Die Vorhersage des Resultats beim Krisenduell zwischen den Löwen und Erzgebirge Aue (am morgigen Samstag um 14 Uhr im sechzger.de Liveticker) kommt heute von einem Löwenfan und ehemaligen Aktiven des TSV 1860: von Michi Öller. Da es bei diesem Namen vielleicht nicht sofort bei allen Löwenfans klingelt (vor allem nicht bei den jüngeren) wird seine fußballerische Biografie unten ein wenig näher vorgestellt.

Ergebnistipp Aue – 1860 von Michi Öller

So sehen die Erwartungen von Michi Öller für das Spiel morgen Nachmittag aus:

Beide Mannschaften stehen mit dem Rücken zur Wand. Für die Trainer Jens Härtel und Patrick Glöckner wird es ein Schicksalsspiel.
Ich erwarte deshalb ein kampfbetontes Spiel in Aue. Unsere Löwen setzen sich am Ende glücklich mit 2:1 durch. Die Tore erzielen Florian Niederlechner und Patrick Hobsch. Unser Joker trifft wieder spät in der Schlussphase. Patrick Glöckner muss trotzdem weichen. Kehrt mein ehemaliger Trainer Peter Pacult zurück an die Isar? Mein Traumszenario wäre es nicht. Aber wer weiß…

Die Karriere von Michi Öller

Aus Vilshofen nach München

Der in Aidenbach im Landkreis Passau geborene Michi Öller kam im Sommer 1994, fast 16jährig vom FC Vilshofen zum TSV 1860 und trat in der Folge für die U17 und die U19 gegen den Ball. Drei Jahre später wechselte er in den Kader der Amas für die er (bis März 2000) insgesamt 67 Spiele in der damals drittklassigen Regionalliga Süd absolvierte und dabei fünf Tore erzielen konnte. Im Dezember 1998 holte Werner Lorant das hoffnungsvolle defensiven Mittelfeldtalent, das bereits zehn Länderspiele für die U18 des DFB absolviert hatte, in den Bundesligakader der Löwen. Nicht zuletzt aufgrund großen Verletzungspechs war Öller ein Einsatz für die Profis seines Lieblingsvereins leider nicht vergönnt. Jedoch war er in der legendären Spielzeit 1999/2000, in der 1860 nicht nur die beiden Bundesligaderbies gegen die Roten für sich entscheiden konnte, sondern auch die Amateur-Derbies in der Regionalliga beide gewann, an diesen Triumphen aktiv beteiligt.

Fürth, Mannheim, Saarbrücken und Hoffenheim

Im Sommer 2000 wechselte er zum Zweitligisten Greuther Fürth – und brach sich dort wenig später zum zweiten Mal den Mittelfuss. Sicher einer der Gründe, warum er sich bei den Kleeblättern letztlich nicht durchsetzen konnte. Einer seiner Mitspieler in dieser Saison war übrigens Francis Kioyo, der bei den Löwen ein paar Jahre später ja noch (zweifelhafte) Berühmtheit erlangen sollte. Nach einem erneuten Jahr in der Regionalliga beim VfR Mannheim zog Michi weiter Richtung Westen, ins Saarland und gehörte im Sommer 2004 zum Kader, der mit dem 1. FC Saarbrücken die Rückkehr in die 2. Bundesliga realisierte. Es folgte eine Saison bei der damals aufstrebenden TSG Hoffenheim.

Michi Öller im Sommer 2000 beim Trainingsauftakt in Fürth. Links im Bild: Francis Kioyo

Karriereausklang in Ismaning

Genau elf Jahre nach seinem Start bei den Junglöwen kehrte er dann wieder in die Heimat zurück und ließ seine Karriere beim FC Ismaning in der Bayernliga bis Ende 2008 ausklingen. Heute lebt Michi Öller in München und verfolgt das Geschehen beim TSV 1860 aufmerksam. Wenn – quasi als Kompetenznachweis – sein hier abgegebener Tipp morgen Nachmittag eintrifft, wären damit sicher alle Löwenfans einverstanden.

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