Nach dem Dämpfer in Burghausen, der den Löwen die erste Liganiederlage in dieser Spielzeit einbrachte, heißt es nun Mund abputzen und weiter machen. Heute empfangen unsere Löwen einen erstarkten Gegner, der über die ersten Runde wie ein Fixkandidat für den Abstieg aussah. Es heißt aufpassen, wenn Sechzig die Spielvereinigung Ansbach 09 e.V. empfängt!
Aktuelles – Die Ausgangssituation
Nach einem katastrophalen Saisonstart – die ersten sieben Ligaspiele gingen alle verloren – haben die Ansbacher sich nun aus der direkten Abstiegszone befreit und stehen mit 10 Punkten aus 10 Spielen auf dem 16. Tabellenplatz. Die SpVgg ist punktgleich mit den direkt davor platzierten Zweitvertretungen aus dem Frankenland, nimmt aber aufgrund der deutlich schlechteren Tordifferenz von -11 den Relegationsrang ein.
Schwach ist insbesondere die Offensive mit bislang erst 10 Treffern. Nur Schlusslicht Landsberg hat ebenso selten ins gegnerische Tor getroffen. Die Defensive ist mit 21 Gegentreffern auch nicht berauschend, es gibt aber auf deutlich besseren Tabellenrängen Teams mit ähnlich schlechten Hintermannschaften. Die 09er dürften aber mit einigem Selbstvertrauen an die Grünwalder Straße kommen. Seit dem 0:2 in Aubstadt Anfang September haben die Franken nicht mehr verloren. Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Zuletzt siegte man knapp gegen Landsberg und Eltersdorf.
Kader & Transfers
Star im Kader der Ansbacher ist Ex-Löwe Eric Weeger (29) der bei der SpVgg das Fußballspielen gelernt hat und nach seiner Zeit bei Sechzig im Sommer 2020 zurückkehrte. Aktueller Toptorschütze ist Stürmer Dino Nuhanovic, der bisher viermal einnetzte und in Heidenheim und Wolfsburg ausgebildet wurde.
Transfers im Sommer waren für Regionalligaverhältnisse eher überschaubar mit zehn Zugängen (vier aus der eigenen U19) und neun Abgängen. Darunter ist auch Mittelfeldmann Niklas Seefried (26), der nach einer Fußballpause nun als spielender Co-Trainer agiert. Die Transfers spielten sich größtenteils sogar unter Regionalliganiveau ab. Eine interessante Ausnahme stellt Offensivspieler Tarkan Ücüncü (23) dar, der von Bandirma Spor aus der zweiten türkischen Liga kam.
Wenig älter als seine Spieler ist Trainer Niklas Reutelhuber (27), der gerade an seiner A-Lizenz arbeitet und früher selbst im Verein gespielt hat. Vor seiner Tätigkeit als Assistent und dann Cheftrainer in Ansbach war er nur beim Bezirksligisten SV Eintracht Alesheim und im Nachwuchs bzw. dem Videoanalysten Team des FC Nürnberg – für den er selbst in der Jugend spielte – tätig.
Vereinsgeschichte
Die Fußballabteilung des TV 1860 Ansbach wurde 1909 gegründet, Nach dem Ersten Weltkrieg entstand 1917 die SpVgg Ansbach 09. 1928 gewann der Verein die Meisterschaft in der A-Klasse Mittelfranken und stieg in die Kreisliga auf, musste diese jedoch 1937 wieder verlassen. Nach der Auflösung 1945 und der Neugründung 1951 folgten weitere Auf- und Abstiege. In den 1980er Jahren gelang erneut der Aufstieg in die Landesliga Mitte sowie die Qualifikation für den DFB-Pokal 1986, wo man gegen den SV Waldhof Mannheim ausschied.
Ende der 1990er Jahre erlebte die SpVgg Ansbach ihre erfolgreichste Phase: Nach der Meisterschaft in der Bayernliga gelang 2001 erstmals der Aufstieg in die Regionalliga Süd. Dort konnte sich die Mannschaft trotz einzelner Erfolge nicht behaupten und stieg nach nur einer Saison wieder ab. In den folgenden Jahren wechselten sich Auf- und Abstiege zwischen Bayernliga und Landesliga ab. 2008 erreichte Ansbach erneut den DFB-Pokal und verlor gegen den Bundesligisten Karlsruher SC. Nach weiteren Auf- und Abstiegen gelang 2014 erneut der Aufstieg in die Bayernliga.
2022 kehrte die SpVgg Ansbach nach einem zweiten Platz in der Bayernliga Nord und einem erfolgreichen Relegationsduell gegen den SC Eltersdorf in die Regionalliga Bayern zurück. Die Saison 2022/23 begann mit einem überraschenden 2:0-Sieg gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern, entwickelte sich anschließend jedoch zu einem Kampf um den Klassenerhalt. Ansbach musste in die Relegation und besiegte zunächst die DJK Gebenbach, unterlag anschließend aber dem FC Memmingen. Da die SpVgg Unterhaching kurz darauf in die 3. Liga aufstieg, blieb Ansbach dennoch in der Regionalliga Bayern und sicherte sich damit den Klassenerhalt für die Saison 2023/24.
Verein
Die Spielvereinigung vereint rund 700 Mitglieder unter dem das Stadtwappen enthaltenden Logo mit den drei Fischen. Auch die Vereinsfarben grün und weiß sind von der Heimatstadt übernommen. Neben dem Fußball – hier ist Ansbach DFB-Stützpunkt und BFV-NLZ – gibt es noch die Sportarten Karate und Boule.
Trivia – Unnützes Wissen
- Der Hashtag des Vereins ist #baggmersAN
- Der Boule-Abteilung stehen 12 Bahnen auf rund 500 Quadratmeter Spielfläche zur Verfügung.
- Die Sponsorenpyramide der Nullneuner besteht aus neun Leveln plus den Ausrüstern, darunter “Loungepartner” und “Premium Partner Plus”.
- In den erfolgreichen 90er-Jahren war in Ansbach das Motto “Kult statt Kohle”.
Der 12. Spieltag im Überblick
| Freitag | 0:2 | Buchbach – Eltersdorf |
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| 1:1 | Haching – Schweinfurt | |
| Samstag | 14:00 Uhr | TSV 1860 München – Ansbach |
| 14:00 Uhr | Nürnberg II – Augsburg II | |
| 14:00 Uhr | Eichstätt – Burghausen | |
| 14:00 Uhr | Fürth II – Seitenstraße 1b | |
| 14:00 Uhr | Bayreuth – Landsberg | |
| 14:00 Uhr | Schwaben Augsburg – Vilzing | |
| 16:00 Uhr | Aubstadt – Memmingen |
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| spielfrei | Illertissen |











Bin mehr als gespannt wie es heute ohne Dressel läuft, Raphael Wach übernimmt … Eberwein und Fassmann wenigstens auf der Bank.