wo er zwölf Jahre lang als Trainer arbeitete.
Türkgücü vor dem nächsten Abstieg
Was vor ein paar Jahren – vom einen oder anderen Berichterstatter im Löwenumfeld – noch als Vorbildprojekt für 1860 für zielführende Entwicklung eines Vereins im Profifußball gefeiert wurde, ist heute nur noch ein Scherbenhaufen. Türkgücü München wird – nach dem Abstieg aus der Regionalliga Bayern im vergangenen Sommer – in ein paar Wochen auch die fünftklassige Bayernliga Süd mit dem Abstieg verlassen. Das steht angesichts der Bilanz von acht Punkten aus 22 Spielen und einem personellen Aderlass in der Winterpause bereits fest. Wie es danach an der Heinrich-Wieland-Straße weitergeht, ist aktuell noch völlig unklar.
Desaströse Bilanz
Die ganze Geschichte des Projekts soll und kann an dieser Stelle nicht erzählt werden, daher beschränkt sich dieser Artikel auf die nackten Fakten in der laufenden Saison. Nur zwei Siege, zwei Remis, aber 18 Niederlagen, bei 13:55 Toren stehen zu Buche. Das rettende Ufer in der Bayernliga ist bereits 17 Punkte entfernt. Und dennoch sollten die Amas diesen Gegner nicht unterschätzen. Gegen den TSV 1860 dürften die Gastgeber am Samstag besonders motiviert sein, einen Achtungserfolg zu erzielen. Nicht zuletzt auch, weil Löwencoach Alper Kayabunar eine lange Historie bei Türkgücü hat.
Kayabunar freut sich auf die Rückkehr
Im Interview mit sechzger.de nach dem nach dem 1:0-Sieg über Pipinsried am vergangenen Samstag, berichtete der seit letzten Sommer an der Grünwalder Straße 114 erfolgreich tätige Kayabunar über seine Gefühle vor der Rückkehr an die Heinrich-Wieland-Straße. Und warnte schon mal.
Es ist schon besonders, natürlich. Vor allem, wenn wir dort auf dem Trainingsgelände spielen. Ich war da zwölf Jahre lang Trainer, hab auch sehr schöne Momente dort erlebt. Dort das erste Mal – glaub ich – als Auswärtsmannschaft hinzufahren, wird ungewohnt. Ich freu’ mich auf das Spiel, aber trotzdem wollen wir natürlich unbedingt gewinnen und die nicht unterschätzen. Man kennt diese Geschichte im Fußball. Das sind die schwersten Spiele.
Landsberg dieses Wochenende spielfrei
Für die Amas geht es am Samstag Nachmittag darum, den aktuell hauchdünnen Vorsprung auf den punktgleichen Verfolger TSV Landsberg an der Tabellenspitze ein wenig zu vergößern. Die Lechstädter sind spielfrei und 1860 könnte sich einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Der dann freilich eine Woche nach Ostern wieder egalisiert wird, wenn Kiefersauer & Co. aussetzen.
Personalthemen
Interessant wird es, im Laufe der Woche zu beobachten, auf welche seiner Spieler Alper Kayabunar am Samstag verzichten muss, weil sie die Profis beim Spiel in Duisburg als Kaderspieler verstärken sollen und mit ins Ruhrgebiet reisen. Samuel Althaus, der am vergangenen Samstag beim der Partie gegen Pipinsried in der 2. Halbzeit nach längerer Verletzungspause seine Rückkehr auf den Platz feierte, ist sicher ein heisser Kandidat. Er hatte Ende 2025 ja schon für die Profis auf dem Platz gestanden. Am Dienstag Nachmittag durfte erstmals U21-Kapitän Xaver Kiefersauer im Profitraining mitmachen, der beim vorletzten Heimspiel der Amas gegen Schwaig Ende Februar sein Comeback nach langer Verletzung mit zwei Treffern und einer starken Leistung gefeiert hatte.












Landsberg hat zwar am WE spielfrei,heut spielens aber in Nachholspiel gg Pipinsried.Können also heut auf Platz 1 springen.
Also Daumen drücken für “Pipi”
Danke für den Hinweis… Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm.
Leider hat ja das Daumendrücken für Pipi auch nix geholfen. 🙁
Ich hatte mir letztes Jahr Tüdlüdüdlü gegen Hauzenberg angeschaut. Auf deren Anlage. War mein erstes und letztes Spiel dort. Was die Fans dort dem Schiedsrichter an Schimpfwörtern in deutsch und türkisch entgegen geworfen haben, will ich hier lieber nicht wiederholen. Da ist der sogenannte “Schieber” noch eine wahre Freundlichkeit. Gab 2 Platzverweise und dann wurde es so extrem, das ich lieber vor Spielende gegangen bin.
Schiaßt s’es endgültig weg bittschön!