Unseren Leser Daniel Hartmann hat ein Kommentar “In eigener Sache” auf dem größten Blog im Umfeld des TSV 1860, dieblaue24, der gestern Nachmittag erschien und sich mit der auf der Mitgliederversammlung des Vereins geäußerten scharfen Kritik an den Umgangsformen auf besagtem Blog beschäftigte, so verärgert, dass er uns einen Leserbrief dazu zukommen ließ. Da nicht davon auszugehen ist, dass so eine Reaktion auf db24 veröffentlicht wird, übernehmen wir – als kleiner aber feiner Fanblog – diese Aufgabe gerne. Daniel ging es nicht darum, einfach zurückzuschießen oder ein weiteres Lager zu bedienen. Im Gegenteil: Er hat versucht, einen Text zu schreiben, der Fans beider Seiten zum Nachdenken anregt — über das Muster, das hinter dieser Art von Berichterstattung steckt, und über die Frage, wem der ständige Lagerkampf eigentlich nützt.

Leserbrief: Das eigentliche Muster – und warum es beide Lager betrifft

Der Text “In eigener Sache” von Oliver Griss ist rhetorisch klug gebaut. Er verwandelt die Frage des Wie in eine Frage des Ob – und steht am Ende als letzter unabhängiger Journalist da, den eine kritikunfähige Vereinsführung mundtot machen will. Eine elegante Erzählung. Sie hat nur einen Fehler: Sie weicht dem eigentlichen Punkt aus.

Denn natürlich gehört Kritik zum Journalismus. Ein Verein, der nur Beifallklatscher erträgt, hätte ein ernstes Problem. Wer dieblaue24 vorwirft, dass sie kritisch berichtet, hat nicht verstanden, wozu Berichterstattung da ist. Genau deshalb ist es so geschickt, die Debatte auf diesen Punkt zu lenken. Es geht nämlich nicht darum, dass hier kritisch berichtet wird. Es geht darum, wie – und mit welcher Absicht.

Kalkulierter Boulevard

Hier schreibt kein zorniger Fan, sondern ein gelernter Journalist, der sein Handwerk beherrscht. Einer, der genau weiß, welche Schlagzeile zündet und welche Formulierung trifft – den Verein, seine Verantwortlichen und immer wieder auch die eigene Kurve. Das ist kein “Spiegel vorhalten”. Das ist kalkulierter Boulevard. Reichweite entsteht nicht durch Einordnung, sondern durch Empörung. 50.600 Netto-Leser an einem Tag bekommt man nicht mit Differenzierung, sondern mit Eskalation.

Und jetzt kommt der Teil, den man einmal in Ruhe zu Ende denken sollte. Egal, welche Sicht ihr habt!

Schaut euch das Muster an. Auf der einen Seite hat dieblaue24 Hasan Ismaik über Jahre verteidigt – fast gleichgültig, was er tat. Unbequeme Fakten wurden kleingeredet, Negatives ausgeblendet, irrationale Entscheidungen gebilligt. Warum ein Portal einen Investor derart bedingungslos in Schutz nimmt, muss jeder für sich bewerten. Die Frage allein aber stellt sich unweigerlich.

Konstante Feindbilder

Auf der anderen Seite steht ein ebenso konstantes Feindbild: Der e.V. und seine Vertreter. Erst waren es Robert Reisinger und der Verwaltungsrat, allen voran Walch und Seeböck. Heute ist es der neue Präsident Gernot Mang, dazu weiterhin Köpfe aus dem Verwaltungsrat. Und wenn diese Personen eines Tages ihr Amt niederlegen, wird es neue Feindbilder geben. Genau das ist der Punkt, den ich euch ans Herz lege: Nicht der Name bleibt – das Schema bleibt.

