Schluss, Aus, Feierabend! Das war es jetzt endgültig mit den Aufstiegshoffnungen der Münchner Löwen. Starke Cottbuser zeigten den Sechzgern die Grenzen auf und führten schon zur Pause mit 2:0. Damit waren die Gäste nach einer uninspirierten Vorstellung nach 45 Minuten noch gut bedient. Am Ende siegte der FC Energie Cottbus leistungsgerecht mit 3:0. Die gut 1.000 mitgereisten Sechzger-Fans unter den über 16.000 Zuschauern mussten die Heimreise ernüchtert antreten.

Zwei Umstellunmgen in der Startelf

Im Vergleich zum 1:1 gegen Waldhof Mannheim startete bei den Sechzgern wie in der Löwenrunde angekündigt Jacobsen für Althaus. Zudem rückte Steinkötter für Hobsch in den Kader. Schröter und Wolfram standen erst gar nicht im Kader. Taktisch änderte Coach Markus Kauczisnki am gewohnten System nichts. Mit offenem Visier gingen die Gäste auch nicht zu Werke. Dennoch waren die Offensivbemühungen dem TSV 1860 von Beginn an nicht abzusprechen. Vielmehr versuchte man immer wieder sich in Richtung der Gefahrenzone durchzukombinieren.

Ausgeglichene Anfangsphase

Das Spiel war von Beginn an ausgeglichen, ohne größere Chancen auf beiden Seiten. Die erste gute Möglichkeit des Spiels hatten die Hausherren nach 20 Minuten, als Cigerci abzog und Löwen-Keeper Dähne stark parierte. Noch keine halbe Stunde war gespielt als die Cottbuser in Führung gingen. Boziaris konnte vom rechten Flügel unbedrängt flanken, in der Box stimmte die Zuordnung nicht und Engelhardt vollstreckte per Kopf zum 1:0.

Doppelpack von Engelhardt

Wie schon der Cottbuser Führung ging es drei Minuten später auch beim 2:0 für Cottbus,  das inzwischen feldüberlegen war, viel zu einfach. Die linke Defensiv-Seite der Löwen leistete nur Begleitschutz. Die Hausherren kombinierten sich gut durch und Engelhardt konnte im Fünfmeterraum unbedrängt einschieben. Damit waren die Löwen völlig aus der Partie und mussten froh sein, sich nicht noch vor der Pause einen dritten Gegentreffer einzufangen. Die langen Pässe in die Spitze kamen von den dominanten Lausitzern postwendend in Form des nächsten Angriffes zurück. Nach 45 Minuten konnten sich die Löwen bei Cigerci bedanken, dass er aus 18 Metern freistehend das Tor nicht traf, sonst wäre das Spiel endgültig durch gewesen.

Kauczinski stellt zur Pause um

In der Halbzeit musste Kauczinski umstellen, zu weit standen etliche seiner Schützlinge im ersten Durchgang gegen spielbestimmende Cottbuser neben den Schuhen. Einen Torschuss hatte 1860 in den ersten 45 Minuten nicht zu verzeichnen, nimmt man den zwei Meter zu hohen Schuss von Steinkötter in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts aus. Die Hausherren kamen dagegen auf deren zehn. Fassmann kam für Schifferl ins Spiel und Althaus wurde für Maier eingewechselt.

Sechzig beginnt bemüht

Die Löwen starteten bemüht und mit etwas mehr Schwung in den zweiten Durchgang. So kam man auch einmal zu einer Ecke, die aber nicht dort ankam, wo man Tore schießen kann. Beinahe hätten sich die Gäste für das Engagement belohnt, doch ein Cottbuser rettete bei einem Volland-Schuss für seinen bereits geschlagenen Keeper. Dies war zugleich der erste nennenswerte Torschuss der Löwen. Auf der anderen Seite klärte Fassmann nach katastrophalem Rückpass von Voet für den herausgeeilten Dähne.

