So gut wie aktuell war das Verhältnis zwischen dem TSV 1860 München e.V. und der Investoren-Seite schon lange nicht mehr. Es wird, soweit dies von außen erkennbar ist, konstruktiv zusammengearbeitet. Doch was wären die Löwen ohne Störfeuer, zuletzt meldete sich zwei Mal Martin Gräfer, Vorstand des Hauptsponsors “Die Bayerische”, zu Wort. Erst kritisierte er die Aussagen von e.V.-Präsident Gernot Mang zum Lokalrivalen aus der Seitenstraße in einem Post auf Social Media, relativierte diese dann aber als “Impuls, der den Blick stärker auf die strukturellen Fragen lenken soll, die für die Zukunft des Vereins entscheidend sind”. Nun äußerte er seine Vorstellungen zur Stadionfrage und der Zukunft der Löwen.
Gräfer träumt von einem neuen Stadion
Gegenüber den Merkur sagte Gräfer: “Möchte man langfristig in der Zweiten Bundesliga um den Aufstieg mitspielen, wird das in Giesing wohl nicht funktionieren, sofern sich Rechtslage und Meinung der Stadt nicht grundlegend verändern”. Im Grünwalder Stadion wäre es in seinen Augen maximal möglich dritte Liga zu spielen, oder vielleicht einmal die zweite Liga zu halten, fügte Gräfer an. Als zentrale Frage zum Grünwalder Stadion nannte er im Interview mit dem Merkur: “Wie finanziert man konkret einen angemessenen Umbau, so dass das Stadion den Anforderungen für Profifußball auch in oder oberhalb der zweiten Liga genügt?” Positiv stimmt ihn hingegen, dass Stadt und 1860 nun wieder konstruktiv zusammenarbeiten. Die Lösung kann Gräfers Aussagen nach aber nur ein neues Stadion sein, wenn man ganz nach oben will.
Gräfer fordert einen strategischen Plan
Generell wünscht sich Gräfer einen strategischen Plan. Dazu sagte er: “Wir müssen weg vom „Fahren auf Sicht“ hin zu einem strategischen Plan. Und ich meine keinen Plan, der nur bis zum nächsten Spieltag reicht, sondern einen, der uns über Jahre trägt”. Unter Pfeifer sei man auf einem guten Weg, bis zu Dr. Werners Entlassung in guten Gesprächen gewesen. Nun sei der Prozess ins Stocken geraten, erörterte Gräfer weiter. Von der Trennung von Dr. Werner sei er überrascht gewesen: “Personalentscheidungen liegen selbstverständlich bei der Geschäftsführungsgesellschaft und damit den Gesellschaftern, das respektieren wir. Nur habe ich in vergleichbaren beruflichen Situationen die Erfahrung gesammelt, dass eine frühzeitige Einbindung wesentlicher Geschäftspartner bei derartigen Entscheidungen sehr professionell wirkt”.
Hauptsponsor plant Umfrage
In Sachen Stadionfrage will Gräfer über sein Unternehmen im nächsten Jahr durch ein unabhängiges Institut eine Online- und Straßen-Befragung unter den Fans durchführen lassen, um ein umfassendes Stimmungsbild zu erhalten. “Wenn das Ziel bei 1860 München ist, professionell Fußball zu spielen in der ersten oder zweiten Liga, muss man auch die Ausgangsvoraussetzungen dafür schaffen. Ich freue mich, dass hier sowohl von Seiten der Stadt als auch vom Verein viel Optimismus besteht”, sagte Gräfer. Für die Zukunft wünscht sich Gräfer: “Eine gut angelegte Strategie und breite Einbindung der Mitglieder. Damit würde auch das Lagerdenken ein Stück weit aufhören und es würde nicht hinter jeder Idee ein Feind vermutet werden”.











Gräfer ist ganz eindeutig seit dem Wahlkampf falsch abgebogen.
Ich mag den Gräfer eigentlich. Er hat dem TSV mit seinem Unternehmen gute Dienste erwiesen.
Aber mit Verlaub nimmt er sich da viel zu wichtig.
Auch wenn er bei seiner Umfrage 99 % generiert, die für einen Neubau sind, bekommen wir kein neues Stadion. Das ist reine Utopie.
Es kann nur verletzte Eitelkeit sein, denn eigentlich ist der Mann klug genug zu wissen, dass die nächsten Jahrzehnte das GWS das einzige uns zur Verfügung stehende Stadion bleiben wird.
Und dieses Stadion wird umso mehr wert werden, je mehr wir es hegen und pflegen, nicht herabwürdigen und schlecht machen. Es ist die Heimat, wo wir wieder zu uns selbst und unsere Identität gefunden haben. Als Stadion in der Stadt kann man das zu einem echten Schatzkästchen ausbauen.
