Am Rande des Landesliga-Südost-Spiels zwischen dem SV Nord Lerchenau und dem FC Wacker München am vergangenen Sonntag, in dem Nico Karger mit fünf Toren fast alleine den 6:2-Heimsieg seines neuen Vereins realisierte, ergab sich für sechzger.de die Gelegenheit, den Ex-Löwen kurz zur aktuellen Lage bei den Löwen zu befragen. Und natürlich baten wir ihn um einen Ergebnistipp für die nächste Regionalligapartie des TSV 1860 gegen seinen Ex-Verein TSV 1882 Landsberg.
Ergebnistipp: Nico Karger glaubt an einen hohen Sieg
Vielleicht beflügelt vom eigenen deutlichen sportlichen Erfolg unmittelbar vor dem Gespräch tippt Nico für kommenden Sonntag ein optimistisches 4:0 gegen die Lechstädter. Befragt nach den Torschützen kam ihm sofort Lasse Fassmann “mit einem Kopfball” in den Sinn. Außerdem erwartet Karger:
Eberwein macht zwei und Niederlechner auch noch eins.
Ohne Hasan – ohne Löwe auf der Brust
Zur aktuellen vereinspolitischen Situation und den Entwicklungen der letzten Monate beim TSV 1860 und speziell zur Personalie Hasan Ismaik sagte der Aufstiegsheld von 2018 “ganz ehrlich,” er sei “froh, dass der da jetzt weg ist.” Erwähnenswert war Karger auch noch, dass aktuell der Löwe nicht auf der Brust der Akteure zu sehen ist: “Geile Trikots, aber das sieht ein bisschen komisch aus!”. Aus dem aktuellen Kader hat Karger noch zusammen mit seinem “langjährigen besten Freund” Felix Weber für die Löwen gespielt. Mit ihm steht Nico auch noch im Kontakt und man will demnächst zusammen mal “ein Bier trinken gehen”. Da wird sicher die eine oder andere Anekdote aus gemeinsamen Löwentagen aufgewärmt.
Aus Kronach nach München…
Der gebürtige Oberfranke kam nach ersten fußballerischen Versuchen in seinem Geburtsort Kronach und bei der SpVgg Bayreuth im Alter von 16 Jahren ins NLZ des TSV 1860 nach München. Hier durchlief er U17, U19 und U21, ehe er zu Jahresbeginn 2016 in den Zweitligakader von Trainer Benno Möhlmann aufgenommen wurde. Sein Profidebüt für die Löwen hatte er bereits einen Monat zuvor gegeben, als er bei einem 0:1 gegen den FSV Frankfurt in der mit 14.000 Zuschauern spärlich besetzten Allianz Arena in der 64. Minute für Daylon Claasen in die Partie kam. Es folgten sechs weitere Einwechslungen und dann eine turbulente Saison 16/17, die für die Löwen bekanntermaßen mit dem Abstieg aus der 2. Bundesliga und der ersten “4” endete. In dieser Spielzeit kam er im Herbst 2016 noch fünfmal im Unterhaus zum Einsatz, ehe ihn eine Sprunggelenksverletzung außer Gefecht setzte.
In den folgenden Jahren gehörte Karger zu den Säulen der Mannschaft unter Daniel Bierofka. Mit 32 Einsätzen in der Regionalliga Bayern und einem Tor und einer Torvorlage in den Aufstiegsspielen gegen den 1. FC Saarbrücken war er als Linksaußen einer der wichtigsten Aufstiegshelden 2018.

..nach Elversberg und zurück
Nach insgesamt 39 Spielen in den ersten beiden Drittligaspielzeiten für Sechzig veränderte sich Nico Karger im Corona-Sommer 2020, Trainer der Löwen war inzwischen Michael Köllner, zur SV Elversberg in die Regionalliga Südwest und stieg mit dieser zwei Jahre später ebenfalls in die 3. Liga auf. Danach kehrte er – aus beruflichen Gründen – in den Großraum München zurück und trat je eine Saison beim FC Deisenhofen und beim TSV Landsberg in der Bayernliga Süd gegen den Ball, ehe er zuletzt zwei Jahre beim FC Pipinsried aktiv war. Den Löwengegner vom kommenden Sonntag aus Landberg kennt er also auch aus seiner persönlichen Karriere. Und seit diesem Sommer bereichert Nico Karger nun also die Landesliga Südost mit seiner Offensivpower.












Ich habe eine lustige Begebenheit zu Nico Karger zur Hand, die ich hier gern teile. Bei uns im Block L wurde während seiner aktiven Zeit immer extrem viel über Karger gemosert. Gefühlt viel mehr, als über jeden anderen Spieler. Aus meiner Sicht nicht immer begründet…Der Karger war einfach immer an allem schuld.
Irgendwann hat sich das bei uns daheim (mit den damals noch recht jungen Buben, die das auf der Stehhalle auch mitbekommen haben und darüber oft irritiert waren) eingebürgert, dass, wann immer irgendwas schief ging (bei Tisch was umgeschüttet wurde oder irgendwas im Haushalt kaputt ging oder verloren wurde), sofort “Mei, der Karger scho’ wieder!” ausgerufen wurde. 😀
Der arme Mann war irgendwann an allem schuld. Wie im Stadion auf dem Platz.
Ja 1918! Ich wollte es gerade berichtigen. 2018 natürlich! 😬
Ja der Nico! Ich habe den Karger schon immer gemocht. Schade, dass der nicht länger bei uns gespielt hat. Der war brutal schnell und die Tore, die er intuitiv erzielt hat, waren Klasse! Auch hatte er großen Anteil am Aufstieg 1918 gegen Saarbrücken, als er die Situation vor dem Ausgleich blitzschnell erfasst hat uns dann dem Seferings den Pass zum 2-2 zugespielt hat….
Ähhhmm, der Aufstieg war 2018 nicht 1918.
Ja, nicht mal das alte Logo der FA-Abteilung hatten wir schon 1918!….
…aber das Grünwalder Stadion hat noch uns gehört! 😊