Niederlechner und Rittmüller kommen

25 Minuten vor Schluss reagierte Kauczinski noch einmal darauf, dass Cottbus nach der einzigen guten Löwenchance schnell wieder die Spielkontrolle übernahm. Rittmüller kam für Danhof in die Partie und Niederlechner bekam für Steinkötter eine Bewährungschance. Doch ehe sie wirklich eingreifen konnten, machte Engelhardt den Sack mit dem 3:0 zu. Bei einem schnellen Konter flutschte Dähne der Ball aus der Hand und Engelhardt staubte ab.

… und dann kommt auch noch Pech dazu

Eine Viertelstunde vor Ende hatten die Löwen dann Pech, als Niederlechner nach einem Fallrückzieher von Volland aus der Drehung abzog und erneut ein Cottbuser auf der Linie klärte. Aber wenn es nicht läuft, dann kommt auch noch Pech hinzu. So scheiterte Niederlechner bei seinem zweiten Abschluss am Pfosten. Haugen nagelte das Leder kurz vor Schluss fünf Metern in den Lausitzer Abendhimmel.

Leistungsgerechtes 3:0 beendet letzte Hoffnungen

So blieb es bis zum Schlusspfiff beim insgesamt auch leistungsgerechten 3:0-Heimsieg für Cottbus, das im zweiten Durchgang nach dem dritten Treffer um zwei Gänge zurückschaltete und den Löwen so einige Chancen ermöglichte. Damit sind auch die letzten Aufstiegsträume der Löwen ausgeträumt und Sechzig kann sich in den letzten Ligaspielen auf die nächste Saison und das Toto-Pokal-Finale in Würzburg Ende Mai vorbereiten.

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Burger1860

Weiß man schon wann am 23.5. beim Totopokalfinale Anpfiff ist?

Kersten Beyer

Nein. Erst wenn alle Finals feststehen. Das dauert noch paar Wochen. 

Chemieloewe

Kurz – Spiel u. Ergebnis: 0:3 – Niederlage gegen Energie in Cottbus + die letzten 3 Spiele ergeben nur 2 Punkte aus 4 Spielen – d.h.: 2 Remis u. 2 Niederlagen in den letzten 4 Spielen sprechen eine knallhlare, eindeutige u. unmissverständliche Sprache: 60 gehört über die gesamte Saison betrachtet diese Saison keinesfalls zu den Aufsteigern in die 2. BL, sondern gehört in die 3. Liga, nicht mehr u. nicht weniger! Schade, aber so ist es nunmal, leider, diese Wahrheit wurde uns heute wieder u. nicht nur heute, knallhart sehr schmerzlich vor Augen geführt.

1860ZELL

Bisher hat doch vor allem die Abwehr überzeugt. Hat die heute bewusst mit katastrophalen Leistungen gegen Traiiner und Aufstieg gekämpft?

dani

mMn hat die gierigere heißere mannschaft gewonnen. halte den cottbusser trainer für einen wahnsinns motivator. pele wollitz bei uns wäre ein erlebnis. unsere mannschaft hatte über die komplette saison keinen hunger auf erfolg.

Bembelbande_KO

Wer aber in Cottbus schon Unruhe reinbringt…wie soll es erst hier sein?

dani

wird nie passieren. trotzdem schafft er es seine mannschaft immer noch im rennen zu halten. unsere mannschaft war nicht heiß und unser trainer hat sie auch noch nicht motiviert. der entscheidende unterschied zu uns….

SechzgerMichl

Was sind das für krude Phantasien? Alles nur um von der Verantwortung des Trainers abzulenken. Er stellt die Mannschaft ein und auf. Den grundsätzlichen Willen und Kampfgeist würde ich der Mannschaft in dieser Saison nie absprechen. Das war mehr als die letzten Jahre zu erkennen, dass die schon wollen.

Joerg

Der Trainer hat sich mit seiner Startaufstellung selbst bekämpft um den Löwentatoo zu entgehen, er ist halt keine “Wampe von Giesing”

Vorstopper

Ironie? Er hat nunmehr kein anderes Personal.

Vorstopper

🙈

1860forever

Puuh, so was von ernüchternd. Dritte Liga forever. 

Joerg

Na dann kommt bald eher die Regionalliga, Steini hat ja nächste Saison noch Vertrag, spielerisch war eben alles zu wenig, viel zu wenig

Chemieloewe

…sieht leider realistisch betrachtet genau so aus!🥴🤪😖