Der TSV 1860 München geht den nächsten Schritt in Richtung Zukunft des Grünwalder Stadions. Mit dem Infoheft zur Mitgliederversammlung im Juni 2026 liegen nun die konkreten Pläne für die Gründung der “Betriebsgesellschaft Sechzgerstadion mbH” vor. Diese Stadiongesellschaft macht den Verein handlungsfähig – als Grundlage für die Übernahme des Stadions in Erbpacht.
Die Stadiongesellschaft – ein Konstrukt, viele Fragen
Die groben Fakten klingen zunächst nach einem klaren Bekenntnis zur Unabhängigkeit: Der e.V. stattet die Gesellschaft mit 60.000 Euro Startkapital aus (ohne Mitgliedsbeiträge zu belasten), hält als Gründungsgesellschafter 100 Prozent der Anteile und darf laut Satzung niemals unter die kritische Grenze von 51 Prozent fallen.
Verständlicherweise gibt es bei einem so großen Projekt viele Fragen. In den Fan-Foren und Chatgruppen wird das Infoheft bereits rege diskutiert. Die häufigsten Fragen drehen sich um die Struktur der neuen Gesellschaft, die Mitbestimmungsrechte der Mitglieder und die Finanzierung.
Vizepräsident Peter Schaefer im Interview
Wir haben Vizepräsident Peter Schaefer am gestrigen Dienstag die wichtigsten Fragen der Mitglieder gestellt:
Im Infoheft ist vom Stadion und von “Nebenanlagen” die Rede. Was fällt darunter? Und wie sieht der zeitliche Ablauf aus – agiert die Gesellschaft zunächst als Projektgesellschaft und übernimmt später den Betrieb?
Ganz unspektakulär, Nebenanlagen können beispielsweise Erschließungsanlagen wie Ver- und Entsorgungsleitungen, Beleuchtung, Entwässerungssysteme, etc. sein.
Die Gründung der Betriebsgesellschaft ist der nächste logische Schritt im Stadionprojekt. Mit der GmbH schaffen wir ein Unternehmen, das einen Erbpachtvertrag abschließen, Rechnungen bezahlen und einen Bauvorbescheid beantragen kann. Nach der Gründung rollen also noch keine Bagger an – aber die Gesellschaft kann von der Planung über den Bau bis hin zum Betrieb und der Vermietung alle notwendigen Aufgaben übernehmen.
Die GmbH-Struktur schützt den e.V., sowohl aus Haftungsgründen als auch zum Erhalt der Gemeinnützigkeit.
Sicherungen auf allen Ebenen
Der Gesellschaftszweck erlaubt die Gründung von Tochtergesellschaften. Manche Mitglieder fragen sich: Könnte darüber die 51%-Grenze des e.V. umgangen werden? Welche Sicherungen gibt es?
Hier können wir die Mitglieder beruhigen: Es gibt klare Sicherungen auf mehreren Ebenen.
Erstens: Will jemand Anteile an der Betriebsgesellschaft erwerben oder soll die Beteiligungsquote geändert werden, braucht es die Zustimmung von Verwaltungsrat und Mitgliederversammlung. Das steht so in der Vereinssatzung.
Zweitens: Die Möglichkeit, Tochtergesellschaften zu gründen, steht in der Satzung der GmbH, weil noch nicht feststeht, ob und wann solche Strukturen gebraucht werden. Das Entscheidende ist: Für jede Gründung einer Tochtergesellschaft ist eine 75%-Zustimmung der Gesellschafterversammlung erforderlich.
Und drittens: Da der e.V. in der Gesellschafterversammlung immer mindestens 51% der Stimmen hält, kann ohne seine Zustimmung keine Tochtergesellschaft gegründet werden. Das Präsidium als Vertreter des e.V. ist dabei an die vorherigen Beschlüsse von Verwaltungsrat und Mitgliederversammlung gebunden.