Dasselbe Muster trifft die Kurve. Bei jeder Aktion – Pyrotechnik, Protest, all das, was in Fankurven nun einmal vorkommt – wird sofort der Zeigefinger gehoben. Nicht, um einzuordnen, sondern um Stimmung gegen bestimmte Personen zu machen. Die eigenen Ultras werden dort als das Übel dargestellt, das ein Verein wie 1860 angeblich nicht verdient hat – dabei ist genau dieser Teil der Fans der Motor des Stadions. Menschen, die Stunden und Tage investieren, um ihren Verein zu unterstützen, und die damit – anders als der Betreiber – keinen Cent verdienen, werden von einem sichtlich von Wut getriebenen Portal bei jeder Gelegenheit vorgeführt. Auch hier liegt eine persönliche Note offen zutage: Die Kurve hat Griss und seinem Portal schon häufiger deutlich die Meinung gesagt und heißt ihn nicht mehr willkommen – weil sie längst erkannt hat, dass diese Berichterstattung die Fans spaltet und den Verein gezielt schlecht aussehen lässt. Diese Abneigung hat sich Oliver Griss hart erarbeitet – und gibt sich trotzdem bei jeder Gelegenheit als Opfer. Es ist eben schwer, wenn jemand permanent austeilt, aber selbst nichts einstecken kann.

Und genau das ist das eigentlich Verräterische: Oliver Griss legt sich früher oder später mit fast jedem in diesem Verein an. Mit Präsidenten, mit dem Verwaltungsrat, mit der Kurve. Immer wieder fließen persönliche Befindlichkeiten in die Berichterstattung ein. Wenn aber einer nacheinander mit allen über Kreuz liegt, lohnt eine schlichte Frage: Liegt das wirklich an allen anderen?

Gelöste Probleme kosten Reichweite

Denn wenn der Gegner ständig wechselt, das Schema aber dasselbe bleibt, dann geht es nicht um die jeweilige Person. Dann ist die Empörung das Produkt – und der Schuldige nur austauschbarer Rohstoff. Ein Feindbild bindet Leser. Ein gelöstes Problem dagegen kostet Reichweite. Deshalb wird es nie ein zufriedenes “Jetzt passt es zwischen uns” geben. Es darf nie passen.

Besonders bemerkenswert ist die Pose dahinter. Ausgerechnet jene Seite, deren Kommentarbereich seit Jahren ein dokumentiertes Hass-Problem hat – bis hin zu Anzeigen, gesammelten Screenshots und Entgleisungen, die Menschen den Tod nahelegten – stellt sich öffentlich als Instanz gegen “Hass und Hetze” auf. Wer den Spiegel so gern anderen vorhält, sollte gelegentlich selbst hineinschauen. Anstand erkennt man nicht an der Lautstärke, mit der man ihn von anderen einfordert.

Lagerkampf als Geschäftsmodell

Und damit zu euch, Löwen auf beiden Seiten dieses Grabens. Ihr werdet gegeneinander in Stellung gebracht, weil euer Streit sich besser verkauft als eure Einigkeit. Jede neue Front bedeutet neue Klicks. Der Lagerkampf, unter dem dieser Verein seit Jahren leidet, ist für manche kein Übel, das man bedauert – er ist ein Geschäftsmodell.

Deshalb eine einzige ehrliche Frage, ganz gleich aus welchem Lager ihr kommt: Wem nützt es eigentlich, dass wir uns gegenseitig zerlegen? Und wer verdient daran, dass nie Ruhe einkehrt?

Wer diese Frage ehrlich beantwortet, sieht danach die Berichterstattung von dieblaue24 mit anderen Augen. Und vielleicht ist diese Erkenntnis genau der erste Schritt, den Sechzig dringender braucht als jedes neue Feindbild.

Wir haben jetzt, im Zuge des Neuanfangs, die Chance, an einem Strang zu ziehen und uns von altem, negativem Ballast zu befreien.

Einmal Löwe, immer Löwe!

– – – –

Ein Löwen-Leserbrief auf sechzger.de ist ein Text, der uns unaufgefordert erreichte und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder einzelner Mitglieder der Redaktion widerspiegelt. Der aber von uns als so wertvoll erachtet wird, dass wir ihn an dieser Stelle veröffentlichen. Wir danken dem Autor Daniel Hartmann für sein Engagement, seine Überlegungen mit uns und Euch zu teilen.

