Die Rubrik Der Mann an der Pfeife (oder ggf. auch Die Frau an der Pfeife) stellt unseren Leser*innen den Schiedsrichter (oder die Schiedsrichterin) der jeweils nächsten Partie des TSV 1860 in der 3. Liga vor. Heute beschäftigen wir uns mit Michael Näther aus Neschwitz (im sächsischen Landkreis Oberlausitz), der das Heimspiel der Löwen gegen den Aufsteiger TSV Havelse (Sonntag, 19:30 – im sechzger.de-Liveticker) leiten wird.
Erfahrung vor allem im Nordosten
Der 25jährige Referee, der das Spiel auf Giesings Höhen am Sonntag pfeifen darf, hat seine Erfahrungen auf dem Feld bislang vor allem in den sogenannten “neuen Bundesländern” der Republik gesammelt. Insgesamt 59 Mal leitete er Partien in der Regionalliga Nordost, in den NOVF-Oberligen Nord und Süd in der Brandenburg- und Sachsenliga sowie im Sachsenpokal. Dem gegenüber stehen acht Einsätze in der 3. Liga aus der vergangenen (sieben) und dieser Saison. Insgesamt zeigte er dabei 40 Gelbe, eine Gelb-Rote und eine glatt Rote Karte. Mit also exakt fünfmal Gelb pro Spiel bewegt er sich damit im oberen Durchschnitt. Bei den Platzwerweisen ist Näther, wie bei Strafstößen, von denen er in der 3. Liga bislang nur einen pfiff, als eher zurückhaltend zu bezeichnen.
Rote Karte für Glöckner in Verl
Den TSV 1860 pfiff der offiziell für den SV Haselbachtal aktive Mann bislang einmal. Beim letzten Auswärtsspiel der vergangenen Saison in Verl (2:2). Besondere Erinnerungen dürfte Patrick Glöckner an dieses Spiel und den Mann in Schwarz (im Mai in Westfalen allerdings mit rotem Trikot unterwegs) haben. In der 65. Minute zeigte Michael Näther dem Löwendompteur wegen Meckerns die Rote Karte, weshalb Glöckner beim die Saison abschließenden Heimspiel gegen Erzgebirge Aue dann auf der Tribüne des Sechzgerstadions Platz nehmen musste. Unser Mann in der LÖWENRUNDE vor dem Spiel gegen Havelse, Thomas Spiesl konfrontierte Glöckner natürlich mit diesem, noch gar nicht so lange zurückliegenden Konflikt und dem Wiedersehen. Glöckner meinte dazu, sichtlich amüsiert:
Ich hab ja siebzig Minuten vorher nochmal ein Gespräch mit meinem Kapitän dort. Da werd’ ich dann nochmal drauf eingehen und fragen, ob ich mich künftig raushalten soll, wenn’s ‘ne Rudelbildung gibt oder ob ich dann immer noch einwirken darf. (lacht) Nein, natürlich kein Thema. Also, ich werd’s mit ihm nett besprechen nochmal, werd’ ihm die Hand geben, freu’ mich, ihn mal wieder zu sehen und hoffe, dass er da ein glücklicheres Händchen hat.
Schiedrichterteam bislang vor kleinen Kulissen
Assistiert wird Näther am Sonntag Abend an den Seitenlinien – wie schon am 2. Spieltag beim 2:1 des VfB Stuttgart II gegen den FC Ingolstadt – von Lukas Pilz aus Magdeburg und Luis Riedel aus Chemnitz. Die Namensgleichheit dieses Linienrichters mit dem spielenden Sportdirektor aus Havelse, der erst Anfang der Woche bei uns im sechzger.de Talk 227 mit dabei war, ist allerdings rein zufällig. Nehmen wir mal an. Der vierte Offizielle am Sonntag heißt Fabian Büchner und kommt aus Arnstorf. Atmosphärisch wird das Duell auf Giesings Höhen ein anderes Kaliber, als der erste Einsatz des Schiri-Teams in dieser Saison. Fast 16x so viele Fans als in Großaspach, wo der “kleine VfB” weiterhin seine Heimspiel austrägt, werden dem Ereignis in Giesing beiwohnen. Insgesamt hat Michael Näther mit großen Kulissen bislang wenig Erfahrung sammeln dürfen. Das besucherstärkste Spiel seiner Drittligakarriere, war das 1:3 von Wehen Wiesbaden gegen Rot-Weiss Essen im Februar diesen Jahres vor 4.009 Zuschauern.
Wünschen wir ihm, dass er am Sonntag mit der stimmungsvollen Atmosphäre auf Giesings Höhen gut zurecht kommt!
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Titelbild: Michael Näther im Einsatz beim Spiel SC Verl – 1860 am vorletzten Spieltag der vergangenen Spielzeit. In dieser Szene zeigt er Tunay Deniz kurz vor der Pause die Gelbe Karte.











Gutes Gelingen!
Ich bin versucht zu sagen, dass es nach der letzten Erfahrung nur besser werden kann, aber man weiß ja nie…