Mitspracherecht der Mitglieder bleibt erhalten
Anteilsübertragungen brauchen laut Infoheft eine 75%-Mehrheit der Gesellschafterversammlung. Bedeutet das, dass die Mitgliederversammlung bei der Aufnahme neuer Gesellschafter kein Mitspracherecht mehr hat?
Nein. Das Mitspracherecht der Mitglieder bleibt vollständig erhalten. Die Vereinssatzung wird nicht durch die GmbH-Satzung ausgehebelt. Das bedeutet konkret: Bevor in der Gesellschafterversammlung der GmbH über eine Beteiligung abgestimmt wird, müssen Verwaltungsrat und Mitgliederversammlung zuvor ihr “Ja” geben. Und da der e.V. mindestens 51% der Stimmen in der Gesellschafterversammlung der GmbH hält, kann ohne seine Zustimmung dort nichts passieren.
Es heißt, das Stammkapital von 60.000 Euro komme nicht aus Mitgliedsbeiträgen. Woher stammen diese Gelder konkret?
Der e.V. hat neben den Mitgliedsbeiträgen verschiedene weitere Einnahmequellen. In diesem Kontext ist es wichtig zu erwähnen: Externe Gelder bedeuten nicht externe Mitsprache.
Das Stammkapital stammt zu 100% vom e.V.. Es gibt keine Dritten – weder natürliche noch juristische Personen –, die daran beteiligt sind oder Mitspracherechte hätten. Die GmbH gehört allein dem Verein. Und genauso wichtig: Die Mitgliedsbeiträge bleiben davon unangetastet und verbleiben im e.V. für den Vereinsbetrieb.
Fragemöglichkeit auf der Mitgliederversammlung
Das Infoheft gibt einen guten Überblick über die Rahmenbedingungen. Werden den Mitgliedern vor der Abstimmung weitere Informationen oder auch der vollständige Gesellschaftsvertrag zur Verfügung gestellt?
Die Satzung der neuen GmbH ist (abgesehen von den bereits kommunizierten Besonderheiten) ein standardmäßiges Gründungsdokument ohne ungewöhnliche Klauseln. Es wird vor und auf der Mitgliederversammlung Gelegenheit geben, Fragen dazu zu stellen.
Eine Veröffentlichung des vollständigen Satzungstextes ist derzeit nicht vorgesehen. Der Grund ist folgender: Alle Besonderheiten stehen bereits im Infoheft. Gleichzeitig wollen wir vermeiden, dass einzelne Passagen ohne Kontext verbreitet, aus dem Kontext gerissen oder falsch interpretiert werden.
Dadurch könnte nämlich in der Öffentlichkeit durch Personen und Medien, die sich unverhohlen und offensiv gegen die Umbaupläne des Stadions aussprechen, ein verfälschtes Narrativ geschaffen werden. Hier wäre der mögliche Schaden größer als ein etwaiger Nutzen.
Bei der Mitgliederversammlung stehen wir für alle Detailfragen selbstverständlich persönlich zur Verfügung.
Wann werden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie veröffentlicht?
Die Machbarkeitsstudie definiert die baulichen Möglichkeiten für das Grünwalder Stadion. Werden die Ergebnisse noch vor der Mitgliederversammlung veröffentlicht?
Die Machbarkeitsstudie prüft die (bau-)rechtliche Machbarkeit des Stadionumbaus und eruiert die zu erwartenden Kosten. Sie läuft planmäßig und die bisherigen Zwischenergebnisse stimmen uns zuversichtlich. Wir rechnen damit, die Ergebnisse vor der Mitgliederversammlung vorstellen zu können, garantieren können wir den genauen Zeitpunkt aber noch nicht, da wir die Veröffentlichung mit der Stadt München und den beteiligten Behörden abstimmen. Wir bitten hier noch um etwas Geduld.
Die Betriebsgesellschaft ist aber ohnehin auch unabhängig vom Ausgang der Studie sinnvoll. Schon eine Erbpachtlösung für das bestehende Stadion dürfte die Einnahmen der KGaA als Mieterin durch Eigenvermarktung deutlich steigern, schon bevor ein möglicher Umbau beginnt.
