Heute Nachmittag empfing der TSV 1860 München den FC Ingolstadt 04 zum letzten Heimspiel der Saison 25/26 im Stadion an der Grünwalder Straße. Nach einer an Höhepunkten armen ersten Halbzeit konnte Ingolstadt die Pausenführung der Münchner Löwen drehen und einen nicht ganz unverdienten Auswärtssieg in Giesing feiern.
Verabschiedung von sieben Spielern vor dem Spiel
Gut 20 Minuten vor dem Anpfiff wurden die sechs scheidenden Spieler verabschiedet, deren Verträge nicht verlängert wurden. Auch Clemens Lippmann, der seinen Vertrag nicht verlängerte und wahrscheinlich nach Paderborn wechseln wird, wurde im Stadion gebührend verabschiedet. Mit Maximilian Wolfram stand nur einer der scheidenden Spieler in der Startelf. Raphael Schifferl und Morris Schröter bekamen immerhin noch einen Platz auf der Bank. Nach ihren Einwechslungen durften sie sich immerhin auf dem Rasen von den Löwenfans verabschieden. Nicht im Kader standen Thore Jacobsen, David Philipp und Kapitän Jesper Verlaat, der bei seiner Verabschiedung mit den Tränen zu kämpfen hatte.
Drei Eigengewächse in der Startaufstellung
Kauczinski wirbelte die Startaufstellung nach dem 1:1 in Schweinfurt gehörig durch. Er erstetzte Schifferl, Jacobsen, Dordan und Volland durch Althaus, Kiefersauer, Steinkötter und Wolfram. So ging 1860 mit drei Eigengewächsen in das Spiel gegen Ingolstadt. Die Partie begann verhalten und spielte sich weitgehend zwischen beiden Strafräumen ab. Die 15.000 Zuschauer bekamen kaum Chancen zu sehen. Ausnahme war ein langer Ball auf Costly, der in der 6. Minute alleine vor Dähne zu überhastet abschloss.
Althaus bringt 1860 mit Premierentreffer in Führung
Ab der 25. Minute übernahm 1860 dann mehr und mehr die Spielkontrolle. Besonders Niederlechner und Haugen fielen in dieser Spielpahse als Aktivposten auf. So war es auch Haugen, der nach einem Ballgewinn von Kiefersauer im Mittelfeld schnell schaltete und den gestarteten Althaus perfekt einsetzte. Althaus behielt vor dem Tor die Nerven und schob den Ball rechts am Ingolstädter Keeper Klein vorbei zum 1:0 ins Netz. Bis zur Halbzeit passierte nichts mehr, so dass 1860 mit einer knapen, aber verdienten Führung in die Kabinie ging.
Ingolstadt dreht die Partie
Beide Teams kamen aktiver aus den Kabinen. 1860 schaltete direkt den Vorwärtsgang ein und Steinkötter setzte einen Kopfball nach ansprechender Danhof-Flanke knapp am Kasten vorbei. Danach erhöhte Ingolstadt die Schlagzahl und riss die Spielkontrolle in der Folge an sich. Eine erste Chance ergab sich für den FCI in der 56. Minute, als Sturm nach einem Pass von Besuschkow das Tor von Dähne knapp verfehlte. Eine Minute später fiel dann wirklich der Ausgleich. Die Ingolstädter brachten mit Sturm und Hoppe eine sehenswerte Kombination auf den Giesinger Rasen. Am Ende legte Hoppe überlegt quer auf Costly, der vollkommen frei vor dem Tor den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Nur sieben Minuten später drehten die Ingolstädter das Spiel. Dieses mal glänzte Costly als Vorbereiter mit präziser Flanke für Besuschkow, der quer in der Luft stehend per Seitfallzieher den Ball zum 1:2 in die Maschen jagte. Dähne hatte keine Abwehrchance. Damit hatte der FCI das Spiel gedreht.
1860 kommt nicht zurück ins Spiel
Der Ingolstädter Doppelschlag warf die Löwen sichtbar aus der Bahn. 1860 wirkte gegen die sicher stehenden Defensive von Ingolstadt lange einfallslos. Zwar hatte Sechzig deutlich mehr Ballbesitz und ließ diesen nicht mal schlecht um den Strafraum herum laufen, aber zu hochkarätigen Abschlussmöglichkeiten kam 1860 lange nicht. Erst in der Nachspielzeit gelang es den Löwen wieder, ernsthafte Torgefahr zu erzeugen. Schröter eröffnete die Schlussoffensive mit einem Distanzschuss kanpp über die Latte (91. Minute). In der 94. Minute gewann Haugen nach einer Flanke von rechts sein Kopfballduell gegen seinen Ingolstädter Gegenspieler und setzte den Kopfball an die Latte. Danach versuchte sich Schröter nochmal, konnte sich aber nicht mit dem Ausgleichstreffer von den Löwenfans verabschieden. So gelang es Ingolstadt, das Spiel zu drehen und einen insgesamt nicht unverdienten Dreier aus Giesing mitzunehmen. 1860 war nach ansehnlicher erster Hälfte in den zweiten 45 Minuten zunächst zu passiv und konnte nach dem Rückstand nicht wirklich Druck auf den Ausgleich machen. Immerhin besiegten die Würzburger Kicker die SpVgg Unterhaching zeitgleich mit 4:0, wodurch 1860 für den DFB-Pokal qualifiziert ist.











Kauczinski nach dem Spiel im Interview: „Ich habe ein gutes Spiel von uns gesehen … Wir haben gut kombiniert, viele Chancen gehabt. Ich bin nicht unzufrieden.“