Der Löwenfan hat sich in dieser Saison ja schon an den Freitag Abend als Spieltermin gewöhnt. Nachdem aber die erste Mannschaft an diesem Wochenende erst am Sonntag Nachmittag im Sechzgerstadion die Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg empfängt (15 Uhr – im sechzger.de Liveticker), bietet sich morgen nun mal wieder ein Besuch bei den Amas an. Die haben sich nach dem sportlich wenig erquickenden August inzwischen offensichtlich erfolgreich gesammelt und gefunden und empfangen morgen Abend um 18.60 Uhr auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 den SV Erlbach. Den aktuell Tabellenvierten.

Seit vier Jahren in der Bayernliga etabliert

Seit der SV Erlbach im Sommer 2022 – unter großem Jubel in der 1.200 Einwohner großen Gemeinde – in die Bayernliga Süd aufgestiegen ist und damals gleich das erste Heimspiel gegen den Nachwuchs des TSV 1860 absolvieren durfte, ist der Verein eigentlich nicht mehr wirklich wegzudenken aus der Liga. In der ersten Saison noch mit dem Kampf um den Klassenerhalt beschäftigt, am Ende auf Rang 13 gelandet, gewann man in der zweiten Spielzeit gleich den Meistertitel, verzichtete aber – nach anfänglich anderen Aussagen etwas überraschend – dann doch auf den nächsten Aufstieg in die Regionalliga Bayern. Weil auf der wunderschönen, direkt am Waldrand gelegenen Anlage schlicht die Vorraussetzungen für viertklassigen Fußball, inklusive entsprechender Gästefan-Unterbringung, Zufahrtswegen etc. fehlten.

Bereit für den Aufstieg

In der Folge wurde hier deutlich nachgebessert und war dann auch endgültig bereit für den Gang in die Regionalliga. 2025 landete der SVE in der Abschlusstabelle hinter dem FC Memmingen und den Löwen dann auf dem dritten Platz, durfte an der Relegation teilnehmen, aber scheiterte an der SpVgg Hankofen-Hailing. Vergangene Saison stand am Ende ein fünfter Rang. Damit die zweit-“schlechteste” Bayernliga-Platzierung der Geschichte und keine Chance auf den Aufstieg. Vielleicht gelingt ja heuer der große Wurf und – sofern es mit der ersten Mannschaft der Löwen keinen Aufstieg zurück in die 3. Liga zu bejubeln gibt – der Gegner aus Giesing heißt dann ab Sommer 2027 nicht mehr 1860 II, sondern nur 1860. Aber das ist natürlich Zukunftsmusik.

Bilanz: Junglöwen gegen Erlbach daheim noch ungeschlagen

Blicken wir lieber noch kurz in die Vergangenheit: Die Bilanz der Erlbacher gegen unsere Amas ist relativ ausgeglichen: Insgeamt konnte man in acht Duellen zweimal siegen, dreimal endete das Treffen Remis und ebenfalls dreimal siegten die Junglöwen. Alle drei Niederlagen mussten die Gäste aus dem oberbayerischen Landkreis Altötting auswärts hinnehmen, daheim sind sie entsprechend gegen die Löwen noch ungeschlagen – wie Sechzig wiederum zu Hause gegen Erlbach. Was für das Aufeinandertreffen am Freitag eher die Sechzgerfans optimistisch stimmen sollte.

Junglöwen mit Aufwärtstrend

Mit einem Erfolg würde das Team des Trainerteams Christoph Reich und Wolfgang Sonnenhauser den Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigen. Nach dem sieglosen August stehen im September bereits ein Sieg (gegen Gundelfingen) und ein Punkt (am vergangenen Samstag in Kirchanschöring) zu Buche. Allerdings kommt mit Erlbach ein echtes Spitzenteam an die Grünwalder Straße. Das letzte Duell mit einem solchen hatten die Amas Mitte August verloren: In Landshut kamen sie beim aktuell zweitplatzierten Aufsteiger mit 2:6 unter die Räder. Die Gäste von morgen wiederum haben zwar am zweiten Spieltag ebenfalls in Landshut verloren, ansonsten aber schon fünf Siege und drei Unentschieden erzielt. Lediglich gegen 1860 Rosenheim setzte es vor zwei Wochen eine weitere Niederlage.

Trainer in Erlbach: Lukas Lechner

Betreut und begleitet wird das Team aus Erlbach morgen von Trainer Lukas Lechner, der seit Sommer 2025 dort das Zepter schwingt, nachdem er zuvor sechs Jahre lang und in 167 Partien als Spielertrainer fungiert hatte. Er greift auf einen – mit über 26 Jahren Durchschnittsalter – relativ alten Kader zurück, in dem sich einige ehemalige Akteure des SV Wacker Burghausen tummeln. Der 22jährige Innenverteidiger Yannik Seils wiederum kehrt am Freitag Abend an seine alte Wirkungsstätte zurück. Er gehörte bis vor einem Jahr dem TSV 1860 an, nachdem er 2020 aus Burghausens Fußballjugend ins NLZ der Löwen gekommen war. In zwei Bayernliga-Spielzeiten bei den Amas unter Frank Schmöller (23/24) und Felix Hirschnagl (24/25) kam er insgesamt 44 Mal zum Einsatz und erzielte zwei Tore.

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Titelbild: Heimspiel der Amas gegen Erlbach auf dem Trainingsgelände im August 2024. Endstand: 0:0

 

 

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