Schon vor ein paar Tagen verabschiedete sich Simon Voet mit einem Instagram-Posting von den Löwenfans. Zu jenem Zeitpunkt war allerdings noch unklar, wo das fußballerische Wirken des Belgiers fortgesetzt wird. Mit dem 1. FC Saarbrücken und Fortuna Düsseldorf waren zwei Drittligisten die heißesten Anwärter auf die Dienste von Voet. Sein neues Zuhause wird nun das Saarland, wo der 26-jährige Innenverteidiger beim ambitionierten FCS die Fußballstiefel schnüren wird. Sein Vertrag bei 1860, der noch ein weiteres Jahr gelaufen wäre, hat sich mit der nicht erhaltenen Drittligalizenz für die neue Saison aufgelöst.

Internationale Erfahrung in Giesing

Am 21. Juni 2025, also vor ziemlich genau einem Jahr hatte 1860 die Verpflichtung zweier namhafter Kräfte für die Defensive (inklusive internationaler) Erfahrung vermelden können. Einer von ihnen: Siemen Voet, der vom slowakischen Serienmeister Slovan Bratislava an die Isar wechselte. Dort hatte er es in der Saison 2024/25 zwar nur auf insgesamt 16 Einsätze in Ligaspielen und sechs im Pokal gebracht und sich letztlich nicht ganz durchsetzen können. Immerhin stand er aber auch dreimal in der Champions League auf dem Platz und inhalierte bei drei Niederlagen gegen Dinamo Zagreb, Atlético Madrid und den AC Milan den süßen Duft der europäischen Königsklasse. Mit entsprechend großen Vorschusslorbeeren kam Voet in Giesing an.

Die meisten Spiele 2025/26

Dass am Ende seiner Zeit in München, wie er im eingangs erwähnten Instagram-Beitrag formulierte der “gemeinsame Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga” nicht verwirklicht werden konnte, lag sicher nicht an der Zuverlässigkeit des Belgiers. 37 Einsätze in der 3. Liga bedeuten den Höchstwert im Löwenkader der vergangenen Saison. Lediglich das letzte Spiel im Jahr 2025 daheim gegen den SC Verl (0:2) verpasste Voet wegen einer Gelbsperre. Hinzu kommen noch drei Partien im bayerischen Landespokal, an denen er beteiligt war, wobei er das Finale in Würzburg wegen einer Zahn-OP verpasste.

Neue Herausforderung im Saarland

Nun wechselt der sympathische 1,90-Mann zum 1. FC Saarbrücken:

“Der Wechsel nach Saarbrücken fühlt sich für mich absolut richtig an. Vom ersten Gespräch an hatte ich das Gefühl, dass hier etwas Besonderes entstehen kann. Die Verantwortlichen haben mir eine klare sportliche Idee vermittelt und ich habe gespürt, mit welcher Überzeugung und Ambition an diesem Projekt gearbeitet wird. Genau dieses Vertrauen und diese Perspektive waren mir nach den vergangenen Monaten besonders wichtig. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam erfolgreich sein können und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass der FCS seine Ziele erreicht.”

Wir von sechzger.de wünschen Siemen alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg. Maximalen sportlichen Erfolg und möglichst dauerhafte Verletzungsfreiheit!

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4 Comments
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Steininger

„Genau dieses Vertrauen und diese Perspektive waren mir nach den vergangenen Monaten besonders wichtig.“
Sehr vielsagende Aussage bedeutet das evtl. dass die Verantwortlichen unseres Clubs Ihm keine Persoektive und Vertrauen entgegen brachten?
Wohlgemerkt: er soricht ja nicht von den letzten Wochen mit all dem Chais, sondern von MONATEN ! Wie interpretiert Ihr das?

Linksblau

Gar nicht, weil die Höhlen Phrasen in aller Regel der Pressesprecher des Vereins oder das Management des Spielers formuliert.

Schön wäre mal:

“Ich mag die Stadt nicht,befinde die Fans blöd, aber sie haben 12% mehr geboten und außerdem wohne ich umsonst in der Wohnung eines Sponsoren.” oder so ähnlich 

GoerlitzerLoewe

….und nach Hause ist es auch nicht so weit 🤣 

60er

Er ist unter Werner/Glöckner zu uns gekommen um den Aufstieg zu schaffen. Noch in der Hinrunde wurden beide beurlaubt und deren Nachfolger hatten wohl kaum einen großen Handlungsspielraum um die Fehler in der Kaderplanung zu korrigieren.

Dazu gab es ja bereits relativ früh Meldungen, dass man für die kommende Saison wohl mit einem deutlich geringeren Budget planen würde, d.h. vermutlich ohne weitere Darlehen des Investors und nur mit so viel Geld wie man auch einnehmen kann.

Da finde ich es nicht wirklich verwunderlich, wenn ein Spieler in so einer Situation entsprechend enttäuscht ist, schließlich haben sich die Bedingungen seit seiner Ankunft ziemlich drastisch verändert. Ich sehe da allerdings mangels Handlungsspielraum keine Schuld bei den am Ende Verantwortlichen.