Erst 26 Tage ist es her, dass das Heimspiel der Amas (gegen TuS Geretsried) wegen eines Wolkenbruchs und der daraus folgenden Unbespielbarkeit des Platzes am Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 nach einer Stunde abgebrochen werden musste. Heute Nachmittag wiederholte sich das Szenario in ganz ähnlicher Weise. Allerdings lag das Team der Löwen heute nicht – wie am 25. Juli – mit 1:0 in Front, sondern 1:2 gegen den Nachwuchs aus der Seitenstraße zurück. Das U19-Derby in der DFB-Nachwuchsliga wurde in der 68. Spielminute abgebrochen. Ein Nachholtermin ist naturgemäß noch nicht bekannt.
Viele Besucher beim U19-Derby
Wie beim oben angesprochenen Spiel der U21 hatten sich auch heute Nachmittag um 15 Uhr zahlreiche Besucher auf dem Löwen-Trainingsgelände eingefunden, um das prestigeträchtige Kräftemessen im Münchner Jugendfußball live zu verfolgen. Unter den rund 1.000 Zuschauern war auch der eine oder andere weiß-blaue “Promi” zu finden. Von den Löwenprofis wurden von uns Jesper Verlaat (in auffälligem rosa Poloshirt), David Philipp, Rene Vollath, Samuel Althaus und Trainer Patrick Glöckner gesichtet. Vielleicht waren sogar noch ein mehr da. Aber beispielsweise auch Ama-Trainer Alper Kayabunar ließ sich das Lokalderby nicht entgehen.

Drei Tore im ersten Abschnitt
Als es – bei noch gutem Wetter und nur leichter Bewölkung – etwa fünf Minuten verspätet losging, erwischten die Gäste aus der Seitenstraße den besseren Start. Sie drückten – nach ein paar Minuten des ersten Abtastens – die Junglöwen in die eigene Hälfte. Dem Team von Jonas Schittenhelm gelangen zunächst nur einzelne Entlastungsangriffe. Die Quittung für das vor allem auf den Flügeln zu zurückhaltende Abwehrverhalten gab es nach einer Viertelstunde. Roy Snip traf aus 15 Metern Entfernung ins Löwentor. 0:1. Nur drei Minuten später gelang jedoch schon der umjubelte Ausgleich, als Löwenstürmer Ortivero Calderon einen Kopfball im Fünfmeterraum über die Linie der Roten drücken konnte. In der 37. Minute folgte die erneute Führung für die Gäste, als die Löwenabwehr arg unsortiert wirkte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff verfinsterte sich der Himmel über Giesing merklich. Nicht nur wegen des aus Löwensicht unerfreulichen Spielstands.




Nach 68 Minuten endet das U19-Derby
Wenig verändert ging die Partie nach dem Wiederanpfiff weiter. Die Blauen taten sich schwer gegen einen abgeklärt auftretenden Gegner, der aber seinerseits auch keine besonders starke Leistung zeigte. Als um zwanzig nach vier das Flutlicht am Fünferplatz angeschaltet wurde, schwante den zahlreichen Besuchern nichts gutes. Kurz später setzte leichter Regen ein, der sich innerhalb kürzester Zeit zu einem echten Wolkenbruch entwickelte. Punkt 16.30 Uhr, gespielt waren inzwischen 68 Minuten, pfiff Schiedsrichter Koray Aydin die Partie (vorübergehend) ab und bat die Akteure in die Kabine. Die Zuschauer verließen eilig den Platz und suchten Schutz, wo immer man Schutz vor dem Starkregen finden konnte. Die Mehrheit von ihnen dürfte dennoch nass bis auf die Knochen geworden sein. Um kurz nach fünf war der nächste Spielabbruch am Trainingsgelände innerhalb weniger als vier Wochen offiziell.


Löwen glücklich über den Abbruch?
Ob der Wettergott an diesem Nachmittag ein Herz für die Blauen hatte, ist die Frage, die an dieser Stelle gestellt werden darf. Zum Zeitpunkt des Spielabbruchs sah es auf dem Feld nicht mehr wirklich danach aus, dass die Löwen die Partie noch würde drehen können.
Sobald ein Nachholtermin fixiert ist, erfahrt ihr das natürlich hier auf sechzger.de











Wird das Spiel ganz neu gestartet oder beim selben Stand fortgesetzt?
Wie bei der abgebrochenen Partie der Amas gegen Geretsried verstehen wir die Regularien so, dass das Spiel beim Stand von 0:0 neu angepfiffen wird.
Beim Derby gilt immer: Sieg oder Spielabbruch!
In dem Fall also immerhin ausgleichende Gerechtigkeit.
Im Wiederholungsspiel hau mas nauf!