Die Löwen versuchen bekanntlich am kommenden Samstag beim Drittligakonkurrenten Jahn Regensburg (14 Uhr – im sechzger.de Liveticker) das Finale im Totopokal, dem bayerischen Landespokal zu erreichen, um sich dann über diesen Titelgewinn für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal 2026/27 zu qualifizieren. Alternativ wäre diese Qualifikation auch über einen der ersten vier Plätze in der 3. Liga in der laufenden Saison möglich. Bei 1860 aktuell auch noch durchaus denkbar. Und wie sieht es bei den anderen Drittligisten mit der Quali für den bundesweiten Cup-Wettbewerb aus, in dem dann in der ersten Runde ein großes Los gegen einen Bundes- oder Zweitligisten winkt? Wir haben den Überblick über den Stand der Dinge in den Landespokalwettbewerben für Euch.
Fünfmal ist der Pokaltraum schon ausgeträumt
Für fünf Ligakonkurrenten der Löwen ist die Landespokalreise in dieser Saison schon vorbei. Sie mussten bereits die Segel streichen und könnten sich bestenfalls noch über die Ligaplatzierung den Platz im 64 Vereine umfassenden Starterfeld für den DFB-Pokal 26/27 sichern. Die Zahl von nur fünf Gescheiterten ist relativ niedrig. Bedeutet sie doch im Umkehrschluss, dass noch 13 Drittligisten dabei sind. Die beiden Zweitvertretungen aus Hoffenheim und Stuttgart sind im Wettbewerb nicht vertreten.
Nicht mehr im Landespokal dabei sind in Bayern der FC Ingolstadt (Aus im Viertelfinale gegen Regensburg) und der FC Schweinfurt (Endstation im Achtelfinale in Aschaffenburg). Drittliga-Tabellenführer VfL Osnabrück aus Niedersachsen, bei dem allerdings aktuell ja alles nach einer DFB-Pokal-Qualifizierung über die Liga aussieht, scheiterte – wie die beiden bayerischen Vertreter – im Elfmeterschießen. Am SSV Jeddeloh II. Außerdem mussten in dieser Saison zwei Westvereine schon frühzeitig die Segel in ihrem Landeswettbewerb streichen: Rot-Weiss Essen verlor im Verband Niederrhein in der 2. Runde gegen Rot-Weiss Oberhausen und im Mittelrhein-Wettbewerb war für Alemannia Aachen erst kürzlich im Viertelfinale bei Fortuna Köln Endstation.
Vier Teams im Viertelfinale
In der Runde der letzten acht stehen insgesamt vier Mannschaften aus der 3. Liga. Zwei davon werden sich aller Voraussicht nach in der kommenden Saison in der Regionalliga wiederfinden. Umso wichtiger wäre der Einzug in die finanziell lukrative erste DFB-Pokal-Runde durch einen Landespokalsieg. In Sachsen versucht Erzgebirge Aue am kommenden Sonntag beim SSV Fortschritt Lichtenstein aus der Landesklasse Sachsen West ins Halbfinale einzuziehen. Der SSV Ulm trifft heute in einer Woche auf den aktuellen Zweitplatzierten der Regionalliga Südwest, die SG Sonnenhof Großaspach. Kuriosum dabei: Genau eine weitere Woche später geht es für die Spatzen an exakt gleicher Stelle gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart wieder um Drittligapunkte.
Fast zeitgleich mit den Löwen in Regensburg tritt Hansa Rostock – ebenfalls noch mit sehr realistischen Chancen auf eine Pokal-Quali über die Ligaplatzierung ausgestattet – beim Verbandsligisten 1. FC Neubrandenburg im Viertelfinale in Mecklenburg-Vorpommern an.
Im Saarland hat der 1. FC Saarbrücken erst in der vorletzten Woche das Viertelfinale erreicht, das bereits heute Abend beim FC Kandil Saarbrücken aus der sechstklassigen Verbandsliga ausgetragen wird.
Halbfinalspiele im Landespokal…
Nur noch zwei Siege von den Fleischtöpfen des DFB-Pokals entfernt sind – neben Regensburg und unseren Löwen – auch sieben weitere Drittligisten.
Schon heute Abend will der SV Wehen Wiesbaden bei Germania Ober-Roden aus der Verbandsliga Hessen-Süd den Finaleinzug sichern, wo dann die SG Barockstadt Fulda wartet, die sich gestern Abend gegen die Offenbacher Kickers durchsetzen konnte. Ebenfalls am heutigen Mittwoch kommt es in Westfalen zum Aufeinandertreffen zwischen dem SC Verl und dem Oberligisten Türkspor Dortmund. Im möglichen Finale treffen die Verler dann auf die Sportfreunde Lotte, die sich bereits am Mittwoch der vergangenen Woche gegen den FC Gütersloh durchsetzen konnten.
Etwas weiter südlich geht es morgen Abend im Mittelrheinpokal weiter, wenn Viktoria Köln beim fünftligisten SV Eintracht Hochkeppel antritt. Im Finale warten auf die Höhenberger Stadtrivale Fotuna Köln oder der Bonner SC, die das andere Halbfinale in der kommenden Woche austragen werden.
…zeitgleich mit 1860
Drei Drittligisten sind in ihrem jeweiligen Pokalwettbewerb am Samstag zur gleichen Zeit, wie die Löwen am Ball. In Baden reist der SV Waldhof Mannheim zum Verbandsligisten 1. FC Bruchsal. Im Erfolgsfall kommt es dann im Finale zu einem Derby gegen den VfR, der sich im Elfmeterschießen schon gegen den SV Sandhausen durchsetzen konnte. In Brandenburg tritt Energie Cottbus beim BSC Preußen 07 an. Im Finale wartet auf jeden Fall ein Team aus der NOFV-Oberliga. Und am Niederrhein freut sich unser letzter Ligagegner, der MSV Duisburg im Finale ebenfalls auf einen Oberligisten. Sofern die Hürde 1. FC Bocholt aus der Regionalliga West am Samstag erfolgreich genommen wird.
Havelse erst in drei Wochen dran
Noch ein wenig gedulden müssen sich die Niedersachsen, ehe sie wissen, wer heuer am Finaltag der Amateure (23. Mai) um den dortigen Landespokal der “Profis” spielt (hier gibt es ja zwei entsprechende Wettbewerbe für zwei Startplätze im DFB-Pokal). Gleichwohl das Viertelfinale aber schon im Sommer letzten Jahres über die Bühne ging, spielt der verbliebene Vertreter, Noch-Drittligist TSV Havelse erst am Mittwoch, den 15. April bei Jeddeloh II, dem Osnabrück-Bezwinger (siehe oben). Im möglichen Finale wartet dann der VfB Oldenburg oder der SV Drochtersen/Assel auf die Havelser. Dies entscheidet sich am Karsamstag.










