Die erste Spielrunde des DFB Pokals neigt sich dem Ende. Die Löwen schieden nach einer beachtlichen Leistung gegen Holstein Kiel aus. Sowohl die Routiniers als auch die jungen Spieler ließen ihr Herz auf dem Platz und kämpften bis zum Schluss. Insbesondere unsere Junglöwen, die sich entschieden haben, den Weg mit uns mitzugehen, wuchsen über sich hinaus.
Doch nun soll der Blick auf die ehemaligen Talente des TSV 1860 München gerichtet werden, die am ersten Pokalwochenende für ihre neuen Vereine im Einsatz waren.
Viktoria Köln – 1. FC Nürnberg 4:5 n.E.
Der Krimi zwischen dem FC Viktoria Köln und dem 1. FC Nürnberg ging bis ins Elfmeterschießen, in dem sich Nürnberg mit 5:4 nach Elfmeterschießen durchsetzen konnte. Die drittklassigen Kölner boten dem Tabellenführer der 2. Bundesliga über 120 Minuten die Stirn und zeigten eine starke Leistung.
Mittendrin einer der besten Kölner, Tim Kloss. Der 21-jährige Innenverteidiger machte ein sehr gutes Spiel. In der 26. Minute gelang ihm nach einer Ecke beinahe sogar ein Tor. Sein Kopfball wurde jedoch von Nürnbergs Torhüter Jan Reichert pariert. Neben ihm in der linken Abwehr spielte mit Kilian Jakob ebenfalls ein ehemaliges Löwen-Talent. Der im vergangenen Jahr noch in den weiß-blauen Farben des TSV 1860 München spielende Jakob stand ebenfalls die kompletten 120 Minuten auf dem Platz. In der 120. Minute hatte er sogar noch die große Chance, das Spiel zu entscheiden. Er bekam den Ball vor dem Strafraum und hatte viel Platz, konnte seinen Schuss jedoch nicht aufs Tor bringen. Ex-Löwe Sigurd Haugen kam nicht zum Einsatz und muss weiterhin auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz für Nürnberg warten.
Preußen Münster – Karlsruher SC 1:2
Ein weiteres spannendes Spiel im DFB-Pokal wurde im LVM-Preußenstadion ausgetragen. Vor knapp 14.000 Zuschauern konnte sich der Karlsruher SC nach einem 0:1-Rückstand noch gegen Preußen Münster durchsetzen.
Für ein Ausrufezeichen sorgte einer der jüngsten Abgänge des TSV 1860 München, allerdings nicht im positiven Sinne. Das Löwen-Talent Samuel Althaus, das für 150.000 Euro in den Westen Deutschlands wechselte, sah die Rote Karte. Althaus kam in der 63. Minute für Wesley Adeh ins Spiel und sollte helfen, die knappe Führung von Preußen Münster über die Zeit zu bringen. Nach zwei Gegentoren innerhalb von 15 Minuten musste Münster in der Schlussphase jedoch noch einmal alles nach vorne werfen. In der 90.+5. Minute kam Althaus im Mittelfeld zu spät in einen Zweikampf mit Santeri Väänänen und traf den Karlsruher mit der offenen Sohle am Knöchel. Schiedsrichter Florian Badstübner zeigte ihm daraufhin direkt die Rote Karte.
Würzburger Kickers – 1. FC Köln 1:2
Für eine knapp verpasste Überraschung sorgten die Würzburger Kickers im DFB-Pokal. Der Aufsteiger aus der Regionalliga Bayern hielt gegen den 1. FC Köln lange gut mit und musste sich trotz einer zwischenzeitlichen Führung mit 1:2 geschlagen geben.
Bei den Würzburgern kamen dabei gleich mehrere ehemalige Löwen zum Einsatz. Tarsis Bonga stand in der Startelf. Der 1,97 Meter große Stürmer spielte in der Hinrunde der Saison 2023/24 unter Maurizio Jacobacci für 1860 München. Auch Eliot Muteba lief für die Kickers auf. Der schnelle Flügelspieler war im Winter 2024 vom 1. FC Nürnberg zu den Löwen gewechselt und blieb bis Sommer 2025 in München. In der 84. Minute gibt es für die Kickers einen Doppelwechsel. Eliot Muteba und Xafer Kiefersauer betraten das Feld. Kiefersauer, der die Löwen in Richtung Franken zum 1. FC Nürnberg verließ, wurde von dort an die Kickers verliehen. Erst vor wenigen Monaten verlängerte Kiefersauer bei 1860, jedoch bei der KGaA. Ein Teil der neuen Spielbetriebsgesellschaft wollte er nicht sein. Im weiteren Verlauf konnten die beiden allerdings keine entscheidenden Akzente mehr setzen. Die Würzburger mussten sich mit 1:2 geschlagen geben und schieden damit aus dem DFB-Pokal aus.
Weitere Talente
Doch auch weitere Ex-Löwen-Talente kamen am Pokalwochenende zum Einsatz. Lukas Reich wurde bei der 1:2-Niederlage gegen den VfL Bochum in der 68. Minute eingewechselt und machte ein gutes Spiel für die Fürther. Mansour Ouro-Tagba, der erst vor wenigen Tagen nach Bochum gewechselt ist, stand dagegen nicht im Kader.
Auch Clemens Lippmann, der 1860 München in Richtung Bundesliga zum SC Paderborn verlassen hatte, kam zum Einsatz. In seinem ersten Pflichtspiel für seinen neuen Arbeitgeber wurde der junge Lippmann zur zweiten Halbzeit in der 46. Minute eingewechselt. Paderborn setzte sich mit 4:2 gegen den Regionalligisten 1. FC Phönix Lübeck durch. Der Sieg der Ostwestfalen war dabei zu keiner Zeit ernsthaft gefährdet.










