Nach dem wenig erfreulichen Ausflug der Amas des TSV 1860 nach Gundelfingen am Dienstag dieser Woche, von dem man mit einer 2:4-Niederlage im Gepäck zurück nach Giesing kehrte, geht es am Samstag nun schon wieder ins Schwäbische. Diesmal liegt das Ziel der Junglöwen rund 45 Kilometer weiter nördlich, in Nördlingen. Der dort beheimatete TSV erwartet die U21 zu ihrem letzten Auswärtsspiel dieser Saison in der Bayernliga Süd. Anpfiff ist um 15.30 Uhr in einem Stadion mit einem Namen, der hier nicht unbedingt genannt werden muss. Um spätestens am letzten Spieltag dann den angestrebten Meistertitel einzufahren und nicht auf der Zielgerade den Verfolger aus Landsberg noch vorbeiziehen zu lassen, sollten das Team von Alper Kayabunar in Nördlingen unbedingt siegen!

Hinspiel-Niederlage Teil einer kurzen Krise

An das Hinspiel von Ende Oktober haben die Amas keine guten Erinnerungen. Zeitlgleich und mit gewissen Parallelen zum Spiel der Profis, die an jenem Tag in Mannheim am Ball waren, ging Sechzig zwar in Führung, musste sich am Ende aber mit 2:3 geschlagen geben. Die Profis unterlagen beim Waldhof – ebenfalls nach eigener Führung – mit 1:3. Die erste – und bis vergangenen Donnerstag – einzige Heimniederlage gegen die Nordschwaben fiel in eine kurze Schwächephase mit zwei Pleiten hintereinander. In Hauzenberg und gegen Nördlingen. Auch aktuell stehen zwei verlorene Spiele zu Buche: Wieder hieß Hauzenberg zunächst der siegreiche Gegner – und am Dienstag dann Gundelfingen. Im Herbst kamen die Amas schließlich mit einem 3:0 im Nachholspiel gegen Geretsried wieder zurück in die Erfolgsspur.

Spannendes Rennen um die Relegationsplätze

Nach der etwas überaschenden Niederlage vom Dienstag blicken viele Löwenfans am Freitag Abend zunächst nach Landsberg, wo der aktuelle Tabellenzweite den SV Heimstetten (derzeit Fünfter) empfängt und die Amas mit einem eigenen Erfolg im Kampf um den Titel unter Druck setzen will. Eine Woche später, am Samstag, den 16. Mai werden – wie üblich – alle Partien zeitgleich ausgetragen. Für den TSV Landsberg geht es dann abschließend zum FC Gundelfingen, der sich durch den Sieg über die Löwen auf den dritten Tabellenplatz geschoben hat. Hinter den nicht aufstiegsberechtigten Amas steht zwar der TSV Landsberg bereits als Aufsteiger in die Regionalliga fest, dahinter ist das Gerangel um den Relegationsplatz drei aber noch spannend: Fünf Teams könnten diesen noch erreichen, wobei nur Kirchanschöring (aktuell 4.), Pipinsried (6.) und Erlbach (7.) eine Lizenz für die Regionalliga beantragt haben. Heimstetten und Gundelfingen wollen gar nicht hoch.

Mit all dem hat der finale Gegner der Löwen am letzten Spieltag wiederum nichts zu tun. Der FC Ismaning kommt dann als stabiles Mittelfeldteam zum Saisonabschluss an die Grünwalder Straße 114 (und nicht, wie aktuell noch auf der offiziellen Website zu lesen, nach Gilching).

Löwenbilanz gegen Nördlingen

Doch zurück zur am Samstag anstehenden Aufgabe: Seit vier Jahren ist der TSV Nördlingen kontinuierlich in der Bayernliga Süd am Ball, nachdem man zuvor – bis auf zwei einjährige Gastspiele auf dieser Ebene – viele Jahre stets der Landesliga Südwest angehört hatte. In bislang insgesamt zehn Partien zwischen den beiden Mannschaften behielten die kleinen Löwen fünfmal die Oberhand, zweimal trennte man sich Remis und dreimal zogen die Amas den Kürzeren. Auch die Auswärtsbilanz ist aus Münchner Sicht positiv: Drei Siege, und je ein Unentschieden und eine Niederlage stehen zu Buche. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams. Am 23. September 2018 siegte die U21 von Münchens Großer Liebe – damals trainiert von Sebastian Lubojanski, dem Vorgänger von Frank Schmöller auf dieser Position – in Nördlingen mit sage und schreibe 8:0. Zweifacher Torschütze war damals ein gewisser Dennis Dressel.

Personalfragen

Nachdem am Samstag eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff in Nördlingen auch das letzte Heimspiel der 1860-Profis gegen den FC Ingolstadt im Sechzgerstadion angepfiffen wird, dürften ein paar Akteure, die noch am Dienstag bei den Amas auf dem Platz standen, diesmal fehlen. Allen voran Torwart Paul Bachmann, der gegen die Schanzer natürlich wieder den Dähne-Vertreter gibt. Aber auch Samuel Althaus, Loris Husic und vielleicht Finn Fuchs sind Kandidaten, auf die Trainer Kayabunar in Nördlingen eventuell verzichten muss, weil sie in den Profikader rutschen. Dass er dies einkalkuliert und es auch als “unsere Hauptaufgabe” sieht, “die Spieler für die Profis auszubilden”, betonte er im Interview mit sechzger.de nach der Partie in Gundelfingen.

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Kraiburger

Die Amateure sind als Tabellenführer aktuell Punktgleich mit dem zweiten Landsberg. In der Endwertung gilt aber nicht das bessere Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich, den 1860 bislang für sich entscheiden konnte.

Unsere Jungs haben also jetzt 2 Matchbälle, um sich die Meisterschaft zu sicher. Ein Gefühl, dass man mit der ersten Mannschaft leider absolut zu selten hat.

Am 16. Mai, während die erste in Verl spielt, spielt die zweite ihren letzten Matchball um die Meisterschaft am Trainingsgelände.

Es wäre unseren Nachwuchshoffnungen um Kiefersauer und Althaus doch wirklich zu wünschen, dass sie mit einer stolzen Brust einer gewonnen Meisterschaft in die erste Mannschaft hochgezogen werden.

Und eine Meisterfeier in Giesing hat man auch nicht all zu oft. Vielleicht überlegt sich ja der ein oder andere Löwenfan, der nicht nach Verl fährt, anstatt den Nachmittag am Fernseher zu verbringen lieber zum TG zu fahren und hoffentlich eine Meisterschaft mitzuerleben!

Arsch hoch!