Die öffentliche Äusserung war unnötig und hätte auch intern geklärt werden können. Inhaltlich war diese dennoch richtig. Dennoch hat sich Gräfe dadurch zum Spielball der verschiedenen HAM Blogs bzw EV Blogs gemacht, die das Thema dankbar für Ihr Klientel ausschlachten…Man kann nur hoffen, dass die Machbarkeitsstudie positiv verläuft und dann auch Transparenz geschaffen wird bezüglich der zu erwartenden Einnahmen/kosten/Finanzierung für folgende Szenarien. Szenario aktuelle Situation vs.Umbau(25k) vs. Neubau( >30k,kein Zoo..).
Vielleicht gibt es ja Wunder und die machbarkeitsstudie geht in Richtung 30k. Jeder € zählt, da die Erweiterung wohl v.a über Stehplätze gehen wird mit geringeren einnahmepotential. Zuschauerpreise sind sowieso schon am Anschlag für die dritte Liga.
Der Vergleich Umbau vs Neubau ist vollkommen unnötig da braucht man nicht weiter ins Detail gehen weil allein der Kauf eines Grundstücks für Stadion und Parkhaus bzw Parkplatz plus Verkehrsanbindung den Neubau nicht stemmbar macht. Beim Umbau hast du ja die Grundstruktur bereits sowie auch die Verkehrsanbindung.
Ich weiß nicht warum man diese Mehrkosten immer weglässt wobei diese ja offensichtlich sind!
Alles richtig was Du schreibst.
Dazu kommt dass bei Neubau die komplette Kohle für alles zusammen da sein muss.
Vorteil Sanierung GWS dass man auch nach und nach sanieren kann in Teilabschnitten wenn nicht sofort die komplette Kohle da ist und trotzdem drin spielen kann. Z.B. Rasenheizung erneuern später, gewisse Inneneinrichtungen später, Zur Not erst mal nur Überdachung komplett fertigstellen und später dann VIP Kabinen oder Überdachungen 2 Abschnitten usw.
Halt ähnlich wie wenn einer ein Haus Altbau 60er Jahre kauft, schon mal darin wohnt und dann nach und nach alles auf Vordermann bringt
Ich bin dankbar das er geholfen hat aber wohin sich das Ganze entwickelt hat ist halt einfach nur nervig. Erst Team Hund 2.0, dann zu allem irgendetwas wichtiges sagen und nun Träumen von einem Luftschlossstadion mit Löwenzoo. Jetzt nervt mal nicht der Investor dann kommt der Typ daher.
Der Wichtigtuer mal wieder. Ich kann mich noch an seine Märchenstunde bzgl Bündnis Zukunft bei der MV erinnern, als er erst behauptete nicht kandidieren zu wollen um dann doch anzutreten. Sein Ergebnis (best of the Rest) hat er dann auch noch umgedeutet und sich irgendwie zum Sieger erklärt. Nun taucht er eineinhalb Jahre später wieder auf und mischt sich in Dinge ein, die ihn eigentlich gar nicht angehen. Die strategische Ausrichtung ist allein Sache der Gesellschafter, beim Stadion kommt noch die Stadt ins Spiel, aber sicher nicht der CEO des Hauptsponsors. Den Wert dieser Umfrage ist doch schon sehr zweifelhaft. Wer wird denn befragt und wie oft? Natürlich darf er sich zu bestimmten Themen äußern, aber auch der Zeitpunkt ist unglücklich. Jetzt läuft es gerade sportlich einigermaßen und da kommt er um die Ecke und bringt Unruhe rein. Man stelle sich mal vor was bei Dumbo24 los wäre, käme so etwas von der eV Seite. Vielleicht ist das auch eine Exit Strategie, um sich bei unbefriedigenden Ausgang nach elf Jahren zurückzuziehen als Hauptsponsor.
Da stimme ich doch dem Herrn Gräfer mal zu. Mit dem strategischen Plan hat er vollkommen Recht. Und so ein strategischer Plan umfasst nicht nur die Frage nach der Spielstätte. Sondern allgemein die Einnahmen. Die Ausgaben. Wie man sportlichen Erfolg erzielen will. Wie man das NLZ nutzt.
Den ewigen Fokus auf die Stadionfrage finde ich persönlich nicht zielführend. Mit würde es schon reichen, wenn hier langfristig erstmal ein Bekenntnis zum GWS steht und man dann überlegt, wie man weiter geht. Weil sich da was vorzumachen, dass von irgendwoher 150 Millionen geschneit kommen, mit denen man ein Stadion bauen könnte, halte ich für Zeitvergeudung. Ja, wär schön. Gibts nicht, fertig. Ganz egal wer sich das wünscht.
