Wer sich am Samstag nicht auf den Weg zum Auswärtsspiel der Löwen bei Wacker Burghausen macht, der hat vielleicht die Möglichkeit den Amas zu ihrer Partie beim FC Ismaning zu folgen. Dort geht’s um 14 Uhr los. Die kleinen Löwen wollen die völlig unnötige Heimniederlage gegen Erlbach vom vergangenen Freitag schnellstmöglich vergessen machen. Und das schmucke Professor-Erich-Greipl-Stadion im Nordosten der Landeshauptstadt ist definitiv immer eine Reise wert.
Tolle Bilanz der Amas gegen Ismaning
Zehn Jahre in Serie gehört der FC Ismaning, seit dem letzten Aufstieg aus der Landesliga Südost im Sommer 2016, inzwischen der Bayernliga Süd an. Mit der Zweitvertretung des TSV 1860 duelliert man sich seit deren Zwangsversetzung – Dank Hasan Ismaiks “4” – ein Jahr später kontinuierlich. In den 15 seitdem ausgetragenen Duellen dieser beiden Teams siegten die Löwen neunmal, viermal endete das Treffen unentschieden, nur zweimal unterlag 1860. Zuletzt konnten die Amas achtmal (!) in Folge gegen Ismaing siegen, die letzte Niederlage liegt fast sieben Jahre zurück. Tolle Bilanz!
Ismaning gut in die Saison gestartet
Ob diese Erfolgsserie von den Junglöwen fortgeschrieben werden kann, bleibt abzuwarten. Der Gastgeber aus dem Kraut- und Mediendorf spielt heuer mit vier Siegen und zwei Unentschieden aus den ersten elf Partien der Saison und einem aktuell achten Tabellenplatz eine sehr gute Rolle in der Bayernliga Süd. Daheim ist man man erst einmal als Verlierer vom Platz gegangen (Mitte August gegen Aufsteiger Wasserburg).
Ohne zwei Startsiege weit unten in der Tabelle
Für die Amas läuft die Saison dagegen ergebnistechnisch nicht nach Plan. Wären die beiden ersten Saisonspiele gegen Geretsried und in Schabmünchen, als sich die Mannschaft noch aus dem Gesamtkader zusammensetzte und von Alper Kayabunar und Vincent Saller betreut wurde, nicht so erfolgreich gestaltet worden (jeweils 5:1 gewonnen), fände man sich in der Tabelle nicht auf dem elften Platz, sondern am Ende wieder. Am letzten Freitag Abend war gegen Erlbach bereits die vierte Saisonniederlage (die erste daheim) zu beklagen.
Rech lobt sein Team
Löwencoach Christoph Rech zeigte sich nach diesem letzten Spiel dennoch nicht unzufrieden: “Ich fand, dass wir gerade in der 1. Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Wir waren präsent, haben uns Torchancen erarbeitet, konnten aber leider keine nutzen. Dann hatten wir so zehn Minuten einen kleinen Hänger drin, was aber auch völlig okay ist, gegen einen guten Gegner.” Der Platzverweis für Benedikt Hoppe kurz vor der Pause spielte den Junglöwen dann natürlich kein bisschen in die Karten. Und dennoch war sein Team für Rech auch in der 2. Halbzeit “die bessere Mannschaft, obwohl wir mehr als 45 Minuten mit einem Mann weniger spielen.”
Wiedersehen mit Ex-Löwen
Am Samstag wird es nun darum gehen, diese unglückliche Niederlage aus dem Kopf zu kriegen und gegen das mit 23 Jahren im Kaderdurchschnitt ebenfalls noch sehr junge Team aus Ismaning in die Erfolgsspur zurück zu kommen. Ein Wiedersehen gibt es dabei u.a. mit den Ex-Amalions Jeremie Zehetbauer, Philip Kuhn und Alessio Thies, die im Sommer 2025 bzw. schon ein Jahr zuvor von der Grünwalder Straße nach Ismaing (zurück) wechselten. Auch Leon Rexhaj hat bei den Löwen im NLZ die Fußballstiefel geschnürt. Bis Sommer 2025 gehörte er der U19 der Löwen an, ehe er sich für ein Jahr seinem Heimatverein SV Dornach anschloss. Aktueller Trainer beim FCI ist seit drei Jahren der 52jährige Kosovare Xhevat Muriqi, der wiederum zwischen 2019 und 2021 zwei Spielzeiten lang als Co-Trainer von Frank Schmöller bei den Amas fungierte.










