In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten rund um den TSV 1860 München eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre – jeweils aktuelle und ehemalige -, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute geht’s um die Partie des 3. Spieltags gegen die Alemannia auf dem Tivoli in Aachen, die die Löwen gestern Nachmittag etwas glücklich mit zwei späten Toren von Hobsch und Philipp mit 0:2 für sich entschieden.

Peter Gratz (Redakteur sechzger.de):

Das sind wohl diese dreckigen Siege, von denen immer alle reden. Eigentlich eine sehr mäßige Leistung unserer Mannschaft, die einem limitierten Aachener Team besonders am Anfang das Feld überließ. Speziell über die Außen ging gar nichts. Aber die Mannschaft hat glücklicherweise nicht aufgesteckt und so konnte die Bank für uns das Spiel gewinnen. Hobsch erbringt mal wieder einen Qualitätsnachweis und besonders David Phillip zeigt eine tolle, kämpferische Leistung von der Bank. Solche Siege sind für eine erfolgreiche Saison unverzichtbar, eine Steigerung, insbesondere im Offensivspiel, muss aber erfolgen. Gefühlt verlässt man sich hier zu sehr auf die individuelle Qualität der Neuzugänge. Andere Gegner werden dir nicht bis in die Schlussphase Zeit lassen.

Carmen (Ex-Spielerin bei den Löwinnen):

Solche Siege wie heute, wo wir am Schluss dreckig gewinnen, sind doch die schönsten. Auch wenn vorher die Nerven extrem beansprucht wurden. Vor allem die erste Halbzeit ließ sowohl spielerisch als auch kämpferisch zu wünschen übrig und die Löwen hatten Glück, dass sie angesichts des Aachener Unvermögens vor dem Tor nicht hinten lagen.

Patrick Glöckner (Cheftrainer des TSV 1860, nach dem Spiel bei MagentaSport):

Die Unterzahlsituation war natürlich bitter für Aachen. Aachen war sehr gut eingestellt und wir hatten in der ersten Halbzeit überhaupt keine Aktionen. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht und waren besser ins Spiel. Mit den Jokern, die wir bringen können, konnten wir Spiel auf unsere Seite reißen. Das hier ist ein wahnsinniger Hexenkessel, da ist es normal dass es zur Sache geht. Insgesamt war es vielleicht ein bisschen drüber, im Großen und Ganzen ist Fußball aber halt auch ein Kampfsport.

Benedetto Muzzicato (Cheftrainer von Alemannia Aachen, nach dem Spiel):

Schon über die erste Gelbe Karte gegen Gaudino kann man streiten. Dass so schnell die zweite Gelbe gezeigt wird ist für uns eine scheiß Situation. Wir haben Sechzig komplett überrascht. Eine solche Entscheidung macht das Spiel leider kaputt. Wir haben uns für ein gutes Spiel in der ersten Halbzeit nicht belohnt. Ich kann meiner Mannschaft nur ein großes Kompliment machen für die Art und Weise. Wir belohnen uns vorher nicht und so entscheiden die Szenen in der zweiten Halbzeit die Partie. Die Jungs schmeißen alles rein, ich kann keinem einen Vorwurf machen.

Mario (Löwenfan aus Sprockhövel – mit ganz kurzer Anreise zum Tivoli):

Das Spiel hat uns gezeigt, dass die Saison sicherlich kein Selbstläufer werden wird!
Andersherum betrachtet, spricht man nach einem 2:0 Sieg in einem ansonsten ausgeglichenen Spiel gerne von “individueller Klasse”. Und die hat sich am Tivoli erneut herauskristallisiert!
Für meinen Geschmack spielten die Löwen nach der roten Karte für die Alemannia allerdings etwas zu hektisch. Aber auch dem kann ich Positives abgewinnen, denn nach jedem Ballgewinn ging es bei uns mit viel Tempo nach vorne. Da kann der ein oder andere Ball im Eifer des Gefechts mal unpräzise gespielt werden.
Super Löwen, weiter so!!

Thomas Probst (Mitglied des Aufsichtsrats der TSV 1860 KGaA):

Der weite Weg nach Aachen hat sich definitiv gelohnt. Unsere Fans haben für eine unfassbare Stimmung gesorgt. Es war das erwartete schwere Spiel und unsere Joker haben gestochen. Ein bisschen Glück braucht man halt auch.

Patrick Hobsch (Torschütze des TSV 1860, nach dem Spiel):

Das ist eine witzige Situation, dass ich wieder so spät ein Tor in Aachen mache. Umso schöner ist es, dass es heute nicht nur der Ausgleich war, sondern wir das Spiel gewinnen konnten. Wir hatten die Überzahl und wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Die zwei oder drei Situationen muss man dann auch wegmachen. Ich versuche immer Gas zu geben, war natürlich enttäuscht dass ich in den ersten zwei Spielen nur so wenig Einsatzzeit hatte, bin aber froh, dass ich heute einige Minuten mehr bekommen habe. Ich fühle mich in München sehr wohl, es macht sehr viel Spaß, aber ich habe natürlich den Anspruch auf einen Platz in der Startelf.

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