Titelbild: CR-Fotos

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KaiKiste1860

Ich musste den Leserbrief zweimal lesen, zunächst zur Kenntnisnahme und dann beim erneuten Lesen hab ich mich hinterfragt, wo sehe ich mich in den Zeilen. Ich kann jeden Gedankengang, jeden Absatz von Daniel Hartmann nachvollziehen und unterschreiben.
Die Spaltung der Fans, ich schreib nicht von einem Lagerkampf, begann unter Wildmoser, Auszug aus dem “Sechzgerstadion” ins Oly, der Bau der AA gemeinsam mit den Seitenstrasslern, “wir sind auf Augenhöhe” etc.. viele User haben das noch vor den Augen. Unseren Verein hat es da “zerrissen” und die KGaA musste ständig mit Liquiditätsproblemen kämpfen. Warum gründete Griss db24 just in dem Moment mit dem Einstieg eines Kreditgebers (nicht Investor)? Er hat da sein Geschäftsmodel entdeckt gehabt. Zu Beginn lief es für ihn nicht gut, er war auf eine Fremdfinanzierung angewiesen. Irgendwann wechselte Griss dann die Seite, es wurde auf dem Blog unerträglich, ich bekam es so auch zu spüren, in der Saison 2016/17 war ich plötzlich ein “Ehemaliger Benutzer #…”. Ich hatte mich damals gegen die einseitige und reißerische Berichterstattung gewehrt gehabt. Es wurden die Werte des Vereins mit Händen und Füßen getreten, Feindbilder aufgebaut, ein eigenes Griss’sches Narrativ geschaffen. 
Unser Verein gibt Werte als Leitmotiv zur Identitätsstiftung und Orientierung vor. Diese sind in der Satzung verankert und gelten als Verhaltenspflicht. 
Wer mit “Hass und Hetze” (Kommentarbereich db24) agiert, einer einseitigen Berichterstattung durch weglassen von relevanten Punkten in getätigten Aussagen, Vermischung von Beitrag und Kommentar agiert, wird die Chance bei der Neuausrichtung des Vereins auf der Strecken bleiben, es geht nur Gemeinsam!
Ich bin immer für eine kritische Berichterstattung offen, aber auch sachlicher Ebene und faktenorientiert.

Mutloewe

Hier muss sich der Wind auch mal gehörig drehen. Jeder Löwe sollte dieser Person gehörig die Meinung husten, wenn er sie antrifft. Muss er weiterhin akkreditiert werden oder eine Dauerkarte bekommen? Wenn die KGaA Insolvenz anmeldet, sollten sich die Möglichkeiten doch auch erweitern? Mit reinem Ignorieren sichern wir ihm doch nur sein Geschäftsmodell – und schlimmer kann die „Berichterstattung“ doch auch nicht werden? Soll er halt auf Märtyrer machen. Ich finde ein „da stehen wir drüber“ ist nur die Angst vor harten Maßnahmen.
Beim FCBäh würden sie sowas keine 14 Tage tolerieren.

Tomcat4eva

ich denke sobald alles halbwegs geklärt ist bekommt er auf dem TG Hausverbot und halbes Jehr später fliegt er aus dem Verein – da muss der Ethikrat in die Puschen kommen…

Mutloewe

Ja, dass hoffe ich auch. Erlebe -gerade in akademischen Kreisen- sehr häufig, dass sich mit klarer Kante und dem klarem Bebennen von Problemen schwer getan wird. Manchmal liegen die Dinge auf der Hand und müssen klar angesprochen und gelöst werden. Statt dessen wird sehr viel lamentiert, „nicht überreagiert, die Wahrheit ist in der Mitte, alles muss beleuchtet und alle Umstände berücksichtigt werden – und dann verläuft es wieder im Sande. Der ruhigen Ansatz ist auch in 95% der Fälle ok. Aber man darf nicht verlernen, wie mit den übrigen 5% umgegangen wird. Manchmal, ganz selten ist ein Arschloch eben ein Arschloch das es nicht anders versteht. Ganz generell gesprochen.

Last edited 1 Minute zuvor by Mutloewe
Westpark_Patty

Ich habe lange Zeit DB24 gelesen. Immer kritisch, weil ich es oftmals sehr einseitig beleuchtet fand, aber er war und ist immer nah dran und gut informiert.
Die Kommentare hab ich selten gelesen. Ich zähle mich auch bis heute thematisch nicht zu einem “Lager”. Aber ich habe irgendwann angefangen, auch mal bei einem Beitrag Kritik zu äußern. Immer sachlich, ein Feedback… Das war nicht erwünscht. Allein der Versuch in schwierigen Situationen etwas Zuversicht zu versprühen, wurde von Griss nicht freigegeben. Das war der Moment, als ich gemerkt habe, dass OG nicht einfach Schwierigkeiten hat, seine persönliche, sehr gefestigte Meinung in vermeintlich sachlichen Berichten hinten anzustellen, sondern dass er eine Politik verfolgt. Seit ich das erkannt habe, liest man die Texte auch anders.
Es ist sehr schade. Vielleicht wird es besser, wenn die Situation um HI geklärt ist und die erste Schaufel im Sechzgerstadion ausgehoben wird. Aber ich verstehe, das Leute es unverzeichlich finden, was er in den Köpfen vieler Fans über Jahre hinweg kaputtgemacht hat.

ThomasZander

Den Fall hatte ich auch. Immer wieder versucht, etwas inhaltlich zu korrigieren und anders zu beleuchten, stets sachlich. Erst wurden die Beiträge nicht freigegeben und irgendwann war meine Mail-Adresse für Kommentare gesperrt. Ganz seltsame Art und Weise.

Robert1860

OGs Berichte muss man sehr sorgfältig hinterfragen, da man stilistisch sehr gekonnt in bestimmte Meinungsrichtungen gelenkt wird. Der Mann ist durchaus fähig und hat leider mit diesem Portal und dieser Art der “Berichterstattung” eine Geldquelle erschlossen, die durch die Reichweite kaum noch versiegen wird. Eine höchst bedauerliche Sache, doch wenn man den Verein wirklich gut kennt, die engagierten Ehrenamtlichen zu schätzen weiß, denke ich tut man das Beste. Informationen von dort sind für mich einfach nicht lesenswert, wenn ich andauernd das Gefühl habe, man möchte mich manipulieren.

Bruck Loewe

Beispielhaft für seine Hetze gegen den gesamten e.v, e.v.-Verantwortlichen oder e.v.-Nahestehenden war auch das Bashing gegen die Hillers.Erst Marco und später dann auch Felix,nachdem dieser Fanbeauftragter wurde und dann auch bei der Vierten spielte.
Den Marco hat er immer nahezu schlecht geredet,in etwa als durchschnittlicher RL-Torwart.
Als er im Vergleich dazu dem Vollath bei dem 60m-Tor gg Stuttgart II attestierte,diese Spielweise ist das moderne TW-Spiel musst ich lachen

munichblue

Dem ist kaum noch etwas hinzuzufügen!

Wurde schon versucht den Text auf db24 zu veröffentlichen? Nicht das ich große Hoffnung auf Erkenntnisgewinnung hegen würde, aber mich würde schon interessieren ob OG den Text stehen lässt und auf welche der Punkte sich seine Meute stürzen würde.

Darock

Ich schicke gleich mal eine Anfrage zur Veröffentlichung meines Textes an db24. Bin gespannt….

Darock

Meine Anfrage wurde abgelehnt, aber ich habe es versucht….

Kraiburger

Ich habe mich im Rahmen der Pro1860-Veranstaltung vergangene Woche mit Nicolai Walch unterhalten. Außer seiner Tätigkeit im Verwaltungsrat ist er ja noch selbständiger Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei.

Auf meine Frage, wieviel er derzeit – neben seinem eigentlichen Job – für 1860 München leistet, und wieviel er dafür bekommt, antwortete er, dass es aktuell – und damit seit der Kündigung der Darlehensverträge am 21. Mai – für ihn ein Full-Time-Job sei und er keinen Cent dafür bekomme.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Bei 1860 München reißen gerade 10 Ehrenamtliche den Job runter, den zuvor 30 Festangestellte der KgaA machten. Und sie bekommen dafür keinen Cent sondern müssen auch noch mit dem eigenen Auto fahren. Der eigene Job, die Firma, die Familie. Alles leidet darunter.

Und dann rufen wir uns gerne nochmal den Oberbürgermeister-Wahlkampf vom Frühjahr in die Erinnerung, bei dem der vorherige OB darüber stolperte, dass er die 90.000 Euro jährlich, die er für den selben Job beim Straßennachbarn bekommt, nicht ordentlich angemeldet hat. Und ich möchte einfach mal die These in den Raum werfen, dass Nicolai Walch mehr Wochenstunden für 1860 ableistet als es Dieter Reiter für Bayern tat.

Am Sonntag stand Nicolai Walch auf der Bühne im Zenith und sprach davon, dass die Zeit seit 21. Mai für ihn die Hölle war.

Weil ihn nicht nur die Situation mit der HAM, die Darlehenskündigung, die notwendige Kündigung des Kooperationsvertrags und die anstehenden Aufgaben beschäftigten. Nein, nebenbei bekommt er auf einem Blog, das aus Hetze Geld macht Morddrohungen, Diffamierungen, Unterstellungen und Beleidigungen. Und warum? Weil der Blogbetreiber journalistische Grundsätze ignoriert. Weil er Einseitigkeit betreibt, Informationen vorenthält, Spekuliert und Meinungen als Fakten verkauft. All das, was gegen den journalistischen Ethos spricht. Und alles Gründe, warum ehrlich arbeitende Journalisten immer mehr an Glaubwürdrigkeit verlieren.

So wie Nicolai Walch ging es bislang Vielen.
Leute, die sich ehrenamtlich (und auch in den hinteren Reihen) bei 1860 engagiert haben, und die die aus unterschiedlichsten Gründen dem Antrieb des Blogbetreibers im Weg waren, sind sehr schnell im Fadenkreuz gelandet. Sie wurden für ihr ehrenamtliches Engagement an den Pranger gestellt. Sie wurden verurteilt, diffamiert, beleidigt, verfolgt. Sogar das Anschwärzen beim Arbeitgeber gehörte mitunter zu den Methoden des Betreibers. Markus Drees, Roman Beer, Ulla Hoppen oder Stephanie Dilba. Sie alle können ein Lied davon singen wie es sich anfühlt, wenn die Arbeitskollegen einen darauf ansprechen, was denn da im Internet steht. Oft reicht nur die Erwähnung, dass der oder die mal bei einem Pro1860-Stammtisch gesehen wurde – auf denen ich beispielsweise regelmäßig bin – um eine Welle der Empörung loszutreten.

Und all das, nur für ein paar Klicks. Für ein paar Cent mehr. Ein paar Cent, auf die Nicolai Walch im Ehrenamt verzichtet und die 1860 München gut brauchen könnte.

Ich bin des Streitens Leid. Ich kenne meinen Blutdruck und mein Empörungslevel sehr gut. Ich versuche mich zusammenzureißen, denn über allem muss immer Sechzig München stehen. Es muss mit ordentlicher Kommunikation funktionieren, das versuche ich tagein tagaus. Manchmal erreiche ich sogar Leute mit meinen Argumenten und kann sie gegen die Welle von db24 überzeugen. Bei Nicolai Walch habe ich mehrfach erlebt, wie er im persönlichen Gespräch auch db24-Nutzer von seiner Arbeit überzeugte.

Der einzige aber, der mir bislang IMMER aus dem Weg gegangen ist. Der nie ein Gespräch suchte, nie auf Anfragen oder Diskussionen reagierte, war Oliver Griss. Weil er es nicht wollte. Weil Diskussion, Journalismus und Recherche nicht in seine Agenda passen. Weil er mit Ehrlichkeit und Kommunikation auf Augenhöhe kein Geld verdienen kann.

Und weil er mit seiner Arbeit dem TSV 1860 München schadet wie kein zweiter!

Robert1860

Walch ist ein absoluter Glücksfall. Ich hoffe unsere Ehrenamtlichen brennen sich nicht aus, das werden noch enorm anstrengende Wochen für sie.

Stephan Tempel

Danke Stefan!

FubaFan

Für mich stellt sich seit Jahren die Frage, warum man sich in der KGaA einen so großen Personalstamm leistet. Man schreibt seit Jahren Defizite, während das gesamte Umfeld vom Aufstieg träumt und die dafür notwendigen Strukturen dauerhaft vorhält.
Dass man für ein Ehrenamt kein Geld bekommt, ist vollkommen in Ordnung. Im Gegenteil: Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen sich engagieren und mitarbeiten. Vielleicht liegt aber genau darin auch ein Teil des Problems. Festangestellte und Ehrenamtliche gibt es in Hülle und Fülle – möglicherweise verderben hier einfach zu viele Köche den Brei.
Die Berichterstattung von DB24 ist sicherlich stark auf Klickzahlen ausgerichtet. Das ist schließlich die wesentliche Einnahmequelle. Die Berichterstattung rund um „Sechzger“ hingegen ist oft romantisch-kritisch und blendet dabei manchmal aus, dass Fußball längst ein riesiges Geschäft geworden ist.
Wenn man beide Seiten liest und auch zwischen den Zeilen lesen kann, erhält man einen recht guten Überblick. Dabei zeigt sich immer wieder dasselbe Spannungsfeld: Fußballromantik und wirtschaftliche Realität prallen hart aufeinander.

AckermeisterTSV

Man kann ihn auch einfach ignorieren, anstatt ihm erneut eine Bühne zu geben.

Es macht keinen Sinn einen Denkanstoß zu schreiben für Leute die nachweislich nicht denken können. Das ist dasselbe Prinzip wie mit AFD oder Trump Wählern. Jede Diskussion ist zwecklos. Die Menschheit verroht und verdummt – und das mit System.

Umso mehr Aufmerksamkeit man schenkt, umso größer wird das Problem. Umso mehr man denkt, man kann das Gegenüber mit “Argumenten und Gutwillen” vom Richtigen überzeugen, umso mehr tappt man in die Falle. Trump und AFD haben es vorgemacht. Und es machen sehr viele nach.

Vorstopper

Naja, was den ersten Satz angeht muss ich schon widersprechen. AfD und die Wagenknechte behaupten ja auch seit Jahren, man müsste nur mit Putin verhandeln. Der will aber ganz offensichtlich nicht, bei dem Falschparker ist es ähnlich, das käme einer Niederlage gleich.

Robert1860

Deswegen kann man sich auf eure Informationen verlassen, weil man durchaus merkt dass ihr drei mal nachdenkt, bevor ihr irgendetwas in die Welt entlasst.

Zamp

Servus Daniel!
Super Leserbrief! Danke dafür…

Stephan Tempel

Korrekte Analyse.

Ich hab ich mit ihm ja immer um einen korrekten Umgang bemüht, weil ich – naiv wie ich bin – dachte, dass man – wenn man Anhänger vom selben Verein ist – ja irgendwelche Gemeinsamkeiten haben müsste und dass man über alles diskutieren kann.

Ungefähr so wie die zahlreichen Leute, die denken “dass man mit Hasi ja nur mal vernünftig reden müsse”.

Wir haben ja auch öfter – als ich noch Mitglied der Redaktion war – einen runden Tisch angeregt: Geschäftsführer (MNP), Pressesprecher, db24 und wir.

Dazu kam es leider nie.

Irgendwann hab ich auch eingesehen, dass es kein Interesse an einem Dialog gibt. Der Grund dürfte vermutlich der sein, wie er in diesem Brief beschrieben ist.

Schade, aber nicht zu ändern.

Ändern können wir nur unser Verhalten. Dort diskutieren wo man sich vom Niveau wohl fühlt, andere Meinungen respektieren. That´s it.

MillerFA

Herr Hartmann, velen Dank für Ihren Leserbrief, dem ich mich vollinhaltlich anschließe.

Im gesrtrigen Artikel von O. Griss “In eigener Sache” heißt es u.a.: “Grenzüberschreitungen gibt es leider auch Woche für Woche im Stadion auf Plakaten. “Ganz Giesing hasst die Polizei.” Oder: “Ossi-Schweine!” Genauso ist das Anti-Ismaik-Plakat ein No-Go. … Wer glaubwürdig sein will, muss beides gleichermaßen verurteilen. Das geschieht bei 1860 aber nicht. Warum? Kann sich jeder ausdenken.”

Da frage ich mich schon, ob Herr Griss gedanklich und/oder körperlich am Sonntag während der kompletten Mitgliederversammlung anwesend war.

Das von Griss beschriebene Thema war am Nachmittag Gegenstand der Mitgliederversammlung. Vizepräsident Schäfer hat namens des e.V. derartige Schmähplakate und Aktionen ausdrücklich verurteilt. 

 

Multikulti

Aber leider macht ein Herr Schäfer nichts dagegen.

Schade

age

Wenn du aufgepasst hättest oder anwesend gewesen wärst, dann hat er das in seiner Argumentation auch nachvollziehbar begründet.

United Sixties

Sehr treffend zusammengefasst Daniel, Respekt für deinen Leserbrief!

Benjisson

Ich kann keiner Disskusion aus dem Weg gehen und bin oft sehr deutlich. Ich kann persönlich nicht wegschauen weil im 60 Kosmos zu dermaßen viel Bullshit erzählt wird. Und warum tu ich das? Weil mir 60 nicht egal ist. Mordor24 ist das größte Übel im Umfeld. Ich könnte damit leben wenn man dort anderer Meinung ist aber dort wird Meinung gelenkt in dem man nicht kritisch ist, man journalistisch schwach bis gar nicht arbeitet und man auch nichts erklärt. Ein Journalist sollte auch einen gewissen Anspruch an seine Arbeit haben aber das tut er nicht dort drüben. Ach ja….er schreibt auch gerne mal meinen Arbeitgeber an um mich mundtot zu machen.

D.Pest

Ach, die Blaue heißt das? Dachte immer es wäre ein 24-Stunden Werbeportal für die Deutsche Bahn. Sachen gibt’s..

Tomcat4eva

fun fact am Rande. Oli G. auch bekannt als Ludo Hein auch bekannt als Marc von Sicherer hat auch Eigentumsrechte für die Domain dierote24.de … Pikant !!!

StefanC

Das ist nicht wahr, die Domain die von dir genannt wurde ist frei verfügbar. Woher hast du deine Informationen?

StefanC

Das ist nicht wahr, die von dir genannte Domain ist frei verfügbar. Woher hast du deine Informationen, bzw. vlt verstehe ich es auch falsch, wenn du sagst er besitzt Eigentumsrechte daran. Kenne mich damit nicht so aus.

MalikShabazz

Ein Hauptproblem dieser Seite ist doch folgendes, und zeigt auch gut die Absichten des Blogbetreibers: Strafrechtliche Kommentare (und die gibt es da zuhauf) kommen fast ausschließlich von e.V-Hassern (ja, Hassern). Diese werden zwar gelöscht, die User müssen aber keine Konsequenzen befürchten und dürfen weiter kommentieren. Ein Blogbetreiber, der sich seiner Verantwortung bewusst wäre, würde das nie zulassen und die User sperren. Griss löscht aber lieber konsequent User, die sich investorenkritisch äußern, oft ohne je gegen die hauseigene Nettiquette verstoßen zu haben.
Das ist kein Journalismus, das ist plumpe Meinungsmache, und deshalb sollte man ihm auch alle Privilegien streichen, die damit einhergehen. Hausverbot an der 114 und die Akkreditierung streichen. Wenn er möchte, kann er sich eine Karte für das Spiel kaufen und dann aus dem Stadion live tickern.

EinmalLoeweImmerLoewe

Ich kann mir gut vorstellen dass OG  mit Pseudoaccounts selber im Kommentarbereich rumwütet. 

MalikShabazz

Keine Ahnung, und das möchte ich auch nicht unterstellen. Aber laut einer Auswertung sind ein paar wenige User für den Großteil der Kommentare verantwortlich, die die immer gleichen Parolen wiederholen.

tomandcherry

Sauber!

Das stimmt von der ersten bis zur letzten Zeile.

juergen

No Klicks for Griss!
Einfach ignorieren