Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: Diese Saison bereitet den Löwenfans deutlich mehr Kummer und Sorgen als Freude. Eine katastrophale Heimbilanz, viel zu viele Gegentore, hohe Niederlagen. Und doch bietet sie einige – wenn auch sehr rare – Highlights in Form von absoluten Traumtoren. Bei den Löwen liegen Glamour und Tristesse einmal mehr sehr nahe beisammen…
Glamour & Tristesse bei den Löwen
Die Partie in Hannover war symptomatisch für die bisherige Saison des TSV 1860. Eine Stunde lang agierten die Löwen über weite Strecken schwach und einfallslos, kassierten ein viel zu einfaches Gegentor und wurden Opfer einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Man lag 0:1 zurück, die nächste Niederlage und das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz drohten. Und dann? Ja dann packten die Löwen zwei Traumtore aus und drehten die Partie doch noch zu ihren Gunsten.
Wie schrieb man früher so gerne in die Poesie-Bücher der Klassenkameraden und vor allem -kameradinnen: “Immer wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.” Oder ein Deniz. Oder ein Guttau. Oder…
Das nächste Tor des Monats?
Es ist schon auffällig, wie viele geniale Momente die Löwen in dieser an sich absolut bescheidenen Saison produzieren. Glamour und Tristesse gehen beim TSV 1860 in der Spielzeit 2024/25 Hand in Hand. Man denke nur an den sensationellen Fallrückzieher von Raphael Ott bei der desaströsen Heimpleite gegen Viktoria Köln oder die geilen Wolfram-Tore in Ingolstadt und Dortmund. Im Stadion Rote Erde reproduzierte Tunay Deniz zudem das Weitschusstor von Thore Jacobsen aus Bielefeld, das in der ARD sogar zum Tor des Monats September gewählt wurde.
Apropos Tor des Monats: Aktuell steht Maximilian Wolfram mit seinem Freistoß-Treffer in Köln zur Wahl – HIER könnt Ihr für die Nummer 30 des TSV 1860 abstimmen. Mit Tunay Deniz und Julian Guttau haben sich am Samstag gleich zwei Löwen für die nächste Vorauswahl beworben.
Aber eins merkt Euch, liebe Löwen: Wir Fans würden im weiteren Verlauf gerne deutlich weniger zittern und wären auch zufrieden, wenn Ihr statt dieser Traumtore hinten sicherer stehen würdet und die Kugel vorne regelmäßig reinstolpert. Zählt genauso, ist herzschonender. Fangt doch gegen Dortmund gerne direkt damit an!











Pflicht und Kür, damit kommt die Mannschaft seit Saisonbeginn nicht klar.
Das Tor von Hobsch kann schon auch in die Kategorie Traumtore. Besser kann man den eigentlich nicht machen.
Für mich ist es unbegreiflich, dass man zwischendurch immer wieder sehen kann, dass diese Mannschaft eine hohe Qualität hat, aber sie diese einfach viel zu selten abrufen kann.
Ich glaube, das fragen wir uns alle!
Absolut ja. Wenn die Mannschaft das durchaus vorhandene Potenzial regelmäßiger ausschöpfen könnte und würde, müsste man sich sicher nicht mit dem Abstiegskampf beschäftigen. Und genau das ist das Gefährliche, befürchte ich. Die Mannschaft sieht das vermutlich ähnlich und verlässt sich zu oft drauf, dass sie es eigentlich besser können sollte, als sie es zeigt.