Grünwalder Stadion soll erstligatauglich ausgebaut werden
Möchtest Du unseren Lesern sonst noch etwas mitteilen?
Lasst mich zum Schluss noch ein paar persönliche Worte sagen: Wir im Präsidium wissen, dass das Thema Stadion den Verein seit Jahrzehnten bewegt. Es ist verständlich, dass es Fragen gibt und dass Einzelheiten genau unter die Lupe genommen werden. Genau deshalb nehmen wir die Kommunikation ernst und versuchen, alle Bedenken offen zu adressieren.
Wir sind als Präsidium angetreten mit dem klaren Ziel: das Grünwalder Stadion erstligatauglich auszubauen, für mindestens 25.000 Zuschauer, mit modernen Rahmenbedingungen. Und in nicht einmal einem Jahr haben wir bereits einiges erreicht: Das Verhältnis zur Stadtspitze und den Behörden ist ausgezeichnet. Die Stadionkommission unter Walter Lechner leistet hervorragende Arbeit. Und die Machbarkeitsstudie, die wir innerhalb von sechs Monaten beauftragt haben, befindet sich auf der Zielgeraden mit ermutigenden Zwischenergebnissen. Es bewegt sich vieles in die richtige Richtung. Das möchte ich nicht als Schulterklopfen verstanden wissen, sondern als Fingerzeig, dass wir unsere Ziele konsequent und professionell angehen.
Die Gründung der Betriebsgesellschaft ist nun die nächste Stufe im Stadionprojekt.
Und hierfür brauchen wir nun das Votum unserer Mitglieder. Wir werben bei euch um Vertrauen: Die Gründung der Betriebsgesellschaft ist ein sorgfältig vorbereiteter Schritt, den Präsidium und Verwaltungsrat gemeinsam besprochen und nach eingehender Prüfung einstimmig befürwortet haben, im Sinne des Vereins und seiner Mitglieder.











Vielen Dank auch von mir nochmal für das Interview.
Mir ist noch eine Sache eingefallen, die im interview zwar angeschnitten, aber viel zu kurz weg kommt.
Das Thema Erbpachtvertrag in der aktuellen Situation.
Die München scheint – wohl aus finanziellem Eigeninteresse – eine Erbpachtlösung zu bevorzugen. Der TSV München könnte so mittelfristig einen Umbau selbst in die Hand nehmen, sobald man verlässliche Sponsoren/Partner/Aktionäre/Investoren dafür findet.
Eine Erbpachtlösung kann aber schon weit vor dem Umbau positives bewegen: Denn als Erbpachtnehmer stehen die mit dem Stadion viel mehr Möglichkeiten offen, Geld zu generieren. Sei es über den Verkauf der Namensrechte, Untervermietung und Verpachtung, der Übernahme des Caterings oder dass man auch die Stadionwirtschaft unter der Woche öffnet.
Das sind alles Faktoren, bei denen wir das notwendige Kleingeld einnehmen könnten.
Auch müssten wir bei kurzfristigen, halbwegs kleinen Umbaumaßnahmen (ich denke da an die Entfernung dieser sinnlosen Zäune) nicht jedesmal von einem Bedenkenträger-Amt zum nächsten laufen.
Die laufenden Unterhaltskosten sind mir bekannt, die zahlen wir ja ebenfalls aktuell über die Miete ab. Aber ich sehe hier grundsätzlich ordentlich Potentional.
Grade in der laufenden Finanzdebatte sehe ich hier sogar Möglichkeiten, den TSV 1860 München zu verbessern.
Das wäre für mich ein weiterer Grund, am 21.6. für die Gründung der Stadiongesellschaft zu stimmen.
Dabei würden mich die Verträge rund ums Stadion interessieren, welche man ja vermutlich erstmal mit übernehmen müsste. Wie viele solcher Verträge gibt es eigentlich, wie lange laufen die noch und wie hoch sind die Kosten/Einnahmen davon?
