Mit einer neuformierten Aufstellung werden die Profis des TSV 1860 München am morgigen Samstag um 14:00 Uhr ins letzte Heimspiel gegen den FC Ingolstadt gehen. Zahlreiche Spieler fallen verletzt oder angeschlagen aus. Das kann zugleich die Chance für junge Kicker wie Kiefersauer oder Althaus sein, um sich von Beginn an zu beweisen. „Für die Fans alles zu geben, das ist es was ich von den Jungs erwarte“, erklärte 1860-Trainer Markus Kauczinski in der Löwenrunde vor der Begegnung. Kurioserweise fiel dabei kein einziges Wort über den morgigen Gegner aus der Audi-Stadt.
Volland fällt aus – Dähne kann spielen
Nicht mit dabei sein werden neben den Langzeitverletzten Deniz, Reinthaler, Maier und Verlaat auch Jacobsen, der einen Schlag abbekommen hat, Volland, den Muskelprobleme plagen und Dordan, der im umgeknickt ist und für den Rest der Saison ausfällt. Dafür stehen Christiansen, Jakob und Fassmann im Aufgebot. Auch Husic wird trotz Abitur-Stress zum Spieltags-Kader gehören.
Kiefersauer, Althaus plus Niederlechner denkbar
„Das schließt sich gegenseitig nicht aus“, sagte Kauczinski auf Rückfrage von sechzger.de, ob er sich Kiefersauer und Althaus gemeinsam mit Niederlechner im Zentrum vorstellen könne. „Es wird sich etwas verschieben beim Personal. Gerade im Mittelfeld haben wir nicht mehr so viele Möglichkeiten“, erklärte der Sechzger-Coach, der mit dem letzten Auftritt in Schweinfurt nicht zufrieden war. „Die ersten 20 Minuten waren okay, dann haben wir nicht mehr gut Fußball gespielt“, sagte Kauzcinski weiter.
„Für die Fans alles geben“
Im Hinblick auf Samstag fügte er an: „Für die Fans alles geben, das ist es, was ich von der Mannschaft erwarte“. Bereits um 13:40 Uhr werden einige Spieler auf dem Rasen verabschiedet, dies gibt der DFB so vor, erklärte Pressesprecher Rainer Kmeth. Für Kapitän Jesper Verlaat werde es aber noch eine gesonderte Verabschiedung geben. Dennoch lohnt es sich für die Fans also, frühzeitig ins natürlich ausverkaufte Grünwalder Stadion zu kommen.
Althaus: „Das ist ein normaler Prozess“
Dass Althaus zuletzt nicht mehr so zum Zug gekommen war, erklärte der Löwen-Coach so: „Am Anfang hat er überzeugt, dann gab es Dinge, die mir nicht so gefallen haben. Es geht darum, sich weiterzuentwickeln. Das ist ein normaler Prozess“. Am Samstag dürfte der Youngster aber wohl seine nächste Chance in der Startelf bekommen.
Würzburg-Spiel: „Schauen nicht aufs Handy“
Das parallel stattfindende Regionalliga-Spiel zwischen Würzburg und Unterhaching könnte den Löwen bei einem Sieg der Hausherren den Einzug in den DFB-Pokal bescheren. Dazu sagte Kauczinski: „Das sind Dinge, die wir nicht in der Hand haben. Wir werden nicht aufs Handy schauen, sondern machen unser Ding“.
Unzufriedenheit der Fans ist verständlich
Angesprochen von sechzger.de, ob er die aktuelle Unzufriedenheit der Fans verstehen könne, sagte Kauczinski: „Ja, das kann ich insgesamt verstehen. Mit der Englischen Woche in Cottbus ist der Faden gerissen. Da ist ein Bruch reingekommen. Auch ich erwarte mir mehr Mut und Initiative“. Man wolle wieder „besseren Fußball spielen“.
Kurze Wege zwischen den Amas und Profis
„Es ist ein kurzer Weg zu Alper und zum Staff“, erklärte der Profi-Coach über die Absprachen mit dem Übungsleiter der Amateure, die um die Meisterschaft in der Bayernliga kämpfen. „Wir nehmen aufeinander Rücksicht“, sagte Kauczinski weiter. So habe man beispielsweise Kiefersauer Spielzeit in der U21 gegeben, obwohl er bereits an Kandidat für den Profi-Kader gewesen wäre. Über Erdogan sagte Kauczinski: „Wir hatten das Gefühl, dass er eine Heimat braucht, um sich entwickeln zu können“, daher habe er vorwiegend bei den Amateuren trainiert und gespielt.
Fazit: Stabiler aber nicht konstant
Das letzte Heimspiel gegen Ingolstadt nahm der Cheftrainer zudem zum Anlass, ein erstes Zwischenfazit seiner Zeit bei 1860 zu ziehen. Er sagte: „Das ist kein Spaziergang, dass es Baustellen gibt, war klar. Wir hatten gute Phasen, haben es geschafft, uns zu stabilisieren. Aber wir sind leider nicht wirklich konstant geworden, haben es nicht geschafft die letzte Energie hochzuhalten. Außerdem hatten wir jede Menge verletzte Spieler und einige Herausforderungen. Leider haben wir nicht alles umsetzen können“.
Live dabei im sechzger.de-Ticker
Ob es den Löwen gelingt, sich morgen mit einer überzeugenden Leistung im Grünwalder Stadion zu verabschieden, könnt ihr gerne wieder im sechzger.de-Liveticker verfolgen, den wir ab dem Vormittag mit allen wichtigen Infos aus Giesing füttern.










