Manchour Tebonou? Nie gehört? Keine Sorge, dabei handelt es sich um keinen Spieler aus der 1. Mannschaft der Löwen. Genauer gesagt schnürt der junge Mann seine Fußballstiefel seit der Sommerpause mittlerweile gar nicht mehr für den TSV 1860 München, sondern wechselte zwischen den Spielzeiten aus Giesing in die Leipziger Nachwuchsabteilung einer Getränkeherstellers aus Fuschl.
Sechsstellige Ablöse für den TSV 1860
Warum also beschäftigen wir uns hier mit dem jungen Mann, der am kommenden Montag seinen 16. Geburtstag feiern wird? Ganz einfach: Wir wollen ehemalige Spieler des TSV 1860 nicht aus den Augen verlieren und immer mal wieder schauen, was aus ehemaligen Talenten der Löwen wurde.
Der Wechsel des gebürtigen Münchners nach Leipzig rief ein beachtliches Medienecho hervor. Nicht nur wegen des Alters des Spielers, sondern auch weil für Tebonou eine sechsstellige Ablöse in Richtung Grünwalder Straße floss. Rund 100.000 Euro landeten auf dem Konto des TSV 1860 – des Vereins wohlgemerkt, nicht der KGaA! Sollte sich der Offensivspieler gut entwickeln und später einmal ins Ausland wechseln, wäre erneut eine Ausbildungsentschädigung fällig und so weiteres Geld auf das Löwen-Konto spülen.
Manchour Tebonou – Juwel oder überbewertet?
Aber ist der noch 15-Jährige den Hype wert? Der Teenager, der vor allem im offensiven Mittelfeld beheimatet ist und durch seine enorme Spielintelligenz sowie technische Beschlagenheit besticht, soll in Leipzig behutsam über die renommierte Nachwuchsakademie an den Profibereich herangeführt werden. Bei den Löwen erweckte er mitunter den Eindruck, etwas zu ballverliebt zu sein – eine Eigenschaft, die im Leipziger Jugend-Modell des Kombinationsfußballs nur bedingt förderlich ist.
Dennoch stand Tebonou, der im Sommer auch das Interesse der AC Milan auf sich gezogen hatte, bei allen sechs Spielen in der DFB Nachwuchsliga auf dem Platz, wurde dabei jeweils zwei Mal ein- und ausgewechselt. In seinen bislang 384 Einsatzminuten gelang ihm ein Tor (beim 5:0 gegen den Chemnitzer FC), Torvorlagen stehen bisher nicht zu Buche.
Auch wenn die Statistik bislang nicht allzu prickelnd erscheint, darf man nicht vergessen, dass Manchour Tebonou zum jüngeren Jahrgang der U17 gehört und noch massenhaft Entwicklungspotenzial besitzt. Wir drücken dem jungen Mann die Daumen, dass er weiterhin gut gefördert wird und seinen Weg in Richtung Profifußball gehen wird.










