Dem neuen Präsidium ist es innerhalb von nur einem Jahr gelungen, die wirtschaftlichen Zahlen wieder deutlich ins Plus zu drehen. Nach zwei Geschäftsjahren mit bilanziellen Verlusten weisen die vorläufigen Zahlen des TSV 1860 München e.V. für die Saison 2025/2026 eine klare Trendwende auf. Eine Auswertung der vorliegenden Finanzdaten im Dreijahresvergleich belegt eine wirtschaftliche Konsolidierung, deren Entwicklung sowohl auf Einnahmensteigerungen als auch auf strukturelle Kostenanpassungen zurückzuführen ist.

Deutliche Steigerung der Gesamtleistung und des Rohertrags

Ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Erholung ist die Entwicklung auf der Einnahmenseite. Die Gesamtleistung des e.V. konnte von rund 3,38 Millionen Euro in der Saison 2023/2024 auf nun über 5,01 Millionen Euro (2025/2026) gesteigert werden. Zu diesem Wachstum trugen unter anderem gestiegene Mitgliedsbeiträge und Umlagen bei, die von 1,97 Millionen Euro auf 2,21 Millionen Euro anwuchsen. Zudem wurden deutlich erhöhte Umsatzerlöse erzielt, die im Wesentlichen aus den Bereichen Merchandising, dem Vereinsheim Bamboleo sowie dem Sponsoring stammen.

Das Resultat dieser Entwicklung spiegelt sich im betrieblichen Rohertrag wider: Dieser lag im Zeitraum 2023/2024 bei knapp 4,1 Millionen Euro und konnte innerhalb von zwei Jahren um rund 1,1 Millionen Euro auf gut 5,2 Millionen Euro (2025/2026) gesteigert werden.

Wirtschaftliche Entwicklung: Konsolidierung der Kostenstruktur

Parallel zu den Einnahmen wurde auch die Ausgabenseite restrukturiert. Nachdem die Gesamtkosten in der Saison 2024/2025 noch einen Höchststand von 5,52 Millionen Euro erreicht hatten, wurden diese im aktuellen Berichtszeitraum 2025/2026 auf 4,69 Millionen Euro gesenkt.

Die Detailauswertung zeigt dabei, dass diese Einsparungen nicht in erster Linie durch einen signifikanten Personalabbau erreicht wurden. Die Personalkosten beliefen sich in der Saison 2023/2024 auf 2,63 Millionen Euro, stiegen 2024/2025 auf 2,77 Millionen Euro an und liegen im aktuellen Zeitraum 2025/2026 bei rund 2,51 Millionen Euro. Im Verhältnis zu den insgesamt um über 800.000 Euro gesunkenen Gesamtkosten (im Vergleich zum Vorjahr) resultieren die Einsparungen somit nur zu einem kleineren Teil aus dem Personalbereich. Ein wesentlicher Teil der Konsolidierung beruht stattdessen auf reduzierten Sach- und Reisekosten sowie angepassten Strukturen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Ein für die kaufmännische Einordnung relevanter Aspekt des Geschäftsjahres 2025/2026 ist die DFB-Nachwuchsförderung, die im vorliegenden Zahlenwerk derzeit noch mit 0 Euro angesetzt ist. Die positive Entwicklung des Rohertrags wurde folglich komplett ohne diese Einnahmen realisiert. Bis zum endgültigen Jahresabschluss stehen naturgemäß noch finale Buchungen und Abrechnungen aus, die finanzielle Basis für das aktuelle Gesamtergebnis ist den vorläufigen Zahlen zufolge jedoch deutlich stabilisiert.

Titelbild: CR-Fotos

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4 Comments
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Loewe60

5,2 Mio Ertrag = Gewinn ? aber die KGaA verliert die 3.Ligalizenz wegen fehlender 2,3 Mio. oder ? Kann das jemand erklären ?

Stefan Kranzberg

Dem Ertrag musst erst noch die Kosten gegenrechnen – siehe Artikel.

_Flin_

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, im e.V. säßen kompetente und sachverständige Menschen. Auf dass das so bleibt!

Freiheit für Sechzig!

HuiWaeller

Potzblitz! Können die Verantwortlichen des e.V. etwa doch rechnen?