Während im Umfeld des TSV 1860 vielerorts von einem weiteren verlorenen Jahr gesprochen und auch der Trainer infrage gestellt wird, gibt sich Markus Kauczinski gelassen. Vor dem Pokalfinale in Würzburg (sechzger.de berichtet live) fasst der 56-Jährige zusammen: “Es war nicht alles gut – aber es war auch nicht alles schlecht.”
Fehlende Konstanz als Hauptgrund
Als Hauptgrund dafür, dass man nicht in den Kampf um die Aufstiegsplätze eingreifen konnte, nennt Kauczinski in der tz in erster Linie die fehlende Konstanz und Stabilität. Die Niederlage in Duisburg in letzter Minute bezeichnete der Trainer als “Knackpunkt”, der “Nackenschlag” sei jedoch die 0:3-Pleite in Cottbus gewesen:
“Nach Cottbus war mir klar: Das funktioniert nicht.”
Dennoch verfällt Kauczinski nicht komplett in den Löwen-Blues, sondern betrachtet die abgelaufene Spielzeit differenziert. So habe er einen Kader vorgefunden, “der sich aufgrund verschiedener Faktoren schwergetan hat, einen funktionierenden Kern herauszukristallisieren”.
“Nicht alles gut, nicht alles schlecht”
Dass bei den Fans aber auch vereinsintern Unzufriedenheit bezüglich des sportlichen Abschneidens der Löwen herrsche, kann Kauczinski indes nachvollziehen. Trotzdem sieht er nicht komplett schwarz:
“Alle sind jetzt enttäuscht und sagen, wie fürchterlich diese Saison war. (…) Also, ich grabe mir jetzt kein Loch und lege mich da rein. (…) Es war nicht alles gut – aber es war auch nicht alles schlecht. (…) Ich kann relativieren, ohne zufrieden zu sein.”
Am Samstag haben die Löwen die Möglichkeit, zumindest den Toto Pokal zu gewinnen und die Saison zu einem versöhnlichen Ende zu bringen.











Was genau war denn bitte in dieser Saison wirklich gut?
Klassenerhalt!
Ich bin nicht der Meinung wir sollten da mit der zweiten Mannschaft oder einer Nachwuchs Truppe antreten. Das wäre Respektlos dem Gegner gegenüber.
Macht Würzburg evtl auch. Die spielen ja Relegation. Das Spiel am Samstag hat für beide keinerlei Relevanz..
Irgendwie wäre mir wohler, wir würden mit der zweiten Mannschaft (U21) nach Würzburg zum Pokalfinale fahren. Da wüsste ich wenigstens, dass sie bis zum Umfallen kämpft und rennt. Wenn Kauczinski Teilen des Profikaders die erforderliche Qualität, anderen die Mentalität, wieder anderen die körperliche Verfassung abspricht, um erfolgreich sein zu können, ist das kein gutes Zeugnis für den dafür verantwortlichen Kaderplaner.
Genau, ich bezweifle auch, dass sich die Unseren in dem Spiel “noch zerreißen” werden. Zumal es ja quasi auch um nichts mehr geht. Der Titel “Toto-Pokal-Sieger” ist ja eher für Amateur-Mannschaften interessant, oder gibt es da noch einen Batzen Preisgeld dafür?
Allerdings wäre es doch wünschenswert, dass sie sich einigermaßen anstrengen, denn das Spiel wird ja zumindest teilweise live im Fernsehen in der ARD übertragen…..
Nachdem es de facto komplett egal ist, ob bzw. wie wir dort gewinnen, wäre ich ebenfalls für eine “Jugend-Mannschaft”, die in Würzburg die Chance bekommt, sich unter realen Wettkampfbedingungen zu präsentieren.
Denn offen gestanden bin ich sehr skeptisch, ob sich Drittliga-Spieler, die eine weitestgehend verka**te Saison hinter sich gebracht und schon in den letzten Ligaspielen mehr oder weniger offen gezeigt haben, dass sie es “gemütlich auslaufen lassen”, in diesem Finale nochmal mit allerletztem Einsatz präsentieren werden/wollen.
Grundsätzlich möchte ich MKau in seiner Kernaussage gar nicht widersprechen.
Es war m.M. nach allerdings mehr “schlecht” als “gut”.
In der kommenden Saison sollte sich vom ersten Vorbereitungstraining über das Trainingslager bis zum Auftaktspieltag eine wesentlich motiviertere und leistungsbereitere Truppe auf dem Platz präsentieren.
Auch das Einüben von Spielzügen und Standards darf gerne intensiviert werden.
Momentan verspüre ich überhaupt keine Vorfreude auf die Saison 2026/27, aber vielleicht zeigt der neue Kader dann ein komplett anderes Gesicht und wir bekommen endlich mal wieder ordentlichen Drittliga-Fußball und kein planloses, unansehnliches Gebolze zu sehen.
Die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt…