Am Dienstag um 18:60 Uhr empfängt der TSV 1860 München den FC Erzgebirge Aue im ausverkauften Grünwalder Stadion. Dabei muss Trainer Markus Kauczinski seine Startelf umbauen. Philipp Maier und David Philipp sind nach der jeweils fünften Gelben Karte gesperrt. Beide Verwarnungen kassierten sie beim jüngsten 2:1-Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim II. Ansonsten sind die Löwen bis auf die Langzeitverletzten komplett. „Das muss einfach Bock machen, jetzt Fußball zu spielen“, forderte der Löwen-Coach vor der nächsten Aufgabe.
„Gelbe Karten gehören dazu“
Fehlen werden den Löwen gegen Aue neben Maier und Philipp auch die Verletzten Deniz, Christiansen, Jakob, Dulic und Althaus. Ob er sich ärgere, seine Mannschaft erneut umstellen zu müssen, fragte sechzger.de den Coach. „Je weniger Spieler wir haben, desto weniger Entscheidungen muss ich treffen“, scherzte Kauczinski und fügte an: „Karten und Verletzungen gehören zum Alltag. Wir haben einen großen Kader und es gab eh die Idee zu wechseln. Solche Sperren sind nicht schön, aber sie gehören dazu“.
„Die kämpfen um jeden Zentimeter“
Vor dem nächsten Gegner warnte der Löwen-Coach in der Presserunde am Montagnachmittag eindringlich. „Solche Mannschaften, die hinten drinstecken, werden uns alles abverlangen. Sie kämpfen um jeden Zentimeter“, erklärte Kauczinski. „Sie haben gute individuelle Spieler“, sagte er weiter über den FC Erzgebirge.
Dordan ein Kandidat für die Sechs
Als Ersatz für den gesperrten Maier kommt der junge Dordan in Frage: „Wenn wir mit zwei Sechsern spielen, dann wird er reinkommen. Er hat das zuletzt gut gemacht ich bin mit seiner Entwicklung sehr zufrieden“, erläuterte Kauczinski. Eher schlechter stehen wohl die Chancen für den wieder genesenen Verlaat. Dazu sagte der Sechzger-Trainer: „Die Jungs, die gerade spielen, machen einen guten Job und die, die draußen sind, müssen warten, bis eine Türe aufgeht, oder in der Englischen Woche auch mal jemand müde wird“.
Volland „hat das Gefühl für den Mitspieler“
Auf Rückfrage von sechzger.de lobte Kauczinski Volland für die letzten Auftritte: „Er hat seine Momente, hat ein Gefühl für den Mitspieler und die Qualität, auch selbst gefährlich zu werden. Ich bin froh, dass er mit seinen Mitspielern so gut harmoniert, aber auch bei ihm ist es eine Kräftefrage. Er hat aktuell einen guten Lauf und ist ein sehr wichtiger Spieler bei uns.“.
Erklärungssuche für das Nachlassen
In Hoffenheim fanden die Löwen nach der frühen Führung nicht mehr recht ins Spiel. Dazu erklärte der Löwen-Dompteur: „Das war heute noch einmal ein Thema. Wir haben ihnen zu viele Räume gegeben. Wir sind nicht mehr so aggressiv angelaufen und haben zu schnell die Bälle verloren“. Dafür freute er sich über das Comeback von Schröter: „Er hat gute Fortschritte gemacht, ich habe das Gefühl, dass er so weit ist, uns zu helfen.“. Zur Roten Karte gegen die Hoffenheimer sagte er: „Der Spieler stößt ihn mit beiden Händen vor die Brust. Wenn der Schiedsrichter das sieht, dann ist es eine Tätlichkeit.“
„Sind nicht auf der Suche nach Ballbesitz“
Angesprochen auf die vielen langen Bälle der letzten Wochen sagte Kauczinski: „Wir sind nicht die Mannschaft, die den Gegner über 90 Minuten dominieren kann. Wir haben starke Phasen drin, die wir ausbauen möchten und wir verteidigen gut. Wir sind nicht auf der Suche nach Ballbesitzt. Wir müssen absolut da sein und Bock haben auf die Spiele. Es muss einfach Bock machen, jetzt Fußball zu spielen.“.
Pokalsieg und Fallrückzieher-Tor
Nach einem Exkurs zu den Amateuren, die Kauczinski am Samstag beim 3:0-Sieg gegen Schwaig verfolgt hatte und dabei einen starken Kapitän Kiefersauer zu sehen bekam („Er ist ein Kandidat für die Profis, ich habe ihn zum ersten Mal gesehen und er hat gezeigt, was er kann. Wir beschäftigen uns mit ihm und hoffen, dass er verletzungsfrei bleibt“), ging Kauczinski auf die inzwischen zum Usus gehörende Frage zu seinen Erfahrungen mit dem nächsten Gegner ein. „Ich habe oft gegen Aue gespielt. Der Sieg im Pokal mit Ingolstadt war mein einziger Sieg mit Ingolstadt und ich erinnere mich an ein 2:1 mit Dresden vor Corona, als wir das Derby durch ein Fallrückzieher-Tor gewonnen haben.“
Verfolgt das Spiel im Live-Ticker
Ein Fallrückzieher darf es morgen auch gerne sein, der den Löwen gegen Aue hoffentlich den nächsten Dreier beschert, aber ein ganz normales Tor tut es auch. Verfolgen könnt ihr die Partie ab den Mittagsstunden bei uns im Live-Ticker, die Mehrzahl wird die Sechzger aber natürlich live vor Ort im Grünwalder Stadion anfeuern. Los geht das Wochentags-Spiel wie gewohnt um 18:60 Uhr.










