Der TSV 1860 München hat die Schirmherrschaft für die Fünfseen-Schule Starnberg im Rahmen des Projekts “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” übernommen. Am Dienstag fand die offizielle Auftaktveranstaltung dazu statt. Neben Geschäftsführer Manfred Paula und Max Christiansen aus dem Profikader waren weitere Verantwortliche der Löwen vor Ort.
TSV 1860 mit Engagement bei “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”
Anfang November wurde aus einem unerfreulichen Grund bundesweit über den TSV 1860 München berichtet. Ein rassistischer Vorfall gegenüber einem Spieler der Gastmannschaft hatte für eine Spielunterbrechung gesorgt. Die Löwen handelten schnell und konsequent: es erfolgte nicht nur zeitnah eine Entschuldigung gegenüber dem betroffenen Akteur, sondern auch klare Statements auf der Homepage sowie in den sozialen Medien. Gegen den 1.FC Saarbrücken lief die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski in Absprache mit Hauptsponsor dieBayerische in einem Sondertrikot auf. Die Matchworn-Trikots wurden zuletzt versteigert und ein beachtlicher Betrag erreicht. Dieser kommt der Initiative „München erinnern!“ zugute. Sie wurde von Angehörigen und Überlebenden initiiert, die den rassistischen Anschlag vom 22. Juli 2016 am Olympia-Einkaufszentrum in Erinnerung behalten wollen.
Dass es damit allerdings bei weitem nicht getan ist, zeigt eine weitere Aktion, an der sich der TSV 1860 München in der aktuellen Woche beteiligt hat. Am Dienstag waren Geschäftsführer Manfred Paula, der aktuell verletzte Max Christiansen, Verwaltungsrat Sebastian Seeböck, Fanbetreuer Jamie Jesse und Vize-Präsident Peter Schaefer in Starnberg zu Gast. Hintergrund des Besuches war die Übernahme der Schirmherrschaft für die dort ansässige Fünfseen-Schule im Rahmen des bundesweiten Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Wie die Löwen mitteilten, war die Aktion der Startschuss für eine “langfristig angelegte Partnerschaft zwischen dem TSV 1860 München und der Starnberger Schule“.
An dem Projekt nehmen in Deutschland mittlerweile über 4.900 Schulen teil. Über drei Millionen Schülerinnen und Schüler sind damit involviert. Die Beteiligten können “das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden“. Sobald eine Schule sich der Initiative anschließt, gilt eine Selbstverpflichtung mit drei Punkten. Dazu zählt unter anderem, bei Fällen von Diskriminierung, Rassismus oder Gewalt aktiv zu werden und gegen die genannten Punkte anzugehen. Die Löwen tragen mit ihrer Schirmherrschaft einen wichtigen Teil dazu bei, das Projekt zu fördern und an der Schule in Starnberg präsenter zu gestalten. Dank Löwen-Partner Langnese konnte im Rahmen des Besuchs zudem ein Spendenscheck über mehrere hundert Euro übergeben werden.
Foto: Desativ / TSV 1860