Was der T SV 1860 braucht ist gewiss auch eine gute, bessere Strategie in Sachen Kaderplanung, Einbindung der eigenen Talente , einen neuen Servicevertrag fürs NLZ und Jugendarbeit sowie eine vernünftige ligaunabhängige Stadionumbaulösung.
Zu deren Finanzierung braucht es verlässliche Partner, Sponsoren und ggf. weitere Investoren( die diesen Namen auch verdienen).
Was aber kein Verein gebrauchen kann sind öffentliche Tiraden in Interviews und Weisheiten eines Hauptsponsors. Das gehört stets in den zuständigen Gremien besprochen und ausdiskutiert.
Schämen Sie sich Herr Gräfer.
Und sehr gewiss wissen die Mitgliedermehrheit in einer Umfrage das zu beurteilen statt vermeintliche Löwen-Fans „auf der Strasse“ oder in den Bürogängen des akt. Hauptsponsors.
Woher nimmt eigentlich der Geschäftsführer eines Sponsoren ohne jegliches Mandat im Verein sein Recht über dessen Geschäfte öffentlich zu urteilen? Ich finde Gräfers Meinung ist kein bisschen mehr Wert als die meinige oder die eines irgendanderen Vereinsmitgliedes.
Klar, schließlich trägst Du genauso viel dazu bei, dass der Spielbetrieb läuft …
Was hat das mit meinem Kommentar zu tun.?Nur weil jemand mehr Steuern zahlt als ich hat er ja trotzdem nicht mehr Wahlstimmen. Analog dazu die Vereinsdemokratie.
Wie gesagt, er hat kein Mandat. Deshalb kommt die Aktion jetzt zur Unzeit.
Das bringt nur Unruhe und hilft nicht sportlich erfolgreich zu sein.
Bin kein Anwalt, aber ich denke GG Artikel 5 Absatz Eins.
Ist sein gutes Recht, und passt auch. Er will halt ein eigenes Stadion, auf ist gleicher Linie wie “Weiss Blau TSV”.
Gräfers Meinung ist nicht mehr wert als Deine, als Hauptsponsor weiss er nur, sich besseres Gehör zu verschaffen.
Das Problem ist doch, dass es einfach von Inkompetenz zeugt, als Sponsor immer von außen Unruhe reinzutragen, gerade wenn es sonst eigentlich ruhig ist und ordentlich läuft.
Der Mann soll seine persönliche Eitelkeit einfach woanders ausleben. Rewe-Vorstände erzählen auch nicht in Interviews, was der FC besser machen soll. Provinzielles Gehabe von einem schlechten Manager
Ich verstehe nicht ganz warum man sowas immer per Interview in der Zeitung breit treten muss und nicht einfach intern darüber reden kann. Auch einem Herrn Gräfe sollte klar sein,dass der Verein Ruhe und keine unnötige Unruhe braucht
Er ist scheinbar beleidigt, weil ihn Mang noch nicht zum Kaffe und Kuchen eingeladen hat…
Hm, auf welcher Aussage basiert die Überschrift?
Wohl auf der eigenen gewagten Interpretation, dass “nach Gräfers Aussagen nur ein neues Stadion die Lösungsein kann, wenn man ganz nach oben will”.
Ich finde: Die Überschrift verzerrt Gräfers Aussagen.
Und zwar ganz gewaltig! Dennoch finde ich, dass er solche Themen lieber intern ansprechen sollte, als über Interviews.
Ich schätze, dass Gernot Mang kognitiv dazu in der Lage ist, dass man bei den Umbauplänen fürs GWS berücksichtigt, dass man die 1. Liga anpeilt langfristig gesehen und keine Liga darunter verwaltet. Die Wirtschaftlichkeit, das Fassungsvermögen und die Lizenzbedingungen müssen natürlich stimmen. So weitsichtig wird er hoffe ich mal sein.
der themenzündler von der bayrischen hat verlieren verlernt. er wurde nicht löwenpräsident von hams schweigender mehrheit gnaden.
es ist an der zeit, den hauptsponsor zu wechseln, bzw für giasingaffine fans, den hauptsponsor als versicherer zu meiden.
das ist meine persönliche meinung und kein boykottaufruf!
wenn ihr diesen beitrag rausnehmt, geht meine löwenwelt auch nicht unter.
Hast du das Interview überhaupt gelesen, oder hat dich lediglich die Überschrift getriggert?
Er hat sich empathisch und respektvoll über 1860 und dessen Zukunft geäußert.
Glaubst du tatsächlich, dass sich ein gleich spendabler Sponsor so einfach findet?
Hast Du die letzten Jahre, vor allem der Machtkampf von Gräfer/Lutz/Hasi gegen uns Mitglieder verschlafen?
Gräfer ist ein wichtigtuerischer, hinterfotziger Heckenschütze, der seine Niederlagen nicht akzeptieren kann und will.