Auf der Pressekonferenz in Rostock äußerte sich Trainer Daniel Brinkmann zur morgigen Partie im Sechzgerstadion. Die Unentschieden zuletzt sind weiterhin ein Thema beim FCH, dennoch sieht der 40-Jährige dem Duell mit dem TSV 1860 München optimistisch entgegen. Man wolle die Löwen mit einem Auswärtssieg in Giesing auf Distanz halten.
Defensive mit Schwächephase
Die gute Laune von Geburtstagskind Markus Kauczinski aus der Löwenrunde schwappte nicht ganz bis in den hohen Norden zu Daniel Brinkmann über. Zu ärgerlich waren die beiden Duelle gegen Hoffenheim II und Osnabrück zuletzt verlaufen, wo Hansa Rostock jeweils in den Schlussminuten der Partien noch den Ausgleichstreffer hinnehmen musste. Die Ergebnisse der letzten Wochen beschäftigten auch am Freitag vor dem Auswärtsspiel in München Giesing (Sonntag 13:30 Uhr, sechzger.de Liveticker) die anwesenden Journalisten und den Trainer des FCH, der vor kurzem eine “Schein-Krise” attestiert hatte.
Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings, dass das bisherige Prunkstück von Hansa etwas nachgelassen hat. Sieben Gegentore fing sich die Rostocker Defensive in den letzten drei Duellen ein – davor waren es in 21 Spielen gerade einmal 20 Gegentreffer. Doch es gibt auch positive Aspekte: nach dem millionenschweren Abgang von Ryan Naderi in Richtung Glasgow sind natürlich viele Augen auf die Stürmer gerichtet, zumal keine Neuzugänge in diesem Bereich verkündet wurden. Speziell Emil Holten zeigte mit seinen Saisontreffern fünf und sechs, das die Defensive der Löwen definitiv ein Auge auf ihn haben sollte.
Brinkmann: Platzverhältnisse kommen Rostock entgegen
Deutlich positiver ist außerdem die Personalsituation an der Ostsee: Nico Neidhart kränkelte zuletzt etwas, könnte aber am Sonntag für Daniel Brinkmann dennoch eine Option darstellen. Ansonsten kann der Trainer des FCH nach eigenen Angaben “aus dem Vollen schöpfen“.
Bei der aktuellen Wetterlage sind die Platzverhältnisse auch in Rostock ein Thema. Beim TSV 1860 München wurde am gestrigen Freitag fleißig der Platz vom Schnee befreit. Brinkmann zufolge leiden viele Elemente des Hansa-Spiels unter den aktuellen Bedingungen. Umso erfreuter ist der 40-Jährige, dass die Lage am Sonntag eine andere sein wird.
Wir wissen aber auch, dass wir jetzt in München auf einem sehr ordentlichen Platz spielen, wo auch fußballerisch das ein oder andere mehr wieder möglich ist – was uns natürlich entgegen kommt.
Mit 1.500 Fans im ausverkauften Gästeblock im Rücken will der FCH den TSV 1860 München im Aufstiegsrennen auf Distanz halten. Angesprochen auf die Restchancen der Löwen und ob er glaube, dass die Mannschaft von Markus Kauczinski noch ein Wörtchen in Sachen 2.Bundesliga mitsprechen könne, sagte Brinkmann: “Das hoffe ich nicht.” Am Sonntag haben die Rostocker es in der eigenen Hand, in Giesing die Gewissheit weiter anwachsen zu lassen, dass Sechzig München ein weiteres Jahr in der 3.Liga verbringen könnte. Für den FCH ist das Duell am Sonntag derweil der Auftakt in mehrere Wochen mit Spitzenduellen. Bis Ende März lauten die weiteren Gegner Essen, Havelse, Cottbus, Duisburg und Wiesbaden.