Catering, vermutlich die festen Werbetafeln wie hacker-pschorr, eventuell Security; Reinigung; Wartung; Rasenpflege etc.
Meine Hoffnung liegt da auf der Machbarkeitsstudie, die sich ja vermutlich auch mit diesen Details beschäftigt hat.
Herzlichen Dank für diese klaren Aussagen von Vizepräsident
Peter Schaefer.
Es ist beachtlich und erstaunlich in welcher Geschwindigkeit hier etwas vorangebracht wurde, auch wenn aus gewissen Ecken immer noch gezielt oder uninformiert stark daran gezweifelt wird.
Endlich hat eine gewählte Vereinsführung Klarheit in die existenzielle Stadionfrage gebracht und ein Ziel vor Augen. Entscheiden wird ein tragfähiges Finanzierungskonzept und Lösung in der Investoranteile-Problematik mit überzogenen Forderungen von HAM.
Wenn endlich Vernunft siegt , die Stadtbehörden samt Stadtrat ihre Zusagen hält und wir treuen Löwenfans diese einzigartige Chance mittragen… werden spätestens 2029/2030 die Bagger rollen können, um für unseren geliebten TSV MÜNCHEN von 1860 eine Zukunftsfähigkeit zu ermöglichen. 28 000 Mitglieder und zehntausende Fans warten auf Fakten und endlich ein Ende der trennenden Stadiondiskussion.
ELIL
Nahezu alle Profifußballclubs, die eine Spielstätte ihr Eigen nennen, unterhalten für den Betrieb des Stadions eine eigene Wirtschaftsgesellschaft in Form einer GmbH oder Ähnliches. Das ist völlig normal.
Ich finde es absolut top, dass das Mitbestimmungsrecht der Mitglieder erhalten bleibt, aber ist es nicht hinderlich für die Gewinnung von Investoren, wenn nur einmal im Jahr auf der MV über die Zulassung des jeweiligen Investors abgestimmt werden muss?
Oder verstehe ich das falsch?
An sich schon, aber es besteht ja jederzeit die Möglichkeit eine außerordentliche MV einzuberufen für solche Themen.
“Die Betriebsgesellschaft ist aber ohnehin auch unabhängig vom Ausgang der Studie sinnvoll. Schon eine Erbpachtlösung für das bestehende Stadion dürfte die Einnahmen der KGaA als Mieterin durch Eigenvermarktung deutlich steigern, schon bevor ein möglicher Umbau beginnt.Die Betriebsgesellschaft ist aber ohnehin auch unabhängig vom Ausgang der Studie sinnvoll. Schon eine Erbpachtlösung für das bestehende Stadion dürfte die Einnahmen der KGaA als Mieterin durch Eigenvermarktung deutlich steigern, schon bevor ein möglicher Umbau begonnen hat. ”
🙏
Bin absolut kein Fachmann daher die Frage, ist 1% Beteiligung dann 600€ Wert?
Und hemmt es nicht, wenn es für jede zusätzliche Beteiligung einer Mitgliederversammlung bedarf? Oder sind weitere Beteiligungen gar nicht benötigt/gewünscht?
Das Unternehmen wird entsprechend bewertet werden mit der Einnahmen und Ausgaben seite sowie was in dessen Besitz liegt mit Tochterunternehmen und sonstiges . Kommt also darauf an wie und wo investiert wird und wieviel man dann damit verdienen wird . Aber der wert spielt ja dabei keine Rolle da das Unternehmen da ist um Geld zu verdienen für die Kgaa also das was Ismaik nicht gebacken bekommt.
Wenn man das Stadion erstligatauglich und wirtschaftlich macht gepaart mit einem Fassungsvermögen von 30.000, dann wurde alles richtig gemacht. Mal sehen, ob es wirklich mal funktioniert jetzt..
