Das letzte Spiel der Saison steht an, dieses mal auswärts. Endlich muss man nach dieser Spielzeit fast sagen. Träume von der endgültigen Aufstiegsfeier in West-Ostwestfalen spukten schon durch die Köpfe der Löwenfans, doch nun geht es wie zuletzt in Verl wieder nur um die goldene Ananas. Und das ganz ohne Mottofahrt ist natürlich nur halb so spaßig. Trotzdem freuen sich viele Löwenanhänger auf die Reise an einen der beschaulichsten Liga Standorte. Interessanterweise genießen die Schwarz-Weißen bei vielen Sechzgern hohes Ansehen und werden wohlwollend besprochen. Das ist ja bei vielen anderen Dorfklubs genau umgekehrt. Wie dem auch sei, sportlich ist der kommende Gegner ein Schwergewicht in Liga 3 und deshalb müssen die Löwen aufpassen wenn es zum Sportclub Verl von 1924 e.V. geht!
Aktuelles – die Ausgangssituation
Es geht um nichts mehr. Verl liegt fünf Punkte vor den Löwen auf Rang 6, kann aber Platz nicht mehr auf Platz vier oder höher springen. Die stärkste Offensive der Liga hat es trotz 79 erzielten Toren und einer überdurchschnittlichen Defensive, die nur 48 Gegentreffer zuließ (weniger als z.B. Cottbus und Essen) nicht geschafft eine Platz in den Aufstiegsrängen zu festigen. Dies führt zu einer Bilanz von 17-10-10, die besonders durch eine Schwächephase in der zweiten Saisonhälfte zu Stande kam.
Diese konnte zwar eigentlich wieder überwunden werde, doch zuletzt konnte man im direkten Vergleich mit Aufstiegskonkurrenten einfach keine Punkte gewinnen. Die letzte Partie in Essen ging knapp verloren und auch in Osnabrück zog man mit 1:2 den Kürzeren. Pflichtsiege wie gegen Havelse (4:0) und Köln (2:0) wurden zwar eingefahren, aber auch gegen Aue (1:1) Punkte liegen gelassen. Deshalb reicht es für die Mannen von Trainer Tobias Strobl auch nicht für den Gang ins Unterhaus, sondern man befindet sich zusammen mit den Löwen wieder im tabellarischen Niemandsland.
Wintertransfers
Im Winter wurde der SCV mehrmals auf dem Transfermarkt aktiv und holte vor allem Perspektivspieler, möglicherweise schon als Vorgriff auf dies neue Saison. Zu dieser sind ebenfalls schon mehrere Zu- und Abgänge bekannt, welche aber dann zur kommenden Hinrunde besprochen werden.
Verlassen haben die Ostwestfalen Stürmer Dominik Steczyk (26), der seinen Vertrag auflöste und nun in Portugal auflöst. Außerdem wechselte der auf Leihbasis von Werder Bremen geholte Ethan Kohler (20) in die MLS zu New England Revolution. Ersatz fand man in nah und fern. Aus Paderborn lieh man Marco Wörner (21, ST) und vom BVB II zwei kam Antonio Foti (22, ZM). In der Verteidigung ist nun weiters Raphael Araoye eingeplant. Der 20-jährige kommt aus England von Bristol City (2. Liga England).
Das Stadion
Der SC Verl trägt seine Heimspiele in der “SPORTCLUB Arena” aus, welche ursprünglich 1994 errichtet wurde, aber nach dem großen Umbau von 2015/16 eigentlich ein komplett neues Stadion ist. Das Fassungsvermögen beträgt 5.207 Plätze, wovon 3.000 Stehplätze sind.
Der Verein trägt seine Spiele seit 1945 auf dem Areal an der Poststraße aus, nach welcher der Sportplatz früher auch benannt war. Die erste Tribüne gibt es aber erst seit 1986 und dem Aufstieg in die Oberliga Westfalen. Nach dem weiteren Aufstieg in die Regionalliga West im Jahre 1994 wurde eine neue Haupttribüne errichtet und Stehränge an den anderen Seiten gebaut. 2008 erfolgte ein weiterer Zubau von Stehplätzen, um die nun für die Regionalliga geforderten 5.001 Plätze zu erreichen.
Seit 2016 sind im Zuge des großen Umbaus alle Plätze überdacht, nachdem es davor nur eine gedeckte Tribüne entlang einer Längsseite gab. 2022/23 wurde das Stadion noch einmal ausgebaut und an die Regularien der dritten Liga angepasst, nachdem die Verler in der ersten Zeit im Profifußball nach Paderborn und Lotte ausweichen mussten.
Das Hinspiel
Letztes Heimspiel vor der Winterpause, nach fünf Siegen in Serie ist die Erwartungshaltung groß und man möchte mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen. Und dann wird man von Verl bei grauem Himmel in Giesing mit 0:2 abgefertigt und ist damit noch gut bedient. Außerdem sah Jacobsen kurz nach der Pause auch noch die Ampelkarte. Kurz vor dem Jahreswechsel noch einmal richtig die Grenzen aufgezeigt bekommen macht richtig Spaß. Ein Tag zum vergessen, der aber auch schon andeutete, dass es für ganz oben wahrscheinlich nicht reichen wird.
Der 38. Spieltag im Überblick
| Samstag | 13:30 Uhr | SSV Ulm 1846 Fußball – Rot-Weiss Essen |
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| 13:30 Uhr | 1. FC Saarbrücken – FC Hansa Rostock | |
| 13:30 Uhr | VfB Stuttgart 1893 II – VfL 1899 Osnabrück | |
| 13:30 Uhr | SV Wehen Wiesbaden – TSG Hoffenheim 1899 II | |
| 13:30 Uhr | 1. FC Schweinfurt 05 – FC Erzgebirge Aue | |
| 13:30 Uhr | MSV 02 Duisburg – FC Viktoria Köln 1904 | |
| 13:30 Uhr | SC Verl 1924 – TSV 1860 München | |
| 13:30 Uhr | SSV Jahn Regensburg – FC Energie Cottbus | |
| 13:30 Uhr | FC Ingolstadt 04 – SV Waldhof Mannheim |
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| 13:30 Uhr | Aachener TSV Alemannia – TSV Havelse 1912 |












