Timon Schulz aus Lerthe bei Hannover ist der Mann an der Pfeife, wenn die Löwen am Samstag Nachmittag (14.00 Uhr – im sechzger.de Liveticker) zum vorletzten Auswärtsspiel dieser Saison beim 1. FC Schweinfurt 05 antreten. Die ganz große sportliche Brisanz steckt nicht mehr in der Partie. Aber für die Gastgeber, die bereits seit dreieinhalb Wochen als Absteiger aus der 3. Liga feststehen, hat das Spiel gegen die Münchner Löwen sicher besondere Bedeutung und es ist zu erwarten, dass die Schnüdel nochmal alles raushauen wollen. Ob es da ein Vorteil ist, dass der DFB mit Timon Schulz einen recht strengen Schiedsrichter nach Mainfranken schickt?
Sanktionsstatistik von Schulz
An den nackten Zahlen was Schulz’ Karten- und Elfmeterstatistik anbelangt, hat sich in den acht Drittligapartien, die er nach seiner letzten Vorstellung hier bei uns (vor dem Auswärtsspiel der Löwen in Wiesbaden) absolviert hat, wenig geändert. Mit 167 Gelben Karten in inzwischen 33 Spielen liegt der 29jährige Niedersachse weiterhin leicht über dem Ligadurchschnitt von 4,7 Verwarnungen pro Partie. Und in jeweils jedem fünften Spiel, das er leitet, zückt er den gelbroten bzw. den glatt roten Karton, was deutlich häufiger ist, als die Kollegen. Der Ligaschnitt liegt da bei neun bzw. zehn Partien. Einen Elfmeter verhängt Schulz in mehr als jedem dritten Spiel. Bei anderen Schiris vergehen immerhin fast viermal neunzig Minuten, ehe sie wiederholt auf den Punkt zeigen.
Zwei Niederlagen für die Löwen gepfiffen
Bei seinem letzten Einsatz bei einem Spiel des TSV 1860 am 5. Oktober letzten Jahres, als die Löwen am 10. Spieltag unter Interimscoach Alper Kayabunar drei Minuten vor dem Abpfiff das 0:1 beim SV Wehen Wiesbaden hinnehmen mussten, verlebte Schulz einen recht entspannten Nachmittag, kam mit ingsgesamt drei Gelben Karten (zwei für die Löwen Rittmüller und Philipp), ohne Platzverweise oder Elfmeter aus und erhielt vom kicker anschließend die Note 3,0. Damit konnte er sich für den vor dem Spiel hier noch ausführlich besprochenen Katastrophenauftritt am Kölner Höhenberg im Oktober 2023 – seinem bis dahin einzigen Löwenspiel – rehabilitieren, über das wir hier nun aber den Mantel des Schweigens hüllen wollen. Wir schauen nach vorn und halten fest: Nach zwei Niederlagen wird es mal Zeit, dass der für den TSV Germania Arpke aktive Schiri einen Sieg für Münchens Große Liebe begleitet. Aller guten Dinge sind drei! Von diesem Ansatz kann uns auch die Tatsache nicht abbringen, dass Schulz bei einem der nur vier Heimsiege des FC Schweinfurt im Sachs-Stadion auf dem Rasen stand. Erst am 7. März pfiff er das 3:2 der Schnüdel gegen den SSV Ulm.
Die Linienrichter in Schweinfurt
Bei diesem Spiel wurde Timon Schulz – wie auch beim Löwengastspiel in Wiesbaden – an der Seitenlinie von Luca Sambill unterstützt. Der 25jährige Lübecker pfeift seit dieser Saison in der Regionalliga Nord und hat dort neun Einsätze hinter sich. Ein Spiel mehr steht in seiner Linienrichter-Vita in der 3. Liga, wo er ebenfalls seit dieser Spielzeit am Start ist. Er begegnet Sechzig am Samstag also erst zum zweiten Mal. Auf der anderen Seite des Spielfeldes im Sachs-Stadion wird Hannes Ventzke mit dem Fähnchen winken. Der Schweriner ist nur ein jahr älter, als Sambill, blickt aber schon auf 29 Einsätze als Hauptschiedsrichter in der Regionalliga Nordost in vier Spielzeiten zurück. In der 3. Liga war er – ebenfalls seit dem Sommer 2022 – schon 44 Mal an der Seitenlinie im Einsatz. Sechsmal war dabei auch der TSV 1860 München beteiligt. In dieser Saison handelte es sich um den großartigen 2:1-Sieg der Löwen in Ingolstadt am 13. Dezember. Weniger erfreulich sind unsere Erinnerungen dagegen beispielsweise an Ventzkes Einsätze bei den Partien der Löwen in Cottbus (1:5) und in Großaspach gegen Stuttgart II (1:3) im Herbst bzw. Sommer 2024.
Der Vierte Offizielle
Aus Bretten im Kraichgau kommt der Vierte Offizielle für das Spiel in Schweinfurt. Maximilian Lotz ist 24 Jahre alt und als Schiedsrichter seit drei Jahren in der Regionalliga Südwest an der Pfeife. Als Linienrichter ist er seit der letzten Saison in der 3. Liga mit dabei und traf dabei in seinen 22 Spielen auch schon zweimal auf die Löwen. Zuletzt Ende Februar beim 2:1-Sieg in Hoffenheim. Und auch an seinen einzigen Einsatz zwischen den Trainerbänken, an dem 1860 beteiligt war, erinnern wir uns gerne zurück: Es war der 3:0-Sieg in Essen im Dezember 2024.
Titelbild: Gleich geht’s los. Timon Schulz und seine beiden Linienrichter vor der Partie des 10. Spieltags in dieser Saison zwischen Wehen Wiesbaden und den Löwen. Der Blondschopf rechts ist Luca Sambill, mit dem es am Samstag in Schweinfurt ebenfalls ein Wiedersehen gibt.