Ob 27k oder 30k ist egal. Für die Wirtschaftlichkeit zählt die Anzahl der Business seats. Die machen mittlerweile die Hälfte der Einnahmen in einem Stadion aus.
Das stimmt. 30.000 war ein grober Richtwert. 27.000, erstligatauglich und wirtschaftlich wäre natürlich auch top.
Mindestens eine Frage fehlt: Was passiert, wenn die Mitglieder nicht mit der erforderlichen Mehrheit zustimmen?
Dann haben diese Leute die dagegen gestimmt haben unsere Zukunft verspielt.
So wie damals die Mitglieder bei der Arenaentscheidung? Diese Argumentation kommt mir irgendwo bekannt vor.
Ich denke man sollte jedem erstmal die Möglichkeit bieten die eigenen Fragen beantwortet zu bekommen, um sich dann entsprechend zu entscheiden. Und wenn die Antworten für denjenigen nicht überzeugend sind, muss man auch nicht zustimmen.
genauso wirds ja seinauf der MV, Info, Fragen, Abstimmung.
Ein paar aus der weiss und blau / db24 Blase inkl. derer Betreiber sind halt von Haus aus dagegen, ohne eigene Alternative, oder, weil ein Neubau inkl. automatischem Aufstieg in die 1. Liga gefordert wird. Und genau das wird durch überaus tendenziöse Berichterstattung forciert.
Das müsste endlich mal aufhören.
Ist ja ok, wenn man aufgrund von Argumenten und Fakten anderer Meinung wäre, aber so schadet es 60 halt nur extrem.
Der Hetzer ah Blogger wollte ich natürlich schreiben und der Olchinger Drinc Tank winseln über den Info Abend von Pro1860 im
Schlachthof. Warum? Sie könnten ja auch hingehen, erzählen aber lieber Lügen, sie würden dort ausgelacht werden oder gar Schläge bekommen.
Pusch, Helfer und ihre zwanzig Gleichgesinnten könnten theoretisch ja auch, bei All you can Drink, eine Veranstaltung organisieren. Das übersteigt aber offenbar ihre Fähigkeiten, stattdessen wird mal wieder irgendein geistiger Durchfall in Facebook und Instagram gepostet, bei deaktivierter Kommentarfunktion versteht sich.
Solche Beiträge sind wirklich völlig wertlos. Die Beleidigungen von Vereinsmitgliedern können Sie sich sparen
Absolute Zustimmung! Was der Blogger und der Drinc Tank und Team Hund verbreiten geht wirklich gar nicht.
Richtig, die bei dem Blogger veröffentlichten Beiträge sind wirklich völlig wertlos. Dort sollten die FCB-Fans die Beleidigungen gegen Präsidium und VR einstellen.
Die Mitglieder wurden bei der Arenaentscheidung nicht befragt.
Rein formal hast du natürlich recht. Aber es gab den öffentlichen Arenaentscheid, und von unserer verantwortlichen Seite um KHW genau die gleichen Aussagen, die ich oben kritisiert hatte.
Nun, die Mitglieder wurden natürlich unter Wildmoser nicht befragt, ob man zusammen mit den Roten “auf Augenhöhe” in die AA geht. Auch gab es vorher keine Möglichkeit für Mitglieder sich gegen einen Umzug ins Oly zu entscheiden. Letztendlich gab es im Oktober 2001 einen Bürgerentscheid in München, ob die AA gebaut werden soll. 40% der Münchner haben sich dann leider mit einer 2/3-Mehrheit für die AA entschieden. Bei der bevorstehenden Heim-WM 2006 allerdings kein Wunder. Also fiel auch leider meine Negativ-Stimme nicht so sehr ins Gewicht….
Genau so habe ich das auch in Erinnerung. Mir ging es aber speziell um folgende Aussage welche damals aus den Befürworterreihen nahezu identisch geäußert wurde.
Zitat: “Dann haben diese Leute die dagegen gestimmt haben unsere Zukunft verspielt.”
Da möchte ich doch einwenden, dass man damals wie heute doch erst die Fakten sondieren möchte, bevor man bei einem nicht gewünschten Wahlverhalten, gleich die komplette Zukunft verspielt.
Würd ja gern wissen wieviel von den 40% Arena Ja-Sager bis heute noch keinen Fuß in die Arena gesetzt haben.Ich als Nicht-Münchner durfte gar nicht abstimmen.Und des wäre von mir ein klares Nein geworden.Da hätte eine Mitgliederbefragung eigentlich Pflicht sein müssen..Aber unter KHW hatten die Motglieder eh kein Stimmrecht.
Um genau zu sein: es waren insgesamt 40% der Münchner, die so oder so abgestimmt hatten …
40% der damals Wahlberechtigten. Ich bin ehrlich gestanden auch nicht hingegangen.
Ich denke, dann gibt es tatsächlich zwei Optionen:
Wenn die erforderliche Mehrheit nur knapp verfehlt wird, kann man versuchen, nochmal dafür zu werben, noch mehr Leute zu überzeugen und das ganze dann im Rahmen einer weiteren Versammlung nochmal vorlegen und abstimmen lassen.
Wenn die erforderliche Mehrheit sehr deutlich verfehlt werden sollte, dann ist das Thema vom Tisch und wahrscheinlich wird sich dann auch das amtierende Präsidium mittelfristig zurückziehen. Denn dann hat sein klar kommunizierter Kurs ja keine Mehrheit unter den Mitgliedern.
Zitat: „Wenn die erforderliche Mehrheit sehr deutlich verfehlt werden sollte, dann ist das Thema vom Tisch und wahrscheinlich wird sich dann auch das amtierende Präsidium mittelfristig zurückziehen. Denn dann hat sein klar kommunizierter Kurs ja keine Mehrheit unter den Mitgliedern“
Höchstwahrscheinlich käme es so. Aber gleichzeitig wäre das m.E. eine sehr eindimensionale Ausübung des Präsidentenamts. Eigentlich sollte das Präsidium die Mitglieder vertreten, und nicht versuchen zu führen. Die Tendenz war in vorliegenden Fall zu erkennen, daher sollte das schon klappen. Aber wenn nicht, war eben die Ausarbeitung vielleicht nicht gut genug. Gerade dann wäre es aber die Aufgabe des Präsidiums, das im Sinne der Mitglieder zu verbessern, anstatt hinzuschmeißen. Sonst verkommt das Amt immer mehr zu einer Art Lobbymaschinerie.
Die einzige Begründung, weshalb man gegen die Gründung der GmbH sein kann ist ja, dass man mit dem Status Quo in der dritten Liga im aktuellen Sechzgerstadion absolut zufrieden ist.
Ich glaube aber nicht, dass mehr als 25% der Löwen-Mitglieder wirklich keine Veränderung wollen.
Es ging mir bei meiner Frage nicht darum, einen Gegenstandpunkt zu etablieren. Christian u.a. haben das in meinem Sinne beantwortet.
Was mich auf rein emotionaler Ebene beunruhigt, ist, dass der Verein immer mehr “Töchter” hat, die dann möglicherweise ihr Eigenleben führen. Rational verstehe ich natürlich, dass bei einem eingetragenen Verein die Gemeinnützigkeit nicht in Gefahr geraten darf und der e.V. nicht wie ein Unternehmen handeln darf.
Hat die Olchinger Thekengruppe wbfdtsv des noch nicht gecheckt das man das Infoheft downloaden kann.Dann hättens sich ihren wiedermal kryptisch anmutenden Text auf Insta sparen können
zumal die ja auch wie immer Unwarhheiten enthält, zB die Versammlung von Pro1860 ist doch explizit für alle Mitglieder des EV um vorab zu informieren. Da hat das Präsidium doch extra drum gebeten, vor der MV informieren zu dürfen.
zusätzlich das Infoheft. Ist halt wieder mal die selbe Hetze wie auf db24, ausgerichtet um 1860 größtmöglich zu schaden.